{"id":29345,"date":"2023-05-12T09:00:00","date_gmt":"2023-05-12T07:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/marineforum.online\/?p=29345"},"modified":"2023-05-12T09:10:16","modified_gmt":"2023-05-12T07:10:16","slug":"immh-treasures-of-monte-olivia-on-show-from-june","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/marineforum.online\/en\/immh-schaetze-der-monte-olivia-ab-juni-zu-sehen\/","title":{"rendered":"IMMH: \"Treasures of Monte Olivia\" on show from June."},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=\"1\" _builder_version=\"4.16\" global_colors_info=\"{}\"][et_pb_row _builder_version=\"4.16\" background_size=\"initial\" background_position=\"top_left\" background_repeat=\"repeat\" global_colors_info=\"{}\"][et_pb_column type=\"4_4\" _builder_version=\"4.16\" custom_padding=\"|||\" global_colors_info=\"{}\" custom_padding__hover=\"|||\"][et_pb_text _builder_version=\"4.19.5\" background_size=\"initial\" background_position=\"top_left\" background_repeat=\"repeat\" hover_enabled=\"0\" global_colors_info=\"{}\" sticky_enabled=\"0\"]<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Das Internationale Maritime Museum Hamburg (IMMH) macht ab dem 1. Juni 2023 die \"versunkenen Sch\u00e4tze der Monte Olivia\" \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich.<\/span><\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Die \u201eMonte Olivia\u201c<\/span><\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Das 160 Meter lange Schiff lief am 28. Oktober 1924 bei Blohm&amp;Voss vom Stapel und wurde 1925 durch die Hamburg-S\u00fcdamerikanische Dampfschifffahrts-Gesellschaft (HSDG), kurz Hamburg S\u00fcd, als Passagierschiff f\u00fcr 2.500 Passagiere auf Kreuzfahrten in Dienst gestellt. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Nach Kriegsausbruch aus dem brasilianischen Santos heimkehrend, gelang der \u201eMonte Olivia\u201c im Oktober 1939 der Blockadedurchbruch nach Hamburg. Im selben Jahr wurden alle deutschen Schiffe von der Kriegsmarine erfasst und zu verschiedenen Zwecken als Transporter, Hilfskriegsschiff, Wohnschiff, etc. herangezogen. Die \u201eMonte Olivia\u201c wurde zun\u00e4chst als Wohnschiff f\u00fcr die Kriegsmarine und ab 1945 als Lazarettschiff eingesetzt. Nach Bombentreffern, die neben dem Schiff niedergingen und die Bordwand aufrissen, kenterte sie am 3. April 1945 im Kieler Scheerhafen. Die Besatzung befand sich zum Zeitpunkt des Angriffs in einem Luftschutzbunker. Sie wurde 1946 gehoben und verschrottet.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Ein normaler Tauchgang ...<\/span><\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Am 30. August 2022 machen sich Taucher der Forschungstauchervereinigung Scientific Diving Association (SDA) mit Unterst\u00fctzung durch One Earth - One Ocean (OEOO) auf, um der Meldung eines Anglers nachzugehen. Dieser berichtete, dass er stets an derselben Stelle im Kieler Hafen mit seinen Angelhaken h\u00e4ngen bleibt. Ein Indiz auf ein potentiell verlorenes Netz, denn seit sieben Jahren arbeiten SDA und OEOO zusammen, um ehrenamtlich an bis zu 50 Tagen im Jahr verlorene Fischernetze zu suchen und zu bergen.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">... mit \u00dcberraschung<\/span><\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Nach einer knappen Stunde geben die Taucher das Signal zum Auftauchen. Sie haben die H\u00e4nde voll, aber es sind keine Netze, sondern Gegenst\u00e4nde aus Metall. \u201eEin Netz haben wir nicht finden k\u00f6nnen, aber der ganze Ostseegrund liegt hier voll mit Schrott\u201c!<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Dem Einsatzleiter, einem erfahrenen Forschungs- und Wracktaucher und Pr\u00e4sident der SDA fallen auf den ersten Blick die Stempel auf den Gegenst\u00e4nden auf. Es handelt sich um die Insignien HSDG. Dieses kennt er bereits vom Schiffswrack der \u201eCap Arcona\u201c, ebenfalls Hamburg S\u00fcd. Dieser Stempel befand sich bekanntlich nur auf wertvollem Silbergeschirr und Besteck.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Die Taucher best\u00e4tigten noch einmal, dass es sich um einen gr\u00f6\u00dferen Bereich voller Metallteile handelt und sich darunter auch Gie\u00dfkannen bef\u00e4nden. Diese Gie\u00dfkannen stellten sich sp\u00e4ter als silberne Karaffen f\u00fcr Kaffee und Tee heraus.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Silber im Hafenbecken<\/span><\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Doch wie kam das vermeintliche Silber auf den Grund der Ostsee? Recherchen ergaben, dass genau an dieser Stelle die \u201eMonte Olivia\u201c gekentert ist. Beim Bergen des Schiffes ging wohl ein Gro\u00dfteil der sich im Schiff befindlichen Ausstattung und Ladung \u00fcber Bord.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Nach der Kontaktaufnahme mit dem Arch\u00e4ologischen Landesamtes (ALSH) in Schleswig erhielt die SDA relativ schnell eine Genehmigung f\u00fcr weitere Prospektionen, denn wer ohne Nachforschungsgenehmigung gr\u00e4bt oder pl\u00fcndert, begeht eine Straftat.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Genauso wichtig war das Einbeziehen der Wasserschutzpolizei und des Hafenamtes, da bei Bekanntwerden des Fundes mit Pl\u00fcnderungen zu rechnen war.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Mitte Oktober tauchte das Team gezielt am Ort der Untergangsstelle und konnte rund 30 Gegenst\u00e4nde aus Silber bergen. Es wurde schnell klar, dass hunderte Gegenst\u00e4nde aus Silber und weitere Funde auf dem Meeresgrund lagen. Kurios war auch der Fund eines Motorrads aus dem zweiten Weltkrieg.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Seit November 2022 leisteten die Forschungstaucher der SDA in nahezu jeder Woche weitere Eins\u00e4tze, um m\u00f6glichst viele Gegenst\u00e4nde zu bergen. Dabei waren gerade im Winter die Einsatzbedingungen mit 4 Grad Wassertemperatur mit Schnee und Eisregen nicht immer angenehm. Viele der Funde waren durch Schraubenbewegungen gro\u00dfer anlegender Schiffe tief in die Sedimente gedr\u00fcckt worden und mussten regelrecht aus dem Faulschlamm frei gelegt werden. Eine fr\u00fche Braunalgenbl\u00fcte behinderte im Fr\u00fchjahr die Sicht, so dass die St\u00fccke nahezu blind ertastet wurden. Bis zum 3. Mai 2023 waren in mehr als 20 Tauchg\u00e4ngen dann fast 300 Gegenst\u00e4nde - meist Tafelsilber - geborgen.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wohin mit den \u201eversunkenen Sch\u00e4tzen\u201c?<\/span><\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Auch wenn einzelne Gegenst\u00e4nde aus der Vergangenheit der Hamburg S\u00fcd im Internet teilweise hoch gehandelt werden, eine kommerzielle Vermarktung der Objekte lag nicht im Interesse der ehrenamtlich arbeitenden SDA - dieser einmalige Schatz sollte \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich sein! Da sich schon viele wichtige Artefakte und Archivalien der Hamburg S\u00fcd im IMMH befinden, war schon bei einem ersten Treffen des SDA-Pr\u00e4sidenten mit dem Vorstand des IMMH klar, dass die Funde nach der Freigabe im Internationalen Maritimen Museum Hamburg ausgestellt werden.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_gallery gallery_ids=\"29350,29351,29348,29347,29352\" posts_number=\"5\" _builder_version=\"4.19.5\" _module_preset=\"default\" global_colors_info=\"{}\"][\/et_pb_gallery][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=\"1\" _builder_version=\"4.16\" global_colors_info=\"{}\"][et_pb_row _builder_version=\"4.16\" background_size=\"initial\" background_position=\"top_left\" background_repeat=\"repeat\" global_colors_info=\"{}\"][et_pb_column type=\"4_4\" _builder_version=\"4.16\" custom_padding=\"|||\" global_colors_info=\"{}\" custom_padding__hover=\"|||\"][et_pb_text _builder_version=\"4.19.5\" background_size=\"initial\" background_position=\"top_left\" background_repeat=\"repeat\" hover_enabled=\"0\" global_colors_info=\"{}\" sticky_enabled=\"0\"] Das Internationale Maritime Museum Hamburg (IMMH) macht ab dem 1. 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