{"id":4064,"date":"2020-11-25T12:18:06","date_gmt":"2020-11-25T11:18:06","guid":{"rendered":"http:\/\/marineforum.online\/?p=4064"},"modified":"2020-12-14T12:39:33","modified_gmt":"2020-12-14T11:39:33","slug":"france-gives-the-germans-a-deja-vu-in-australia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/marineforum.online\/en\/frankreich-bereitet-den-deutschen-in-australien-ein-deja-vu\/","title":{"rendered":"France gives the Germans d\u00e9j\u00e0 vu in Australia"},"content":{"rendered":"<h2>Der Zuschlag f\u00fcr das 37 Mrd. Euro U-Bootprojekt ging an DCNS<\/h2>\n<p><strong>\u201eDCNS aus Frankreich wurde als unser bevorzugter internationaler Partner f\u00fcr den Entwurf von 12 zuk\u00fcnftigen U-Booten ausgew\u00e4hlt; die kommerziellen Bedingungen sind Gegenstand weiterer Diskussionen.\u201c Gute Nachrichten auch f\u00fcr die strukturschwache Region, die Australiens Premierminister Malcolm Turnbull da am 26. April vor der Kulisse der s\u00fcdaustralischen Werft ASC in Adelaide verk\u00fcndete, bittere Pillen aber f\u00fcr die deutschen und japanischen Wettbewerber. Kurz vor den f\u00fcr 2. Juli angesetzten Parlamentswahlen konnte der Premier versprechen, dass \u201ediese Investition in H\u00f6he von 50 Mrd. [australischen] Dollar 1.100 australische Arbeitspl\u00e4tze direkt und weitere 1.700 australische Jobs in der Versorgungskette generiert.\u201c Fast 30 Jahre nach dem Verlust des COLLINS-Projekts f\u00fcr HDW an die Schweden hat das Unternehmen als tkMS nun erneut eine Niederlage zu verkraften.<\/strong><\/p>\n<p>Woran hat es gelegen, aus welchen Gr\u00fcnden knallten in Cherbourg die Champagnerkorken, warum ist in Kiel und Kobe Wunden lecken angesagt? Im MarineForum Heft 5-2016 stellte der deutsch-australische Autor Hans Ohff in seinem Sachstandsbericht die entscheidende Frage: \u201eWas will Australien?\u201c und deutete mit seiner pers\u00f6nlichen Antwort gleichzeitig die vordergr\u00fcndigen Vorz\u00fcge der drei Wettbewerber an: \u201eExklusiver Zugang zu japanischer Technologie, von globaler deutscher U-Boot-Erfahrung profitieren oder lieber mit den Franzosen gehen, die der Royal Australian Navy (RAN) in der Zukunft den Weg zu nuklear getriebenen U-Booten er\u00f6ffnen m\u00f6chten.\u201c Hat Turnbull mit der Regierungsentscheidung die Antwort auf die dritte Frage gegeben? Existierte tats\u00e4chlich eine nukleare \u201ehidden agenda\u201c? Verteidigungsministerin Marise Payne bestreitet das vehement.<\/p>\n<h3>In Kiel, Cherbourg und Kobe entstanden die ehrgeizigsten U-Boot-Entw\u00fcrfe aller Zeiten<\/h3>\n<p>Die drei am 20. Februar letzten Jahres bekannt gegebenen Wettbewerber im \u201eCompetitive Evaluation Process\u201c (CEP) genannten Auswahlverfahren, tkMS, DCNS und japanische Regierung (mit den Werften Mitsubishi und Kawasaki Heavy Industries, MHI\/KHI) arbeiteten schon seit langer Zeit an ihren australischen U-Boot-Entw\u00fcrfen. Unter Verweis auf meinen Beitrag im MarineForum 6-2015 erspare ich mir hier die technischen Einzelheiten zu dem aus Frankreichs nuklearem BARRACUDA hervorgegangenen SHORTFIN BARRACUDA (DCNS), dem Neuentwurf Typ 216 (tkMS) und dem aus Japans SORYU weiterentwickelten GORYU.<\/p>\n<p>Das CEP-Team wurde in Doppelspitze von einem aktiven australischen und einem pensionierten amerikanischen Konteradmiral gef\u00fchrt. Zur Beaufsichtigung des CEP hatte die australische Regierung ein \u201eExpert Advisory Panel\u201c unter F\u00fchrung eines ehemaligen amerikanischen Marineministers eingerichtet; zwei weitere US-Admirale im Ruhestand berieten das CEP-Team. Die beiden europ\u00e4ischen Konkurrenten gr\u00fcndeten australische Tochterunternehmen (tkMS-A, DCNS-A) und beriefen als deren Chairman bzw. CEO zwei v\u00f6llig unterschiedliche einheimische Pers\u00f6nlichkeiten: Die Deutschen einen erfahrenen Industriemanager, der schon bei der Leitung des erfolgreich verlaufenen ANZAC-Fregattenprojekts mit dem deutschen Lizenzgeber B+V zusammengearbeitet und sich dabei im australischen Marineschiffbau einen Namen gemacht hatte; die Franzosen einen zuletzt als B\u00fcroleiter des australischen Verteidigungsministers t\u00e4tig gewesenen, im Amtsbereich ausgezeichnet vernetzten ehemaligen U-Boot-Offizier. Die Japaner, bei denen die Regierungsseite direkt als Wettbewerber auftrat, waren offensichtlich noch bis Fr\u00fchjahr 2016 \u00fcberzeugt, vorerst ohne Projektb\u00fcro in Australien auszukommen, und z\u00e4hlten auf entsprechendes Engagement ihres Botschafters in Canberra. Sie schienen darauf zu vertrauen, dass Premierminister Tony Abbotts Handschlag mit seinem Kollegen Shinzo Abe den U-Boot-Auftrag so gut wie besiegelt habe.<\/p>\n<p>Die Wettbewerber erkannten im Verlauf des CEP immer deutlicher, f\u00fcr wie wichtig aus besch\u00e4ftigungspolitischen Gr\u00fcnden ein kompletter Bau des gesamten \u201eFuture Submarine Program\u201c (FSP) im Lande gehalten wird, obwohl ausdr\u00fccklich auch die Vorlage der Optionen \u201eBau in \u00dcbersee\u201c und \u201ehybrid build\u201c (erste Boote in \u00dcbersee) verlangt war. Als erster hatte sich tkMS bereits im Oktober 2014 dazu bekannt, das gesamte Programm bei der Werft ASC zu bauen, und erkl\u00e4rt, dies sei zu einem Festpreis von 20 Mrd. AUD m\u00f6glich. Der Chairman von tkMS-A machte sich diese Position zu eigen und verteidigte in einer Senatsanh\u00f6rung den Standpunkt, die Boote k\u00f6nnten in Australien zum selben Preis und in der gleichen Zeit gebaut werden wie in Kiel. Auch wolle man die Werft ASC kaufen und modernisieren und plane, sie zum Service-Zentrum f\u00fcr tkMS-U-Boote der ganzen Asien-Pazifik-Region auszubauen. Anfang September best\u00e4tigte der Vorstandsvorsitzende von tkMS bei seinem Besuch in Australien erneut den Festpreis von 20 Mrd. AUD f\u00fcr 12 Boote und versicherte, dass tkMS \u00fcber 70 % davon im Lande ausgeben w\u00fcrde. Der \u201eDaily Telegraph\u201c zitierte ihn mit der Aussage \u201e... eine Gruppe wie die unsere hat tiefe Taschen und wenn wir etwas versprechen m\u00fcssen wir auch liefern\u201c.<br \/>\nAnders taktierten die Franzosen; sie bekannten sich erst ab Juli 2015 zu einem vollst\u00e4ndigen Bau im Lande und vertraten offen die Auffassung, dass die effizienteste Variante der \u201ehybrid build\u201c sei, mit entsprechender Ausbildung des australischen Personals w\u00e4hrend des Baus von bis zu zwei Booten in Frankreich. Kostenvorstellungen wurden nur vage und zur\u00fcckhaltend preisgegeben. Im Nikkei-Interview betonte der CEO von DCNS-A, dass seine Firma f\u00fcr das FSP die beste Technologie einsetzen werde, die Frankreich besitze. Frankreichs eigene U-Boote seien \u00e4u\u00dferst leistungsf\u00e4hig und ihre Stealth-Signaturen einzigartig. Diese Technologie sei noch nie mit anderen geteilt worden. Dies sei nur m\u00f6glich, weil die franz\u00f6sische Regierung das australische FSP zu einem strategischen Programm erkl\u00e4rt habe. Ja, man werde zum Festpreis anbieten, sei aber derzeit noch nicht in der Lage, verbindliche Zusagen zu treffen.<\/p>\n<p>Die Japaner, die \u00fcberhaupt erst 2014 die gesetzm\u00e4\u00dfigen Voraussetzungen zum Waffenexport geschaffen hatten, hielten sich mit Versprechungen zur\u00fcck. Bei einer mit \u201esubmarine summit\u201c bezeichneten Konferenz in Adelaide im M\u00e4rz 2015 nahmen weder Repr\u00e4sentanten der beiden Bauwerften noch der Regierungsseite teil, lediglich zwei Vizeadmirale a.D. hielten Vortr\u00e4gen und gaben Interviews. Anfang Mai 2015 erst bewilligte Verteidigungsminister Nakatani die Teilnahme am CEP, bekr\u00e4ftigte Japans Absicht zur strategischen Partnerschaft mit Australien und kurz darauf gab der Nationale Sicherheitsrat gr\u00fcnes Licht zur Freigabe von Geheiminformationen im Rahmen des CEP.<\/p>\n<figure id=\"attachment_4067\" aria-describedby=\"caption-attachment-4067\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-4067\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/image002-300x197.jpg\" alt=\"Verteidigungsminister Andrews besucht Japan\" width=\"300\" height=\"197\" srcset=\"\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/image002-300x197.jpg 300w, \/wp-content\/uploads\/2020\/11\/image002.jpg 453w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4067\" class=\"wp-caption-text\">Verteidigungsminister Andrews besucht Japan (Bild: JMOD)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Im April 2015 flog Abbotts Verteidigungsminister Andrews in Begleitung von Marineexperten und Journalisten nach Deutschland und Frankreich, um dort seine Ministerkollegen von der Leyen und Le Drian zu treffen und die Bauwerften zu besichtigen. In den Zeitungen war zu lesen, dass sich Andrews mehrere Stunden auf der Kieler Werft aufgehalten, dort erfahren habe, dass tkMS in 50 Jahren 161 <strong>U-Boote<\/strong> f\u00fcr 20 Marinen gebaut habe und bei einem Hubschrauber-Rundflug \u00fcber das Werftgel\u00e4nde h\u00e4tten ihn 9 Boote in unterschiedlichen Bau- oder Reparaturzust\u00e4nden beeindruckt. Die klare Botschaft sei bei ihm angekommen: Deutschland ist eine Industriemacht und <strong>U-Boote<\/strong> ihre Spezialit\u00e4t.<\/p>\n<p>Die Franzosen pr\u00e4sentierten die traditionsreiche DCNS-Werft in Cherbourg, lie\u00dfen wissen, dass dort bis heute \u00fcber 100 <strong>U-Boote<\/strong> gebaut worden seien, und wurden nicht m\u00fcde zu betonen, dass U-Boot-Technologie, gerade aufgrund ihrer Bedeutung f\u00fcr die nukleare Abschreckung, zu den bestgeh\u00fcteten Staatsgeheimnissen z\u00e4hle, die man mit keinem Land au\u00dfer jetzt Australien bereit sei zu teilen. \u00dcber Andrews' Eindr\u00fccke war zu lesen, es sei \u201egigantisch\u201c gewesen. Kein Wunder, die volle Auslastung der Werft mit den Aktivit\u00e4ten zum Serienbau der 6 \u00fcber 5.000 t verdr\u00e4ngenden nuklear getriebenen Boote des Typs BARRACUDA zu sehen gibt einen Vorgeschmack auf das, was Australien mit seinem 12 fast ebenso gro\u00dfe Boote umfassenden FSP beabsichtigt: \u201eThink big\u201c.<\/p>\n<p>Obwohl bei Andrews' Besuch in Japan Anfang Juni 2015 es angesichts pazifistischer Widerst\u00e4nde im Land unausgesprochen blieb, dass ein japanischer U-Boot-Entwurf in Diensten der RAN von Tokyo als bedeutender Baustein f\u00fcr eine zuk\u00fcnftige US-japanisch-australische Dreierallianz gesehen wird, nahm Andrews zweifellos diese Schlussfolgerung mit nach Hause. Nat\u00fcrlich verstanden es auch die beiden Werften MHI und KHI in Kobe, den Minister mit ihrem Potenzial zu beeindrucken. Ein Licht auf ihren Novizenstatus im R\u00fcstungsexport warfen die Japaner mit offensichtlich unkoordinierten Interviews ausgerechnet w\u00e4hrend des Besuchs: Ein pensionierter Vizeadmiral soll gegen\u00fcber den australischen \u201eABC-News\u201c ge\u00e4u\u00dfert haben, dass der Mangel an bef\u00e4higten Schwei\u00dfern in Adelaide die erfolgreiche Verarbeitung des extrem hochfesten Stahls f\u00fcr <strong>japanische U-Boote<\/strong> erschweren k\u00f6nnte. Zwei Stabsoffiziere waren \u00fcberzeugt, dass es weltweit keine besseren nichtnuklearen <strong>U-Boote<\/strong> als die japanischen g\u00e4be. \u201eWir bef\u00fcrchten eine Proliferation nach China, wenn unser Wissen einmal in australischen H\u00e4nden ist\u201c, hie\u00df es im selben Blatt. Mit den Meldungen wurden japanische offizielle Beteuerungen konterkariert, man habe die Option \u201eBau im Lande\u201c fest im Blick.<\/p>\n<p>Hartn\u00e4ckig hatte sich der Verdacht eines \u201eCaptain's Pick\u201c in den meisten australischen Medien festgesetzt, d.h. eines bereits seit 2014 zwischen Abbott und Abe abgesprochenen Zuschlags f\u00fcr Japan. Zur Erinnerung: Abbotts Ausrufung des CEP sollte den Ger\u00fcchten einer abgekarteten \u201eOption J\u201c die Grundlage nehmen und nichts weiter erm\u00f6glichen, als das \u201eBeste f\u00fcr Australien\u201c. Noch Ende August 2015 verhielt sich eine japanische Industriedelegation in Adelaide zugekn\u00f6pft und ungeschickt hinsichtlich Fragen nach Kooperationsm\u00f6glichkeiten mit der \u201elokalen Versorgungskette\u201c, d.h. der Einbindung australischer Firmen, sollte der Zuschlag an Japan gehen. Mit dem 15. September 2015 war der Captain's Pick dann pl\u00f6tzlich vom Tisch, als Malcolm Turnbull in einem parteiinternen Coup Tony Abbott abl\u00f6ste und neuer Premierminister wurde. Turnbulls Amts\u00fcbernahme versprach auch Ungemach f\u00fcr den japanischen Wettbewerber, weil dem Premier eine gewisse Chinan\u00e4he nachgesagt wird, und m\u00f6glicherweise R\u00fcckenwind f\u00fcr den deutschen \u2013 seine Ehefrau war zu dem Zeitpunkt Ehrenpr\u00e4sidentin der deutsch-australischen Industrie- und Handelskammer. Am 21. September ernannte Turnbull die Senatorin Marise Payne zum ersten weiblichen Verteidigungsminister des Landes.<\/p>\n<h3>Der Propagandakrieg<\/h3>\n<p>Kaum hatten mit Ablauf des 30. November 2015 die drei Wettbewerber ihre Entw\u00fcrfe fristgerecht eingereicht, entbrannten Aktivit\u00e4ten, die am besten mit \u201ePropagandakrieg Jeder gegen Jeden\u201c bezeichnet werden k\u00f6nnen. Vermutlich im Sold der jeweiligen Wettbewerber stehende Journalisten sorgten t\u00e4glich in mehreren Bl\u00e4ttern und Blogs f\u00fcr neue Spekulationen und Analysen, f\u00fcr Unterstellungen technischer Defizite gegnerischer Entw\u00fcrfe, f\u00fcr politisch-strategische Hypothesen, f\u00fcr Diffamierung von Personen, f\u00fcr an Xenophobie grenzende anti-japanische Ver\u00f6ffentlichungen und f\u00fcr Konspirationstheorien in Bezug auf chinesische und vor allem amerikanische Einflussnahme.<\/p>\n<p>Im Februar 2016 machte der CEO von DCNS-A mit einer Ver\u00f6ffentlichung auf sich aufmerksam, in der er von einer strategischen Partnerschaft beider L\u00e4nder schrieb. Frankreich sei eine \u201ecomplete submarine power\u201c hie\u00df es darin, die einerseits im selben Club wie die USA und Gro\u00dfbritannien spiele, weil es selbst nur noch \u00fcber nuklear angetriebene <strong>U-Boote<\/strong> verf\u00fcge, andererseits aber auch konventionellen Antrieb beherrsche. Mit Frankreich werde Australien diesem Club beitreten und regional \u00fcberlegene F\u00e4higkeiten erlangen, mit Zugang zu Technologien, die sich von nuklearen Raketen- und Angriffs-U-Booten herleiten. Bestes technisches Beispiel sei die exklusiv im Rahmen des SHORTFIN BARRACUDA-Designs Australien verf\u00fcgbar zu machende Pumpstrahl-Antriebstechnologie, wie sie nur die drei genannten Clubmitglieder bes\u00e4\u00dfen. DCNS schlage vor, von Beginn des FSP an Exzellenz-Zentren in Australien aufzubauen, die eingebettet werden in das franz\u00f6sische, bis 2080 geplante Entwicklungsprogramm f\u00fcr Wissenschaft, Ausbildung und Forschung.<\/p>\n<p>Die Deutschen, nicht Mitglied in diesem exklusiven Club, reagierten mit technischen Klarstellungen und zeigten auf, dass Pumpstrahlantriebe ungeeignet seien f\u00fcr das Niedriggeschwindigkeitsspektrum, in dem sich nichtnukleare <strong>U-Boote<\/strong> die meiste Zeit bewegten. Dagegen habe man einen Leichtgewichtspropeller entwickelt, der aus Komposit-Kohlefaser bestehe und auf der 212A-Klasse bereits im Einsatz erprobt werde. Mitte M\u00e4rz trat der tkMS-Vorstandsvorsitzende zusammen mit dem Deutschen Botschafter im Internationalen Presseclub in Canberra auf und stellte u.a. in Aussicht, dass seine Firma im Falle des Zuschlags in Adelaide das \u201edigital shipyard\u201c-Konzept einf\u00fchren und die Vorteile der deutschen Transformation zu \u201eIndustrie 4.0\u201c zum Tragen bringen werde, was nichts weniger bedeute als die n\u00e4chste Phase der Industriellen Revolution. Dar\u00fcber hinaus werde man das bereits bestehende Tochterunternehmen substanziell zu einem Exzellenz-Zentrum f\u00fcr Schiffbau erweitern, das die RAN langfristig nicht nur im Bereich <strong>U-Boote<\/strong>, sondern auch anderweitig unterst\u00fctzen k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Trotz der Abl\u00f6sung des japanaffinen Abbott durch Turnbull blieb der japanische Wettbewerber zun\u00e4chst Favorit in den Medien \u2013 nun nicht mehr aufgrund des mutma\u00dflichen Deals zwischen den Regierungschefs, sondern wegen des strategischen Interesses der USA an einer zuk\u00fcnftigen Dreierallianz. In der \u201eFinancial Times\u201c hie\u00df es, sowohl die Franzosen wie auch die Deutschen seien gegen\u00fcber dem japanischen Entwurf ins Hintertreffen geraten, Erstere aufgrund von Sicherheitsbedenken der USA, Letztere, weil sie noch nie ein derart gro\u00dfes U-Boot gebaut h\u00e4tten. Offizielle Verlautbarungen aus Washington bekr\u00e4ftigten indes die Neutralit\u00e4t der USA im FSP und dementierten Mutma\u00dfungen, dass die Integration des f\u00fcr das FSP gesetzten F\u00fchrungs- und Waffeneinsatzsystems nur auf einem japanischen Boot genehmigt w\u00fcrde. Daf\u00fcr machten jedoch \u00c4u\u00dferungen eines US-Admirals Schlagzeilen, wonach die Japaner derzeit eindeutig die Technologief\u00fchrerschaft bei konventionellen <strong>U-Booten<\/strong> bes\u00e4\u00dfen. Ein anonymes australisches Autorenteam rechnete daraufhin Anfang April im \u201eAustralian Defence Reporter\u201c mit allen pro-japanischen Mythen ab. Japan habe gar keine hoch entwickelte U-Boot-Technologie, im Gegenteil, SORYU sei sogar COLLINS in den meisten Feldern unterlegen.<\/p>\n<p>Dann war unter Berufung auf \u201etwo people familiar with the matter\u201c am 20. April im \u201eWallstreet Journal\u201c pl\u00f6tzlich vom Ausscheiden Japans aus dem Wettbewerb zu lesen, weil die japanische L\u00f6sung vor dem Hintergrund mangelnder Erfahrung im Marineschiffbau in \u00dcbersee als zu risikobehaftet beurteilt worden sei. Die deutsche Firma sei h\u00f6chstwahrscheinlich als Spitzenreiter hervorgegangen. Dass am 13. April bereits die Gattin des Premiers von ihrer Ehrenpr\u00e4sidentschaft bei der deutsch-australischen Industrie- und Handelskammer zur\u00fcckgetreten war, glaubten die Deutschen folglich als Indikation zu ihren Gunsten werten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3>Mutma\u00dfungen um Gr\u00fcnde, Fehler, Einfl\u00fcsse<\/h3>\n<p>Zwei Tage fr\u00fcher als die Ger\u00fcchtek\u00fcche es verbreitet hatte, am 26. April, verk\u00fcndete Premierminister Turnbull den Zuschlag an DCNS. Das lag keinesfalls nur an dem Druck, der durch die Leckage \u00fcber das Ausscheiden der Japaner aufgebaut worden war. Es war auch deshalb Eile geboten, weil der Regierungschef am 11. Mai beabsichtigte, beide H\u00e4user des Parlaments aufzul\u00f6sen, um f\u00fcr den 2. Juli Bundeswahlen auszurufen. Da die Regierung w\u00e4hrend der Wahlkampfperiode keine Haushaltsbeschl\u00fcsse mehr verabschieden kann, war die vorgezogene Bekanntgabe, 12 neue <strong>U-Boote<\/strong> in Adelaide bauen zu wollen, ein willkommenes 50-Milliarden-Dollar-Wahlversprechen, das mehrere tausend neue Arbeitspl\u00e4tze in S\u00fcdaustralien zusichert.<\/p>\n<figure id=\"attachment_4066\" aria-describedby=\"caption-attachment-4066\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-4066\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/image001-300x130.jpg\" alt=\"Premierminister Turnbull und Verteidigungsministerin Payne verk\u00fcnden das Ergebnis\" width=\"300\" height=\"130\" srcset=\"\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/image001-300x130.jpg 300w, \/wp-content\/uploads\/2020\/11\/image001.jpg 635w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4066\" class=\"wp-caption-text\">Premierminister Turnbull und Verteidigungsministerin Payne verk\u00fcnden das Ergebnis (Bild: malcolmturnbull.com)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Japaner sollen verloren haben, weil man in ihrer Unerfahrenheit im R\u00fcstungsexport ein zu gro\u00dfes Risiko sah. Die zwar inoffizielle, aber von einflussreichen Personen subtil lancierte Unterst\u00fctzung der USA schien ihnen nicht geholfen zu haben, vielleicht war sie eher kontraproduktiv, denn nichts kr\u00e4nkt die Australier mehr als Anspielungen in Richtung \u201e51. Staat der USA\u201c. Es ist auff\u00e4llig, dass Turnbull bei seiner Ergebnisbekanntgabe ausdr\u00fccklich und namentlich die drei ehemaligen US-Admirale und den Ex-US-Marineminister als verantwortliche Beteiligte im CEP erw\u00e4hnte, so als wollte er sagen: \u201eSeht, wie unabh\u00e4ngig wir uns trotzdem entschieden haben\u201c. Widerst\u00e4nde gegen den Export von japanischer Amtsseite und Industrie seien un\u00fcberh\u00f6rbar gewesen, Tokyos Repr\u00e4sentanten h\u00e4tten nur m\u00e4\u00dfig \u00fcberzeugt, das Zugest\u00e4ndnis an einen kompletten Bau im Lande sei zu sp\u00e4t gekommen, und schlie\u00dflich sei an den propagandistisch verbreiteten technischen Defiziten vermutlich doch etwas Wahres \u2013 so lassen sich die Analysen in den Medien zusammenfassen. Zwar gab es in japanischen Medien Vermutungen, dass die U-Boot-Entscheidung mit einem Kotau des Chinafreundes Turnbull in Richtung Peking zu tun haben k\u00f6nnte, die Frage, ob Tokyo nun seine Beziehungen mit Canberra \u00fcberdenken werde, beantwortete ein japanischer Analyst jedoch mit der Feststellung, dass eine vertiefte Sicherheitspartnerschaft mit Australien nicht nur weiterhin in Japans Interesse sei, sondern dass strategisch gesehen Japan Australien mehr brauche als umgekehrt.<\/p>\n<p>Warum verloren die Deutschen? Man h\u00f6rt in Australien, dass DCNS sowohl die RAN als auch die amerikanischen Gutachter im CEP-Team von den Vorteilen des Pumpstrahl-Antriebs \u00fcberzeugt habe. Der franz\u00f6sische Entwurf soll gegen\u00fcber Typ 216 \u00fcber den gesamten Geschwindigkeitsbereich als der leisere bewertet worden sein und \u00fcber erheblich leistungsf\u00e4higere Sonarsysteme verf\u00fcgen. Au\u00dferdem h\u00e4tten die Deutschen mit ihrem \u201edigital shipyard\u201c-Konzept die Zweifel an einem erfolgreichen \u201eup-scaling\u201c von den bisher maximal gebauten 2.400 auf \u00fcber 4.000 t nicht aus dem Weg r\u00e4umen k\u00f6nnen. Dar\u00fcber hinaus habe der geschickte Schachzug \u00fcberzeugt, dass DCNS das CEP-Angebot weitgehend in seinem Canberra-B\u00fcro erarbeitete \u2013 und nicht wie tkMS im Mutterhaus.<\/p>\n<p>Festzuhalten bleibt, dass die Medienkampagne aufwendig und die politische Unterst\u00fctzung f\u00fcr deutsche Verh\u00e4ltnisse ungew\u00f6hnlich engagiert war \u2013 von der Bundeskanzlerin \u00fcber die Verteidigungsministerin und die Staatssekret\u00e4re bis hin zur Referatsebene. Dar\u00fcber hinaus hat der Inspekteur der Marine in \u201eDown Under\u201c sehr beeindruckt. Auch das Ausw\u00e4rtige Amt erkannte die geopolitische und r\u00fcstungswirtschaftliche Dimension des U-Boot-Gesch\u00e4fts mit einem Land wie Australien. Besonders der Botschafter zeigte bei seinen unterst\u00fctzenden Bem\u00fchungen vor Ort keinerlei Ber\u00fchrungs\u00e4ngste mit der R\u00fcstungsindustrie. \u201eLe Mannschaft\u201c, wie sie Heiko Borchert im Griephan 21\/16 k\u00fcrzlich anmahnte, quasi eine konzertierte Aktion in Schwarz-Rot-Gold, war das insgesamt jedoch noch nicht.<\/p>\n<figure id=\"attachment_4069\" aria-describedby=\"caption-attachment-4069\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-4069\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Submarine-300x247.jpg\" alt=\"Typ 216 von HDW \" width=\"300\" height=\"247\" srcset=\"\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Submarine-300x247.jpg 300w, \/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Submarine.jpg 454w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4069\" class=\"wp-caption-text\">Typ 216 von HDW (Grafik: tkMS)<\/figcaption><\/figure>\n<p>In meinem Beitrag vor einem Jahr hatte ich die Autoren Yule\/Woolner zitiert, bei denen es zu den Gr\u00fcnden, warum 1987 Kockums gegen IKL\/HDW den Zuschlag erhielt, hei\u00dft: \u201e ... die Deutschen waren zu konservativ in ihrem Design, und da die Schweden auf alles eingingen, was die Australier verlangten, h\u00e4tten auch die Deutschen nachziehen sollen ... aber diese Botschaft erkannten die Deutschen nicht ... sie wollten die Grundforderungen erf\u00fcllen und \u00fcber den Preis gewinnen\u201c. Diesmal war das Design nicht konservativ und ging z.T. \u00fcber die Grundforderungen hinaus, es war sicher das Beste, wozu deutsche Ingenieurkunst in der Lage ist, und vermutlich dem franz\u00f6sischen Vorschlag technisch ebenb\u00fcrtig. Erstaunlich deshalb, dass tkMS nicht st\u00e4ndigen Wiederholungen in den Medien entgegentrat, wonach es sich um eine \u201eup-scaled\u201c Version des Typs 214 handle, d.h. des Export-Entwurfs \u201evon der Stange\u201c. In der Tat hat Typ 216 als \u201eZweidecker\u201c weit mehr Design-Verwandtschaft mit U212A, also dem Premiumboot f\u00fcr die eigene Marine, dem \u201eBesonderen und Einzigartigen\u201c, worauf die Australier so gro\u00dfen Wert legen.<\/p>\n<p>Dass die Deutschen noch nie ein Boot \u00fcber 2.400 t gebaut haben, stimmt. Dass es schwierig bis unm\u00f6glich w\u00e4re, die geforderte Verdr\u00e4ngung von \u00fcber 4.000 t f\u00fcr den Typ 216 durch \u201eup-scaling\u201c eines kleineren Designs zu realisieren, ist Unsinn, denn der Nachweis wurde schon erbracht: F\u00fcr das FSP ist in etwa eine Verdoppelung der Verdr\u00e4ngung gegen\u00fcber dem bisher gr\u00f6\u00dften Boot deutscher Provenienz, des DOLPHIN-AIP f\u00fcr Israel, gefordert. Bei der Entwicklung von U212A als Nachfolger von U206A handelte es sich aber bereits um eine Verdreifachung der Verdr\u00e4ngung. Trotzdem war U212A von Anfang an ein Erfolg! Warum f\u00fchrte tkMS dieses einfache Argument nicht \u00f6ffentlich ins Feld? Stattdessen konnten die Medienkonsumenten fast t\u00e4glich von den uneinholbaren Exporterfolgen des m\u00e4chtigen Konzerns in den letzten 50 Jahren lesen, also mit Booten \u201evon der Stange\u201c. Hinzu kam, dass die Deutschen ohne Not \u2013 50 Mrd. AUD sind kein Austerit\u00e4tsbudget \u2013 erneut \u00fcber den Preis gewinnen wollten. Die fr\u00fche und immer wieder best\u00e4tigte Zusage des Festpreises von 20 Mrd. AUD, verbunden mit der unglaubw\u00fcrdigen Behauptung, in Adelaide k\u00f6nne genauso kosteng\u00fcnstig und schnell gebaut werden wie in Kiel, war vielleicht ein gravierender Fehler.<\/p>\n<h3>Schlussbemerkungen<\/h3>\n<p>Anders als in Frankreich \u2013 und auch in Australien \u2013 werden<strong> U-Boote<\/strong> in der Deutschen Marine allenfalls als operative Komponenten wie Minenabwehrkr\u00e4fte oder Korvetten gesehen. Dies d\u00fcrfte den aufmerksamen Australiern nicht verborgen geblieben sein, die sich aus strategischen Gr\u00fcnden f\u00fcr das kostspieligste R\u00fcstungsprojekt aller Zeiten entschieden und am Ende einen Partner ausw\u00e4hlten, der sich von vornherein strategisch aufstellte: Seit \u00fcber hundert Jahren Alliierter und eine pazifische Macht \u2013 wenn auch mit relativ bescheidener milit\u00e4rischer Pr\u00e4senz in den regionalen \u201e\u00dcberseeischen Territorien\u201c \u2013 und ein Land mit fast vollst\u00e4ndig auf modernste, global operierende <strong>U-Boote<\/strong> gest\u00fctzter nuklearer Abschreckung. Zu diesem Club geh\u00f6rt Deutschland nicht.<\/p>\n<p>Die Entwurfs-Philosophie deutscher <strong>U-Boote<\/strong> der Nachkriegszeit \u2013 kompakte Bauweise nach dem Grundsatz \u201eso klein wie m\u00f6glich und so gro\u00df wie n\u00f6tig\u201c \u2013 wurde von den Einsatzbedingungen des Kalten Krieges gepr\u00e4gt. In Australien war diese Philosophie von Beginn an nicht gefragt, sondern \u201ethink big\u201c. Der aus dem nuklearen Schwesterdesign abgeleitete SHORTFIN BARRACUDA mit seinen fast 5.000 Tonnen wird trotz neuartigster schallabsorbierender Beschichtungsmethoden und struktureller akustischer Verspiegelung ein gef\u00e4hrlich gro\u00dfes Zielma\u00df f\u00fcr die Aktiv-Sonarortung bilden. Nukleargetriebene <strong>U-Boote<\/strong> haben unbeschr\u00e4nkte H\u00f6chstfahrtreserven, mit denen sie sich von einem \u201eDatum\u201c (Position der Detektion) schnell und weit entfernen k\u00f6nnen. Ein konventionelles Boot dieser enormen Gr\u00f6\u00dfe dagegen kann selbst bei voll aufgeladenen Batterien vermutlich nicht viel mehr als eine halbe Stunde H\u00f6chstfahrt laufen. Der von den Australiern offenbar so hochgesch\u00e4tzte, energiezehrende Pumpstrahl-Antrieb wird diesen Umstand noch verschlechtern.<\/p>\n<p>Im CEP-Team sa\u00dfen U-Boot-Fachleute, die nat\u00fcrlich um diese Parameter wissen. Ich schlie\u00dfe deshalb nicht aus, dass es eine \u201ehidden agenda\u201c geben k\u00f6nnte, die den \u00dcbergang zum nuklearen Schwesterentwurf vorsieht. Nach einer f\u00fcnfj\u00e4hrigen Designphase wird mit dem Bau erst in den 2020er Jahren begonnen und ab 2030 in Dienst gestellt. Genug Zeit also, wenn bis dahin Australien, nicht zuletzt angesichts der Seemacht Chinas, bereit sein sollte, in den Club der \u201enukes\u201c aufzusteigen.<\/p>\n<p>Potenziellen Bedarf aus dem Portfolio von tkMS wird es mit Sicherheit weiterhin geben. In Norwegen und Polen wartet auf die Deutschen die n\u00e4chste Gelegenheit, mit \u201elessons learned\u201c gegen die \u201e\u00e9quipe tricolore\u201c anzutreten, und es wird dort nicht um die Beschaffung eines enorm teuren und untermotorisierten \u201eLeviathan\u201c gehen.<\/p>\n<p>Kapit\u00e4n z. See a.D. Wallner war U-Bootkommandant, Geschwaderkommandeur und Verteidigungsattach\u00e9 in Tokyo. Als das australische Projekt SEA 1000 ab 2008 begann, war er als Referatsleiter f\u00fcr Unterwassersysteme in der R\u00fcstungsabteilung des BMVg in die amtsseitige Unterst\u00fctzung der deutschen Industrie eingebunden.<\/p>\n<p>Autor: Raimund Wallner<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Zuschlag f\u00fcr das 37 Mrd. 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