{"id":2586,"date":"2014-02-07T15:32:22","date_gmt":"2014-02-07T14:32:22","guid":{"rendered":"http:\/\/meerverstehen.net\/?p=1875"},"modified":"2021-05-19T09:59:01","modified_gmt":"2021-05-19T07:59:01","slug":"jade-weser-port-puts-all-its-eggs-in-one-basket","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/marineforum.online\/en\/jade-weser-port-setzt-alles-auf-eine-karte\/","title":{"rendered":"Jade-Weser Port puts all its eggs in one basket"},"content":{"rendered":"<p><strong>Dramatisch schlecht wird die Situation von Deutschlands modernstem Tiefwasserhafen, dem Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven dargestellt. 2013 sollen 76.265 Container in dem Hafen umgeschlagen worden sein, das sind nur etwa 10% von dem was Hafenbetreiber und Wirtschaftsprognosen erwartet hatten.<\/strong><\/p>\n<p>Dazu schreibt die Tageszeitung Die Welt:<!--more--><\/p>\n<blockquote><p>Im vergangenen Jahr wurden im <strong>Jade-Weser-Port<\/strong> 76.265 Standardcontainer umgeschlagen. Ausgelegt ist der Seehafen f\u00fcr den Umschlag von j\u00e4hrlich 2,7 Millionen Container \u2013 in der ersten Ausbaustufe.<\/p>\n<p id=\"p2\">Bekannt gemacht hat diese Zahl der Hafenbetreiber Eurogate, das gr\u00f6\u00dfte Unternehmen dieser Art in Europa. Fast wirkt die Mitteilung ratlos: Eurogate hat insgesamt den Containerumschlag auf 14,2 Millionen TEU (Twenty Foot Equivalent Unit, 20 Fu\u00df Einheit) erh\u00f6ht. Verteilt auf elf Standorte in Europa ist dies ein Plus um gut sieben Prozent.<\/p>\n<p id=\"p3\">In Tanger in Marokko zum Beispiel verdoppelte sich diese Zahl auf rund eine Million Container, auch in Italien in Gioia Tauro und im sardischen Cagliari gab es hohe Zuw\u00e4chse f\u00fcr Eurogate. Selbst im Hamburger Hafen, wo das Umfeld schwierig war, lag das Plus bei fast acht Prozent.<\/p>\n<p id=\"p7\">Im Fr\u00fchjahr l\u00e4uft die Kurzzeitregelung aus<br \/>\nDoch in Wilhelmshaven herrscht Flaute: Von der fr\u00fcher einmal durch Eurogate gegen\u00fcber den Bauherren zugesagten Menge von 700.000 Containern im ersten vollen Betriebsjahr wurden 2013 gerade einmal elf Prozent erreicht. Europas gr\u00f6\u00dfte Containerumschlagfirma muss Verluste in zweistelliger Millionen-H\u00f6he aus Wilhelmshaven durch Gewinne an anderen Standorten ausgleichen.[...]<\/p>\n<p>\"Der Ende 2012 er\u00f6ffnete Containerterminal im Tiefwasserhafen ben\u00f6tigt mehr Zeit als urspr\u00fcnglich erwartet, um sich im Markt zu etablieren\", schreibt Eurogate in einer d\u00fcnnen Mitteilung. Es gilt das Prinzip Hoffnung. Eurogate hat rund 400 Millionen Euro in die Hafenanlagen investiert, das Management bem\u00fcht sich seit nunmehr zwei Jahren, die gro\u00dfen Reedereien der Welt nach Wilhelmshaven zu locken.<\/p>\n<p>Kritik gibt es immer einmal wieder an den vergleichsweise teuren Hafengeb\u00fchren und Konditionen f\u00fcr die Reeder, die von den Bauherren, den L\u00e4ndern Niedersachsen und Bremen, festgelegt werden. Doch auch die weltweite 6. Februar 2014Schifffahrtskrise, in der sich ein \u00dcberangebot an Containerschiffen und eine sinkende Nachfrage nach Transporten aus dem Handel und der Industrie gegen\u00fcber stehen, ist ein Ausl\u00f6ser der Misere.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article124599425\/Jaemmerliche-Bilanz-fuer-deutschen-Mega-Hafen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">J\u00e4mmerliche Bilanz f\u00fcr deutschen Mega-Hafen, in: Die Welt 6. Februar 2014<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Das Problem ist ja noch nicht einmal, da\u00df die avisierten Zahlen nicht erreicht werden, sondern das krasse Mi\u00dfverh\u00e4ltnis zwischen den geplanten und den tats\u00e4chlichen Zahlen beim Containerumschlag. Der Betreiber Eurogate wird den <strong>Jade-Weser-Port<\/strong> ja schlie\u00dflich nicht zum Spass so geplant und ausgelegt haben wie er dann auch realisiert wurde. Tats\u00e4chlich wurde bereits 2013 dem Standort Wilhelmshaven durch das Fraunhofer Center f\u00fcr Maritime Logistik beste Bedingungen und signifikante Wachstumschancen attestiert.<\/p>\n<p>Woran liegts also?<\/p>\n<p>Wir sind sicherlich keine Wirtschaftsweisen, aber die Mischung aus hohen Hafengeb\u00fchren, Infrastrukturstau im Hinterland und fehlender \u00fcbergeordneter Konzeption mindestens der deutschen H\u00e4fen untereinander ist es die sich hier bemerkbar macht. Verantwortlich f\u00fcr die Hafengeb\u00fchren zeichnet sich die Realisierungsgesellschaft des JWP (Anteile: Land Niedersachsen 50,1\u00a0%, Land Bremen 49,9\u00a0%), und aus deren Sicht machen die relativ hohen Hafengeb\u00fchren anscheinend Sinn: Die Geb\u00fchren sind derartig angelegt, dass es sich f\u00fcr kleine und normale Schiffe kaum lohnt die Container im JWP zu l\u00f6schen, aber f\u00fcr die neue Generation Megacontainerschiffe, f\u00fcr die der JWP ja auch ausgelegt ist, attraktiv sind. So soll wohl verhindert werden, dass vornemlich den Bremer und Hamburger H\u00e4fen Anteile im Segment der \"normalen\" Containerschiffe verloren gehen. Laut Eurogate war das allerdings anders abgesprochen.<\/p>\n<p>Dass in der Containerwirtschaft trotz Schifffahrtskrise und Infrastrukturbedarf Wachstum m\u00f6glich ist, beweist der Betreiber Eurogate wie in dem Artikel beschrieben mit seinen anderen Hafenstandorten. Alle Hoffnung liegt nun auf der neuen Generation der Megacontainerschiffe, diese k\u00f6nnen bis zu 18.000 Standartcontainer aufnehmen. Da sie f\u00fcr die mei\u00dften H\u00e4fen Nordeuropas zu zu gro\u00df und tief gebaut sind, verf\u00fcgt der <strong>Jade-Weser-Port<\/strong> als einer der wenigen Tiefwasserh\u00e4fen in dieser Region in der Tat \u00fcber einen Standortvorteil. Etwa hundert dieser Containerschiffe sollen in den n\u00e4chsten Monaten in Dienst gestellt werden und weltweite Routen bedienen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>The situation at Germany's most modern deep-water port, the Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven, is portrayed as dramatically bad. In 2013, 76,265 containers are said to have been handled in the port, which is only around 10% of what port operators and economic forecasts had expected. The daily newspaper Die Welt writes about this:<\/p>","protected":false},"author":6,"featured_media":9791,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_oasis_is_in_workflow":0,"_oasis_original":0,"_oasis_task_priority":"","footnotes":""},"categories":[37,33],"tags":[186,187,188,189,67,190,172],"class_list":["post-2586","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-schifffahrt-blog","category-blog","tag-die-welt","tag-industrie","tag-jade-weser-port","tag-jwp","tag-maritim","tag-nationales-hafenkonzept","tag-wirtschaft"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/marineforum.online\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2586","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/marineforum.online\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/marineforum.online\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/marineforum.online\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/marineforum.online\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2586"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/marineforum.online\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2586\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/marineforum.online\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9791"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/marineforum.online\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2586"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/marineforum.online\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2586"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/marineforum.online\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2586"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}