{"id":18114,"date":"2022-04-01T09:30:00","date_gmt":"2022-04-01T07:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/marineforum.online\/?p=18114"},"modified":"2022-03-30T11:04:24","modified_gmt":"2022-03-30T09:04:24","slug":"14-focus-on-the-k-130-f-125-armament-report","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/marineforum.online\/en\/14-ruestungsbericht-k-130-f-125-im-fokus\/","title":{"rendered":"14th Armaments Report - K 130 &amp; F 125 in focus"},"content":{"rendered":"<p>Wir haben uns Mitte Februar \u2013 sechs Tage vor dem russischen \u00dcberfall auf die Ukraine \u2013 gefragt, ob die Bundesregierung angesichts der Bedrohung an der Ostflanke Europas mit Blick auf die Wehr und ihre Ausgaben aus ihrem Dornr\u00f6schenschlaf aufwacht. Konkret haben wir in einem Beitrag geschrieben:<\/p>\n<blockquote><p><em>Das mediale Bild wird bestimmt von den russischen Kampffahrzeugen, die hufeisenf\u00f6rmig um den Osten der Ukraine aufmarschiert sind. <\/em>[\u2026] <em>Reicht die aktuelle Drohkulisse Moskaus aus, um Berlin aus seinem Dornr\u00f6schenschlaf zu erwecken, oder f\u00e4llt man nach \u00dcberstehen der Krise in alte Muster zur\u00fcck? Wie finanziert man vor dem Hintergrund eines \u00fcberlasteten Wehretats und eines angespannten Bundeshaushaltes diese Anspr\u00fcche an Sicherheit f\u00fcr Deutschland und Europa? Und sind diese Anstrengungen angesichts der dramatischen demografischen Entwicklung organisatorisch und fiskalisch zu schaffen?<\/em><\/p>\n<p><em>Bei der kommenden Haushaltsaufstellung wird Berlin zeigen, wie ernst es das S\u00e4belrasseln Moskaus im Osten der Ukraine und seine eigenen milit\u00e4rischen und sicherheitspolitischen F\u00e4higkeiten nimmt. <\/em>[\u2026]<em>Wenn nun dar\u00fcber gesprochen wird, was zu tun ist, offenbart sich nun auch, was in den vergangenen Jahren nicht getan wurde.<\/em><\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/marineforum.online\/sicherheit-ist-vorsorge-kommentar-zur-russisch-ukrainischen-krise\/\">Sicherheit ist Vorsorge \u2013 Kommentar zur russisch-ukrainischen Krise<\/a>. Blog #meerverstehen, 18.02.2022.<\/strong><\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Weniger Sekt?<\/strong><\/p>\n<p>Mittlerweile wissen wir mehr \u2013 unter anderem, dass Kanzler Olaf Scholz ein Sonderverm\u00f6gen in H\u00f6he von 100 Mrd \u20ac f\u00fcr die Bundeswehr plant. Wie sich das Sonderverm\u00f6gen haushalterisch-handwerklich letztendlich darstellen wird werden wir Mitte Mai erfahren, wenn das Haushaltsgesetz vom Bundestag verabschiedet werden soll. Wie die \u201eEinkaufsliste\u201c der Dimensionen (fr\u00fcher Teilstreitkr\u00e4fte) politisch geordnet am Ende des Tages aussehen, ist zur Zeit in Berlin ein laufender Prozess. Welche W\u00fcnsche und Anspr\u00fcche sich aus Sicht der Deutschen Marine ergeben k\u00f6nnten, hat Hans-Uwe Mergener dankenswerter Weise in einem <a href=\"https:\/\/marineforum.online\/sondervermoegen-bundeswehr-fuer-marine-mehr-selters-wenig-sekt\/\">aktuellen Beitrag<\/a> erl\u00e4utert.<\/p>\n<p>Bis die Politik entscheidet und bis die Industrie die bestellten Schiffe und Boote liefert, flie\u00dft noch viel Wasser durch den Nord-Ostsee-Kanal. Wie steht es bis dahin um die im Bestand und im Zulauf befindlichen Einheiten der Deutschen Marine? Zu den beiden Projekten K 130 und F 125 lesen wir im <a href=\"https:\/\/marineforum.online\/14-ruestungsbericht-marinehelikopter-im-fokus\/\">14. R\u00fcstungsbericht<\/a> des BMVg:<\/p>\n<p><strong>Korvette Klasse 130, 2. Los<br \/>\n<\/strong><strong>Leistungsspektrum<\/strong><\/p>\n<p>Die Korvetten Klasse 130 stellen eine Schl\u00fcsselkomponente f\u00fcr Krisenreaktionseins\u00e4tze der Marine dar. Hauptaufgaben sind die Aufkl\u00e4rung der \u00dcberwasserlage und die Seezielbek\u00e4mpfung. Das Einsatzspektrum reicht von der Friedenspr\u00e4senz \u00fcber milit\u00e4rische Aufgaben der Krisenbew\u00e4ltigung bis zum Kampf in Randmeeren und der Waffenwirkung an Land. Mit dem Projekt werden weitere f\u00fcnf Boote Korvette Klasse 130 beschafft.<\/p>\n<p><strong>Wesentliche \u00c4nderungen<\/strong><\/p>\n<p>Die Boote 6 bis 8 befinden sich in der Ausr\u00fcstung in Hamburg. Schiffbaulich befinden sich die Boote im Terminplan. Der durch die ARGE K 130 im September 2020 vom Auftraggeber geforderte zw\u00f6lfmonatige \u201eDesign-Freeze\u201c f\u00fcr das Einsatzsystem wurde umgesetzt, um die Auslieferung der Boote und des Einsatz-\/Betriebsunterst\u00fctzungszentrums mit vollen Funktionalit\u00e4ten des Einsatzsystems, verbunden mit einem Lieferverzug von zwei Monaten f\u00fcr die Boote 6 und 7, zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>Eine Versch\u00e4rfung der bestehenden Risiken zum Einsatzsystem ist m\u00f6glich. Die vertragliche Umsetzung der Verz\u00f6gerung durch die Integration des neuen Rahmenterminplans in einen \u00c4nderungsvertrag zum Bauvertrag steht noch aus. Im September 2021 wurden im Rahmen eines Projektreviews die weitere Vorgehensweise und die entsprechenden Vorschl\u00e4ge f\u00fcr die technischen L\u00f6sungen pr\u00e4sentiert. Diese werden nun detailliert analysiert, nachdem die im M\u00e4rz 2021 vorgestellten Konzepte zur Integration des Einsatzsystems und Mitigation m\u00f6glicher Lieferverz\u00f6gerungen im Bereich der Hardware durch den \u00f6ffentlichen Auftraggeber (\u00f6AG) aufgrund nicht akzeptabler Zeitlinien zur\u00fcckgewiesen wurden.<\/p>\n<p><strong>Projekt\u00fcbersicht<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Entwicklung gemessen an der ersten parlamentarischen Befassung:<br \/>\nAbweichung zum n\u00e4chsten Meilenstein \u201eBeginn Auslieferung\u201c: +9 Monate in 2023<br \/>\nAbweichung der aktuellen Veranschlagung: +311 Mio \u20ac (+13 Prozent)<\/li>\n<li>Entwicklung gemessen an der aktuellen Vertragslage:<br \/>\nAbweichung zum n\u00e4chsten Meilenstein \u201eBeginn Auslieferung\u201c: +2 Monate in 2023<br \/>\nAnteil der Leistungsverbesserung\/-\u00e4nderung an der o.a. Abweichung: +191 Mio \u20ac (+61 Prozent)<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Stand &amp; Entwicklung des Projektes<\/strong><\/p>\n<p>Das Projekt K 130 2. Los liegt gem\u00e4\u00df der vertraglichen Grundlage derzeit im Zeit- und Kostenrahmen. Die engen Arbeitsbeziehungen zwischen \u00f6AG und der ARGE K 130 mit einer Projektleitung vor Ort am Sitz der ARGE K 130 wirken sich sehr positiv auf das Projektmanagement aus. Weiterhin zeichnet sich eine Verz\u00f6gerung durch einen Leistungsverzug seitens des Konsortium F\u00fcWES (KoF\u00fc) im Rahmen der Integration des Einsatzsystems ab. Dieser wird fr\u00fchestens zum Ende des vierten Quartals 2021 genau spezifiziert werden k\u00f6nnen. Die Mitwirkungspflichten des \u00f6AG, u. a. bei der Pr\u00fcfung und Zulassung der technischen Dokumentation, erfordern erhebliche personelle Ressourcen, die nur unter Zuhilfenahme externer Unterst\u00fctzung projektvertr\u00e4glich erbracht werden k\u00f6nnen. Der Schwerpunkt des Projekts hat sich inzwischen mit drei von f\u00fcnf in der Ausr\u00fcstung befindlichen Booten von Lemwerder nach Hamburg verlagert.<\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><strong>Gesamtplanerische Einordnung<\/strong><\/p>\n<p>Die Korvetten Klasse 130 sind ein wichtiges Einsatzmittel im Rahmen der Randmeerkriegsf\u00fchrung. Sie dienen sowohl der Seezielbek\u00e4mpfung als auch der gemeinsamen taktischen Feuerunterst\u00fctzung f\u00fcr Kr\u00e4fte an Land. Die zus\u00e4tzliche Beschaffung von f\u00fcnf Korvetten wird dazu beitragen, die individuellen Einsatzbelastungen aller Korvetten und folgend der Marine zu reduzieren. Dar\u00fcber hinaus reduziert die m\u00f6glichst gro\u00dfe Baugleichheit die Aufw\u00e4nde in den Bereichen Ausbildung und Infrastruktur an Land in technischer, personeller und organisatorischer Hinsicht.<\/p>\n<p>Die Richtungsentscheidung zur Erg\u00e4nzungsbeschaffung von weiteren f\u00fcnf Korvetten (Boote 11-15 zur Sicherstellung der Einsatzverf\u00fcgbarkeit bei gleichzeitiger Verwertung des 1. Loses) stellt sich angesichts der gegenw\u00e4rtigen Finanzlinien als vorerst nicht finanzierbar dar. Zur Erf\u00fcllung der nationalen Ambition von insgesamt zehn Korvetten werden im Rahmen einer gesamtplanerischen Betrachtung nun Optionen zur Erreichung untersucht, welche gleichzeitig einer bruchfreien Nutzung des Konstruktionsstandes der laufenden Produktionslinie des 2. Loses gerecht werden.<\/p>\n<p><strong>Verteidigungs- &amp; b\u00fcndnispolitische Aspekte &amp; Entwicklungen<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Deutsche Seestreitkr\u00e4fte sch\u00fctzen die territoriale Integrit\u00e4t Deutschlands und Verb\u00fcndeter. Dabei ist die Handlungsf\u00e4higkeit auf See Voraussetzung f\u00fcr das Engagement im Krisenmanagement durch seegehende Kr\u00e4fte sowie f\u00fcr die Gew\u00e4hrleistung gesicherter Versorgungswege. Dar\u00fcber hinaus stellt die Korvette der Klasse 130 eine Schl\u00fcsselkomponente f\u00fcr das internationale Krisenmanagement der Bundeswehr dar.<\/p>\n<p><strong>R\u00fcstungswirtschaftliche Aspekte &amp; Entwicklungen<br \/>\n<\/strong>Die Folgebeschaffung K 130 2. Los erweitert quantitativ, sowie im Rahmen der Obsoleszenzbeseitigung in eingeschr\u00e4nktem Ma\u00dfe auch qualitativ, das F\u00e4higkeitsportfolio der Marine. Durch die Beauftragung K 130 2. Los haben die r\u00fcstungswirtschaftlichen Kapazit\u00e4ten im nationalen \u00dcberwasserkriegsschiffbau eine Fundierung im Rahmen der notwendigen Erneuerung der Flotte erfahren.<\/p>\n<p><strong>Auswirkungen auf die Einsatzbereitschaft<\/strong><\/p>\n<p>Der Schl\u00fcssel zur materiellen Einsatzbereitschaft liegt in der zeitgerechten Herstellung der Versorgungsreife und der Umsetzung aller erforderlichen Ma\u00dfnahmen zur Akkreditierung der IT-Systeme der gesamten Klasse K 130. Eine nicht hergestellte Versorgungsreife, d.h. dauerhaft eingeschr\u00e4nkte logistische Betreibbarkeit, f\u00fchrt absehbar zu negativen Auswirkungen auf die materielle Einsatzbereitschaft und schr\u00e4nkt, ebenso wie eine fehlende oder eingeschr\u00e4nkte Akkreditierung der IT-Systeme, die operative Nutzbarkeit der Korvetten erheblich ein.<\/p>\n<p><strong>Fregatte Klasse 125<br \/>\n<\/strong><strong>Leistungsspektrum<\/strong><\/p>\n<p>Die Fregatte Klasse 125 (F 125) ist in ihrer Konzeption auf die ge\u00e4nderten Einsatzbedingungen der Gegenwart und der Zukunft ausgelegt. Die F 125 sollen unter anderem in der Lage sein, weltweite und langandauernde Eins\u00e4tze zu fahren. Die Hauptaufgaben bestehen in der Durchf\u00fchrung maritimer Stabilisierungsoperationen (niedriger und mittlerer Intensit\u00e4t), in der taktischen Feuerunterst\u00fctzung von See an Land, im Wirken gegen asymmetrische Bedrohung auf See, in der Bereitstellung von F\u00fchrungsf\u00e4higkeit auf Verbandsf\u00fchrerebene (Commander Task Group [CTG]) und in der Unterst\u00fctzung von Eins\u00e4tzen der Spezialkr\u00e4fte bzw. von spezialisierten Kr\u00e4ften.<\/p>\n<p>Aufgrund der geforderten Intensivnutzung (d.h. zwei Jahre Stehzeit im Einsatz; 5.000 Betriebsstunden pro Jahr; weltweiter Einsatz; Betriebserhaltungsperiodennorm [BEPN] 68 Monate; Umsetzung eines Zweibesatzungskonzepts) kommt der Instandhaltung des Schiffes und der Ger\u00e4te, verbunden mit der Forderung nach einer geringen Besatzungsgr\u00f6\u00dfe, gro\u00dfe Bedeutung zu und es bedarf daher auch im Bereich der Plattformauslegung neuer technischer Konzepte.<\/p>\n<p><strong>Wesentliche \u00c4nderungen<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Das erste Schiff, Fregatte Baden-W\u00fcrttemberg (BWG), hat nach seiner ersten Nutzungsphase die Bedarfsinstandsetzung am 06.04.2021 begonnen. Diese endet am 26.08.2022.<\/p>\n<p>Das zweite Schiff, Fregatte Nordrhein-Westfalen (NRW), wurde am 10.06.2020 in Dienst gestellt und Schiff drei, Fregatte Sachsen-Anhalt (SAH), am 17.05.2021.<\/p>\n<p>Der von der Industrie avisierte Ablieferungstermin f\u00fcr das vierte und letzte Schiff, Fregatte Rheinland-Pfalz (RHL), Mitte Oktober 2021 musste aufgrund mehrfach nicht erreichter Reife f\u00fcr die Durchf\u00fchrung der Funktionsnachweise verschoben werden. Eine Ablieferung noch im Dezember 2021 ist prim\u00e4r abh\u00e4ngig von der Erf\u00fcllung der Funktionsnachweise, insbesondere des Einsatzsystems, sowie einer vertraglichen Einigung \u00fcber noch geschuldete Leistungen bzw. weiter bestehende Leistungsdefizite.<\/p>\n<p><strong>Projekt\u00fcbersicht<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Entwicklung gemessen an der ersten parlamentarischen Befassung:<br \/>\nAbweichung zum n\u00e4chsten Meilenstein \u201eIOC\u201c: +70 Monate in 2021<br \/>\nAbweichung der aktuellen Veranschlagung: + 1,117 Mrd \u20ac (+51 Prozent)<\/li>\n<li>Entwicklung gemessen an der aktuellen Vertragslage:<br \/>\nAbweichung zum n\u00e4chsten Meilenstein \u201eIOC\u201c: +15 Monate in 2021<br \/>\nAnteil der Leistungsverbesserung\/-\u00e4nderung an der o.a. Abweichung: + 355 Mio \u20ac (+32 Prozent)<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Stand &amp; Entwicklung des Projektes<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Die f\u00fcr Dezember 2021 erwartete Ablieferung von Schiff 4 ist aufgrund ausstehender Nachweise im Einsatzsystem, des Nachhaltens und Abstellens aller ausstehenden technischen, kaufm\u00e4nnischen und vertraglichen Leistungsdefizite sowie weiterhin ausstehender Vertragsschl\u00fcsse zur Herstellung der Einsatzreife hoch risikobehaftet.<\/p>\n<p>Die durch Blockbildung von Ma\u00dfnahmen beherrschte Terminplanung reduziert absehbar die M\u00f6glichkeiten, Besatzungen f\u00fcr Einsatzzwecke zu qualifizieren.<\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><strong>Gesamtplanerische Einordnung<\/strong><\/p>\n<p>Mit der Abnahme des vierten und letzten Schiffes, geplant noch in diesem Jahr, geht der F\u00e4higkeitsaufbau des Waffensystems kontinuierlich voran. Aufgrund der noch bestehenden Einschr\u00e4nkungen im Einsatzsystem und bei der Informationssicherheit sowie durch fehlende Anteile der Einsatzpr\u00fcfung (127mm Artillerie und Flugk\u00f6rperschie\u00dfen) wird eine operative Nutzung erst 2023 m\u00f6glich sein. Die zeitnahe Abstellung dieser Defizite hat aus planerischer Sicht h\u00f6chste Priorit\u00e4t, um die vier Einheiten schnellstm\u00f6glich operativ verf\u00fcgbar zu machen.<\/p>\n<p><strong>Verteidigungs- &amp; b\u00fcndnispolitische Aspekte &amp; Entwicklungen<\/strong><\/p>\n<p>Seestreitkr\u00e4fte leisten einen st\u00e4ndigen Beitrag zur maritimen Sicherheit im nationalen und multinationalen Verbund. Mit der Fregatte Klasse 125 werden gr\u00f6\u00dfere verteidigungspolitische Handlungsspielr\u00e4ume zur weltweiten Begegnung von Krisen und Konflikten an ihrem Entstehungsort erm\u00f6glicht, um fr\u00fchzeitig einer weiteren Eskalation zuvorzukommen. Dar\u00fcber hinaus leistet Deutschland durch die F 125 einen essenziellen und wahrnehmbaren Beitrag zu den st\u00e4ndigen NATO-Marineverb\u00e4nden.<\/p>\n<p><strong>R\u00fcstungswirtschaftliche Aspekte &amp; Entwicklungen<\/strong><\/p>\n<p>Die F 125 bietet neben der Erweiterung des F\u00e4higkeitsspektrums der Marine die M\u00f6glichkeit zum Nachweis der technologischen F\u00e4higkeiten der deutschen Schiffbauindustrie. Herausforderungen bestehen f\u00fcr schiffsgest\u00fctzte IT-Systeme und ihre Akkreditierung. Mit der fortschreitenden Digitalisierung im Marineschiffbau entsteht f\u00fcr die beteiligten Unternehmen ein neuer Entwicklungsschwerpunkt f\u00fcr die Vermarktung ihrer Produkte und ihres kommerziellen Erfolgs.<\/p>\n<p><strong>Auswirkungen auf die Einsatzbereitschaft<\/strong><\/p>\n<p>Der Schl\u00fcssel zur materiellen Einsatzbereitschaft liegt in der Herstellung der Versorgungsreife und der Umsetzung aller erforderlichen Ma\u00dfnahmen zur Akkreditierung der IT-Systeme der Fregatten der Klasse 125. Eine nicht hergestellte Versorgungsreife, d.h. dauerhaft eingeschr\u00e4nkte logistische Betreibbarkeit, f\u00fchrt absehbar zu negativen Auswirkungen auf die materielle Einsatzbereitschaft und schr\u00e4nkt, ebenso wie eine fehlende oder eingeschr\u00e4nkte Akkreditierung der IT-Systeme, die operative Nutzbarkeit der Fregatten ein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir haben uns Mitte Februar \u2013 sechs Tage vor dem russischen \u00dcberfall auf die Ukraine \u2013 gefragt, ob die Bundesregierung angesichts der Bedrohung an der Ostflanke Europas mit Blick auf die Wehr und ihre Ausgaben aus ihrem Dornr\u00f6schenschlaf aufwacht. 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