{"id":28513,"date":"2023-04-14T09:30:00","date_gmt":"2023-04-14T07:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/marineforum.online\/?p=28513"},"modified":"2023-09-06T09:05:40","modified_gmt":"2023-09-06T07:05:40","slug":"danger-of-explosion-in-the-pacific","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/marineforum.online\/en\/explosionsgefahr-im-pazifik\/","title":{"rendered":"Explosion hazard in the Pacific"},"content":{"rendered":"<p><strong>Chinas Machtambitionen im pazifischen Raum werden immer st\u00e4rker. Die Vereinigten Staaten versuchen, gemeinsam mit ihren Verb\u00fcndeten dagegenzuhalten. Dabei steigt das Risiko eines bewaffneten Konflikts.<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend derzeit der Ukrainekrieg in Europa im Fokus der Berichterstattung steht, hat sich am anderen Ende der Welt, im s\u00fcdostasiatischen Raum, ein weiterer Krisen- und Spannungsraum entwickelt. Chinas Aufstieg zur Seemacht und sein aggressives, vorrangig maritim angelegtes Expansionsstreben und zunehmend auch Nordkoreas provokative Raketen- und Nukleartests haben das sicherheitspolitische Geschehen im Indopazifik gepr\u00e4gt und diesen in ein Krisen- und Spannungsgebiet mit wachsendem milit\u00e4rischen Eskalationspotenzial verwandelt. Dabei kollidiert China mit den ordnungs- und sicherheitspolitischen Vorstellungen der (Noch-)Weltmacht USA, die sich als pazifische Nation versteht und seit 1941 unangefochten als Ordnungsmacht in Fernost agieren konnte. Die Weltseemacht USA begreift Chinas Ausgreifen im indopazifischen Raum als die gr\u00f6\u00dfte sicherheitspolitische und geopolitische Herausforderung im 21. Jahrhundert und ist bem\u00fcht, Chinas Expansionsstreben einzuhegen. China wiederum beschuldigt die USA, seinen Aufstieg in der Welt behindern zu wollen.<\/p>\n<p><strong>Strategische Mariner\u00fcstung<\/strong><\/p>\n<p>In den vergangenen Jahrzehnten hat China seine Marine mit strategischem Weitblick z\u00fcgig aufger\u00fcstet. Mit derzeit \u00fcber 355 Schiffen und U-Booten besitzt das Land die gr\u00f6\u00dfte Marine der Welt und hat die US Navy mit 298 Schiffen auf den zweiten Platz verwiesen. Aufgrund der schnell wachsenden F\u00e4higkeiten der chinesischen Seestreitkr\u00e4fte werden die USA k\u00fcnftig nicht mehr unwidersprochen und nach Belieben im asiatisch-pazifischen Raum operieren k\u00f6nnen. China ist heute die weltweit produktivste Schiffsnation. Seine Handelsflotte, die K\u00fcstenwache sowie die Fischereiflotte sind die jeweils gr\u00f6\u00dfte der Welt. Die Fischereiflotte wird auch f\u00fcr \u00dcberwachungs-, Kontroll- und Pr\u00e4senzaufgaben im S\u00fcd- und Ostchinesischen Meer eingesetzt.<\/p>\n<p>Zudem unterh\u00e4lt China eine zweite paramilit\u00e4rische Flotte mit rund 200 Einheiten, die verschiedenen staatlichen Beh\u00f6rden unterstehen. Auch diese Schiffe werden gezielt eingesetzt, um die maritimen Interessen und Anspr\u00fcche in der Region durchzusetzen. China realisiert seine sicherheitspolitischen Vorstellungen \u00fcber ausgekl\u00fcgelte Langfriststrategien mit L\u00e4ndern, die wirtschaftlich, technologisch, milit\u00e4risch und infrastrukturell unterlegen sind. So strebt China Kooperationen in Sicherheitsfragen mit zehn Inselstaaten im S\u00fcdpazifik an. Dabei sind schon die Salomonen, Vanuatu, Tonga, Fidschi und Kiribati in die Einflusssph\u00e4re Chinas geraten. Auch will China seine maritime Reichweite in den kommenden zehn Jahren in den Atlantik und Indik ausweiten und bem\u00fcht sich daher in Afrika um H\u00e4fen. So hat beispielsweise S\u00fcdafrika vor der K\u00fcste der Hafenstadt Durban und dem 180 Kilometer entfernten Richards Bay im Februar 2023 ein Seeman\u00f6ver mit China und Russland durchgef\u00fchrt. F\u00fcr das Jahr 2023 hat S\u00fcdafrika den Vorsitz der Brics-Gruppe (Brasilien, Russland, Indien, China und S\u00fcdafrika) \u00fcbernommen. Das chinesische Projekt der Neuen Seidenstra\u00dfe mit seinen weltweiten Direktinvestitionen in Infrastruktur, H\u00e4fen und Energienetze ist Machtpolitik. China kooperiert sogar mit den Taliban in Afghanistan bei der Erschlie\u00dfung der dortigen Erd\u00f6lvorkommen. Bis 2049 will sich China zur \u201eF\u00fchrungsnation unter den Industriem\u00e4chten\u201c aufschwingen und sich wirtschaftlich und machtpolitisch an die Weltspitze setzen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_28520\" aria-describedby=\"caption-attachment-28520\" style=\"width: 391px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-28520\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild-1-H-6-Bomber-ueber-Taiwan-Taiwan-Ministrry-of-Def.-300x197.jpg\" alt=\"Chinesischer Bomber vom Typ H-6 beim Man\u00f6ver um Taiwan, Foto: MoD Taiwan\" width=\"391\" height=\"257\" srcset=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild-1-H-6-Bomber-ueber-Taiwan-Taiwan-Ministrry-of-Def.-300x197.jpg 300w, \/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild-1-H-6-Bomber-ueber-Taiwan-Taiwan-Ministrry-of-Def.-1024x672.jpg 1024w, \/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild-1-H-6-Bomber-ueber-Taiwan-Taiwan-Ministrry-of-Def.-768x504.jpg 768w, \/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild-1-H-6-Bomber-ueber-Taiwan-Taiwan-Ministrry-of-Def.-1080x708.jpg 1080w, \/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild-1-H-6-Bomber-ueber-Taiwan-Taiwan-Ministrry-of-Def.-750x492.jpg 750w, \/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild-1-H-6-Bomber-ueber-Taiwan-Taiwan-Ministrry-of-Def.-1140x748.jpg 1140w, \/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild-1-H-6-Bomber-ueber-Taiwan-Taiwan-Ministrry-of-Def..jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 391px) 100vw, 391px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-28520\" class=\"wp-caption-text\">Chinesischer Bomber vom Typ H-6 beim Man\u00f6ver um Taiwan, Foto: MoD Taiwan<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Krisen- und Spannungsr\u00e4ume<\/strong><\/p>\n<p>China beansprucht die uneingeschr\u00e4nkte Souver\u00e4nit\u00e4t \u00fcber 85 Prozent des S\u00fcdchinesischen Meeres. Dort hat es Inselgruppen und vorgelagerte Riffe zu Milit\u00e4rst\u00fctzpunkten und \u201eunsinkbaren Flugzeugtr\u00e4gern\u201c ausgebaut und sich damit zugleich die Ressourcen (\u00d6l-, Gas- und Erzvorkommen sowie Fischerei) in den dortigen Ausschlie\u00dflichen Wirtschaftszonen gesichert. Die Proteste der Anliegerstaaten wurden ignoriert und die internationalen Gerichtsurteile, die Chinas Anspr\u00fcche als v\u00f6lkerrechtswidrig verurteilt haben, nicht anerkannt. Im Ostchinesischen Meer streitet China mit Japan um die Senkaku-Inselgruppen, die China als chinesisches Territorium vereinnahmen will. China ist wiederholt mit Patrouillenbooten und Kampfflugzeugen in die Gew\u00e4sser und den Luftraum um die Inseln eingedrungen, wurde aber stets von japanischen Marinekr\u00e4ften gestoppt.<\/p>\n<p>Die USA stemmen sich im S\u00fcdchinesischen Meer mit ihren regelm\u00e4\u00dfigen Freedom-of-Navigation-Operationen (Fonops), also mit der Nutzung des Rechts auf freie Durchfahrt gegen die Annexion der Inselgruppen vor. Dabei berufen sie sich auf das Seerechts\u00fcbereinkommen der Vereinten Nationen (United Nations Convention on the Law of the Sea, UNCLOS) aus dem Jahr 1982, das alle Nutzungsarten der Meere regeln soll. Das Abkommen haben 168 Staaten unterzeichnet und ratifiziert. Deutschland ist 1994 beigetreten, die EU, Russland und China 1996. Die USA, die T\u00fcrkei und Israel berufen sich zwar auf das Abkommen, haben es aber nicht ratifiziert, worauf China gern hinweist. Bei den Fonops kommt es immer wieder zu gef\u00e4hrlichen Zwischenf\u00e4llen mit chinesischen Kampfflugzeugen und Kriegsschiffen, die das Durchfahren oder \u00dcberfliegen der chinesischen \u201eHoheitsgew\u00e4sser\u201c um die besetzten Inselgruppen durch US-Einheiten verhindern wollen. Die Operationen haben sich inzwischen zu einem Ritual gegenseitiger Proteste entwickelt, die aber jederzeit milit\u00e4risch eskalieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Bedrohung durch Nordkorea<\/strong><\/p>\n<p>Zur Instabilit\u00e4t im asiatisch-pazifischen Raum tragen auch Nordkoreas provokative Raketen- und Nukleartests sowie Drohneneins\u00e4tze gegen S\u00fcdkorea bei. Insbesondere f\u00fcr S\u00fcdkorea, Japan und die USA stellen sie eine Bedrohung dar. Nordkorea baut sein ballistisches Raketenprogramm kontinuierlich aus, will die Zahl seiner Atomwaffen massiv steigern und f\u00fchrt regelm\u00e4\u00dfig Raketenstarts mit Interkontinentalraketen durch. Mehrmals haben die Testraketen Japan \u00fcberflogen. Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hat angek\u00fcndet, k\u00fcnftig \u00fcber die weltweit st\u00e4rkste Atomstreitmacht verf\u00fcgen zu wollen. Auch hat Nordkorea einen atomaren Pr\u00e4ventivschlag per Gesetz f\u00fcr zul\u00e4ssig erkl\u00e4rt. Das Friedensforschungsinstitut Sipri sch\u00e4tzt, dass Nordkorea bereits mehr als 20 fertige Nuklearsprengk\u00f6pfe besitzt. S\u00fcdkoreas Pr\u00e4sident hat angesichts der Bedrohungen verk\u00fcndet, die Raketenstarts w\u00fcrden die Sicherheitskooperation mit den USA und Japan nur st\u00e4rken und die gemeinsamen Milit\u00e4rman\u00f6ver in den Seegebieten um Korea intensivieren. Er hat sogar die M\u00f6glichkeit einer atomaren Bewaffnung angeregt: \u201eSollte die Bedrohung durch das nordkoreanische Atomwaffenprogramm gr\u00f6\u00dfer werden, k\u00f6nnten wir hier in S\u00fcdkorea taktische Atomwaffen [der USA] stationieren oder selber Nuklearwaffen besitzen.\u201c<\/p>\n<figure id=\"attachment_28519\" aria-describedby=\"caption-attachment-28519\" style=\"width: 446px\" class=\"wp-caption alignright\"><img decoding=\"async\" class=\" wp-image-28519\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild-2-Nimitz-im-Suedchin.-300x200.jpg\" alt=\"US-Flugzeugtr\u00e4ger USS Nimitzbeim Fonops-Einsatz im S\u00fcdchinesischen Meer, Foto: US Navy\" width=\"446\" height=\"297\" srcset=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild-2-Nimitz-im-Suedchin.-300x200.jpg 300w, \/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild-2-Nimitz-im-Suedchin.-768x512.jpg 768w, \/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild-2-Nimitz-im-Suedchin.-750x500.jpg 750w, \/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild-2-Nimitz-im-Suedchin..jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 446px) 100vw, 446px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-28519\" class=\"wp-caption-text\">US-Flugzeugtr\u00e4ger USS Nimitz\u00a0beim Fonops-Einsatz im S\u00fcdchinesischen Meer, Foto: US Navy<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Eskalationsrisiko Taiwan<\/strong><\/p>\n<p>China betrachtet die 130 Kilometer vor seiner K\u00fcste liegende Inselrepublik Taiwan mit ihren 24 Millionen Einwohnern nach dem Ein-China-Prinzip als abtr\u00fcnnige Provinz, die mit dem Festland vereinigt werden soll. Der chinesische Staatschef Xi Jinping hat die Vereinigung mit Taiwan zur Schicksalsfrage der chinesischen Nation erkl\u00e4rt und gedroht, bei einer Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung der Insel mit milit\u00e4rischen Mitteln zu reagieren. Er hat die USA vor einem \u201eSpiel mit dem Feuer\u201c gewarnt, sollten sie sich in die Taiwanpolitik einmischen. Die USA haben das Ein-China-Prinzip zwar anerkannt, betrachten den Status von Taiwan aber als \u201eunbestimmt\u201c und billigen keineswegs eine milit\u00e4rische L\u00f6sung. Vielmehr wollen sie Taiwan im Falle eines chinesischen Angriffs verteidigen. China aber setzt den Inselstaat politisch und milit\u00e4risch weiter unter Druck. Im August 2022 f\u00fchrte China rund um Taiwan ein Gro\u00dfman\u00f6ver mit See- und Luftstreitkr\u00e4ften durch, bei dem Blockade- und Invasionsoperationen gegen Taiwan simuliert durchgef\u00fchrt wurden. Dabei verschoss China f\u00fcnf ballistische Raketen \u00fcber Taiwan hinweg, die in der Ausschlie\u00dflichen Wirtschaftszone Japans landeten. Im Dezember 2022 hat China erneut ein See- und Luftman\u00f6ver vor Taiwan durchgef\u00fchrt, bei dem 47 chinesische Kampfflugzeuge und Bomber in dessen Luftverteidigungszone eindrangen. US-Pr\u00e4sident Joe Biden hat daraufhin erneut versichert, Taiwan im Falle eines chinesischen Angriffs zu verteidigen und weitere Milit\u00e4rhilfe f\u00fcr Sicherheitsaufgaben in H\u00f6he von 4,5 Milliarden Dollar in den kommenden f\u00fcnf Jahren angek\u00fcndigt. Bereits 2020 hatten die USA R\u00fcstungsg\u00fcter im Wert von 2,4 Milliarden Dollar an Taiwan geliefert.<br \/>\nAngesichts der chinesischen Drohungen und alarmiert durch den Angriffskrieg gegen die Ukraine hat sich Taiwans Regierung f\u00fcr den Ernstfall ger\u00fcstet. Taiwan hat einen rasanten Ausbau der R\u00fcstungs-industrie und die Beschaffung neuer Kriegsschiffe, U-Boote und Lenkwaffen eingeleitet und will die F\u00e4higkeit zur asymmetrischen Kriegsf\u00fchrung erlangen. Die Wehrpflicht wurde von 10 auf 16 Monate verl\u00e4ngert. Der Taiwankonflikt k\u00f6nnte durchaus auf eine m\u00f6gliche milit\u00e4rische Auseinandersetzung zwischen China und den USA hinauslaufen. Versch\u00e4rft wird das Krisenszenario durch Chinas Proteste gegen die regelm\u00e4\u00dfige Passage von US-Kriegsschiffen durch die Taiwanstra\u00dfe.<\/p>\n<p><strong>Allianzen gegen China<\/strong><\/p>\n<p>Die vier gro\u00dfen Demokratien der indopazifischen Region, Indien, USA, Australien und Japan, kooperieren eng miteinander, um Chinas Expansionsstreben zu kontern. Dazu haben sie sich zum maritimen Sicherheitsb\u00fcndnis Quadrilateral Security Dialogue (Quad) zusammengeschlossen, das die\u00a0vier L\u00e4nder auch als Wirtschaftspartnerschaft begreifen. Die Quad-Staaten wollen ein gemeinsames \u00dcberwachungssystem f\u00fcr den Schiffsverkehr im Indopazifik aufbauen, um illegalen Fischfang und maritime Milizen besser kontrollieren zu k\u00f6nnen. Dazu z\u00e4hlen insbesondere chinesische Fischereiboote, die als eine Art K\u00fcstenwache chinesische Territorialanspr\u00fcche im pazifischen Raum demonstrieren. Der Schwerpunkt des Viererbunds liegt auf der sicherheitspolitischen Zusammenarbeit. Dazu haben Vertreter erkl\u00e4rt: \u201eDer indopazifische Raum ist zug\u00e4nglich und dynamisch, unterliegt dem V\u00f6lkerrecht und grundlegenden Prinzipien wie der Freiheit der Schifffahrt und der friedlichen Beilegung von Streitigkeiten.\u201c Bereits 2021 haben Australien, Gro\u00dfbritannien und die USA die Verteidigungsallianz Aukus gegr\u00fcndet. Aukus sieht eine enge R\u00fcstungszusammenarbeit zwischen den drei L\u00e4ndern vor. Dazu geh\u00f6rt vor allem die R\u00fcstungskooperation f\u00fcr die Beschaffung von acht U-Booten mit Nuklearantrieb f\u00fcr die Marine Australiens. Auch wollen die drei Nationen in der Entwicklung und Beschaffung von Hyperschallwaffen und in der Elektronischen Kriegsf\u00fchrung zusammenarbeiten.<\/p>\n<figure id=\"attachment_28518\" aria-describedby=\"caption-attachment-28518\" style=\"width: 423px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img decoding=\"async\" class=\" wp-image-28518\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild-5-Chin-Manoever-vor-Taiwan-300x183.jpg\" alt=\"Chinesischer Flugzeugtr\u00e4gerverband beim Man\u00f6ver um Taiwan, Foto: MoD Taiwan\" width=\"423\" height=\"258\" srcset=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild-5-Chin-Manoever-vor-Taiwan-300x183.jpg 300w, \/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild-5-Chin-Manoever-vor-Taiwan-1024x624.jpg 1024w, \/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild-5-Chin-Manoever-vor-Taiwan-768x468.jpg 768w, \/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild-5-Chin-Manoever-vor-Taiwan-1080x658.jpg 1080w, \/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild-5-Chin-Manoever-vor-Taiwan-750x457.jpg 750w, \/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild-5-Chin-Manoever-vor-Taiwan-1140x694.jpg 1140w, \/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild-5-Chin-Manoever-vor-Taiwan.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 423px) 100vw, 423px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-28518\" class=\"wp-caption-text\">Chinesischer Flugzeugtr\u00e4gerverband beim Man\u00f6ver um Taiwan, Foto: MoD Taiwan<\/figcaption><\/figure>\n<p>2022 haben Australien und Japan das Reciprocal Access Agreement (RAA) vereinbart. Die bilaterale \u00dcbereinkunft ist neben einer R\u00fcstungskooperation vor allem auf eine milit\u00e4rische und sicherheits-politische Zusammenarbeit im indopazifischen Raum ausgerichtet. Im Januar 2023 hat Japan mit Gro\u00dfbritannien das Japan-UK Reciprocal Access Agreement verabschiedet, dem ebenfalls eine Sicherheits- und Verteidigungspartnerschaft zwischen beiden L\u00e4ndern zugrunde liegt. Zudem hat Japan eine neue nationale Sicherheitsstrategie erarbeitet, in der China als gr\u00f6\u00dfte strategische Herausforderung betrachtet wird. Angek\u00fcndigt ist darin eine Verdoppelung der Verteidigungsausgaben und eine Anhebung der Verteidigungsausgaben auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts bis 2027. Die Strategie sieht vor, F\u00e4higkeiten f\u00fcr Gegenschl\u00e4ge mit eigenen Raketen und US-Marschflugk\u00f6rpern zu entwickeln, die die chinesische K\u00fcste erreichen k\u00f6nnen, um dort feindliche Raketenstellungen auszuschalten. Auch haben Japan und die USA ihre traditionelle Verteidigungskooperation ausgeweitet. So wird die US-Truppenpr\u00e4senz auf Okinawa erh\u00f6ht. Dazu wollen die USA eine schnelle Eingreiftruppe mit 2000 Soldaten aufbauen, die auf See und in der Luft operieren kann. Auch haben Japan und Indien im Januar 2023 ihr erstes gemeinsames Man\u00f6ver mit See- und Luftstreitkr\u00e4ften durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong>Frankreichs Marinepr\u00e4senz<\/strong><\/p>\n<p>Auf einer Sicherheitskonferenz 2019 in Singapur hat Frankreich verk\u00fcndet, seine Marine werde k\u00fcnftig regelm\u00e4\u00dfig mit starken Schiffsverb\u00e4nden im Pazifik und insbesondere im S\u00fcdchinesischen Meer operieren, um der chinesischen maritimen Expansion entgegenzuwirken. Dabei wolle man mit den Marinen von Indien, Australien, Singapur, Malaysia, Vietnam, Thailand und den USA eng zusammenarbeiten. Tats\u00e4chlich zeigt Frankreich seitdem regelm\u00e4\u00dfig mit starken Marineverb\u00e4nden in der Region Pr\u00e4senz. \u201eFrankreich ist eine indopazifische Macht\u201c, hat Pr\u00e4sident Emmanuel Macron betont. Schlie\u00dflich besitzt Frankreich im indopazifischen Raum zahlreiche \u00dcberseegebiete wie Franz\u00f6sisch Polynesien, Neukaledonien, Wallis und Futuna sowie La R\u00e9union und Mayotte mit \u00fcber 1,7 Millionen Einwohnern und riesigen Ausschlie\u00dflichen Wirtschaftszonen. Dauerhaft hat Frankreich in Asien und Ozeanien \u00fcber 7000 Soldaten, 15 Kriegsschiffe und 38 Kampfflugzeuge stationiert. Derzeit operiert eine Flugzeugtr\u00e4gerkampfgruppe mit der CHARLES DE GAULLE gemeinsam mit der amerikanischen Marine im S\u00fcdchinesischen Meer.<\/p>\n<p><strong>Geopolitischer Wandel<\/strong><\/p>\n<p>Die steigenden Spannungen zwischen China, den USA und den Anrainerstaaten im indopazifischen Raum sind Ausdruck sich \u00e4ndernder geopolitischer Machtverh\u00e4ltnisse. Chinas aggressive Machtentfaltung und Flottenr\u00fcstung haben im asiatisch-pazifischen Raum eine beachtliche Aufr\u00fcstung provoziert. In den letzten Jahren war bei den s\u00fcdostasiatischen Staaten ein zunehmender Anstieg der R\u00fcstungsausgaben zu verzeichnen. Allein zwischen 2010 und 2020 sind die regionalen R\u00fcstungsausgaben um \u00fcber 50 Prozent gestiegen. Die Staaten in der Region haben erstmals mehr Geld f\u00fcr R\u00fcstung ausgegeben als alle NATO-Staaten Europas. Dabei investieren sie am st\u00e4rksten bei den Seestreitkr\u00e4ften. Beschafft werden U-Boote, Fregatten, Korvetten, Patrouillenboote sowie unbemannte \u00dcberwasser-, Unterwasser- und Luftfahrzeuge. Das Ringen um die Vorherrschaft im indopazifischen Raum hat ein maritimes Eskalationsrisiko erzeugt.<\/p>\n<p>Dieter Stockfisch<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Chinas Machtambitionen im pazifischen Raum werden immer st\u00e4rker. Die Vereinigten Staaten versuchen, gemeinsam mit ihren Verb\u00fcndeten dagegenzuhalten. Dabei steigt das Risiko eines bewaffneten Konflikts. W\u00e4hrend derzeit der Ukrainekrieg in Europa im Fokus der Berichterstattung steht, hat sich am anderen Ende der Welt, im s\u00fcdostasiatischen Raum, ein weiterer Krisen- und Spannungsraum entwickelt. 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