{"id":48545,"date":"2025-09-25T09:00:30","date_gmt":"2025-09-25T07:00:30","guid":{"rendered":"https:\/\/marineforum.online\/?p=48545"},"modified":"2025-09-29T20:45:52","modified_gmt":"2025-09-29T18:45:52","slug":"the-future-has-long-since-begun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/marineforum.online\/en\/die-zukunft-hat-laengst-begonnen\/","title":{"rendered":"The future has long since begun"},"content":{"rendered":"<p><strong>Andere Nationen verfu\u0308gen bereits u\u0308ber <\/strong><strong>Hyperschallflugk\u00f6rper. Nun stehen <\/strong><strong>sie auch im Lastenheft der ku\u0308nftigen <\/strong><strong>deutschen Luftverteidigungseinheiten.<\/strong><\/p>\n<p>Hyperschallflugk\u00f6rper sind sp\u00e4testens seit dem Einsatz des Marschflugk\u00f6rpers \u201eKinschal\u201c durch Russland im Ukrainekrieg in das Bewusstsein der Luftverteidiger ger\u00fcckt. Sie geh\u00f6ren zu den fortschrittlichsten und bedrohlichsten milit\u00e4rischen Technologien. Hyperschallflugk\u00f6rper fordern alle bestehenden Raketenabwehrschirme mit neuen Flugprofilen und Angriffsmustern heraus. Hier m\u00fcssen bestehende Abwehrsysteme deutlich weiterentwickelt werden. Nachfolgend wird der aktuelle Sachstand solchen Flugk\u00f6rpern beleuchtet und<!-- ds_preview --> es wird auf die erforderlichen Ma\u00dfnahmen zur Weiterentwicklung eingegangen.<\/p>\n<p><strong>Was sind Hyperschallflugk\u00f6rper ?<\/strong><\/p>\n<p>Hyperschallflugk\u00f6rper bewegen sich mit Geschwindigkeiten von \u00fcber Mach 5 (ca. 6200 km\/h) durch den Raum. An der Technologie f\u00fcr einen derart schnellen suborbitalen Stratosph\u00e4ren-Gleitflugk\u00f6rper forschte bereits in den 1930-er Jahren der \u00f6sterreichische Ingenieur Eugen S\u00e4nger. Die Forschungen wurden national und international nie ganz ausgesetzt, noch im Jahr 2004 kam es zu einem Hyperschall-Testschuss an der Wehrtechnischen Dienststelle 91 (WTD 91) in Meppen.<\/p>\n<p>Es gibt zwei Haupttypen von Hyperschallflugk\u00f6rpern: Hyperschall-Gleitflugk\u00f6rper (Hypersonic Glide Vehicles, HGVs) und Hyperschall-Marschflugk\u00f6rper (Hypersonic Cruise Missiles, HCMs). Durch ihre enorme Geschwindigkeit bei gleichzeitig hoher Man\u00f6vrierf\u00e4higkeit sind sie in der Lage, konventionelle Abwehrsysteme zu durchbrechen.<\/p>\n<p>Hyperschall-Gleitflugk\u00f6rper werden von ballistischen Raketen an den Rand der Atmosph\u00e4re in gro\u00dfer H\u00f6he abgesetzt, verfolgen dort eine wellenf\u00f6rmige Flugbahn oder \u201egleiten\u201c mit sehr hoher Geschwindigkeit (Mach 10-15) in H\u00f6hen zwischen 30 und 60 km auf ihr Ziel zu. Ihre F\u00e4higkeit, w\u00e4hrend des Gleitfluges zu man\u00f6vrieren, macht es im Gegensatz zu ballistischen Raketen schwierig, ihre Flugbahn vorherzusagen und sie abzufangen.<\/p>\n<p>Hyperschall-Marschflugk\u00f6rper nutzen Staustrahltriebwerke, die ihnen kontinuierlichen Schub und hohe Geschwindigkeiten verleihen. Im Gegensatz zu HGVs fliegen HCMs in niedrigeren H\u00f6hen zwischen 20 und 30 km. Ihre hohe Geschwindigkeit (Mach 5 \u2013 10) machen sie auf Grund der Staudrucktemperatur vornehmlich f\u00fcr Infrarotsensoren entdeckbar. Die Herausforderung ist das \u201eVerheiraten\u201c von solcher Art Sensorik mit einem Effektor.<\/p>\n<p><strong>Hyperschallwaffen in den Arsenalen<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_48549\" aria-describedby=\"caption-attachment-48549\" style=\"width: 350px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-48549\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Foto-German-Institute-for-Defence-and-Strategic-Studies-Kopie-300x214.jpg\" alt=\"Hyperschallgleitflugk\u00f6rper besitzen eine hohe Man\u00f6vrierf\u00e4higkeit, Grafik: German Institute for Defence and Strategic Studies\" width=\"350\" height=\"250\" srcset=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Foto-German-Institute-for-Defence-and-Strategic-Studies-Kopie-300x214.jpg 300w, \/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Foto-German-Institute-for-Defence-and-Strategic-Studies-Kopie-768x547.jpg 768w, \/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Foto-German-Institute-for-Defence-and-Strategic-Studies-Kopie.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-48549\" class=\"wp-caption-text\">Hyperschallgleitflugk\u00f6rper besitzen eine hohe<br \/>Man\u00f6vrierf\u00e4higkeit, Grafik: German Institute for Defence and Strategic Studies<\/figcaption><\/figure>\n<p>China und die USA besitzen bereits Hyperschallwaffen in ihren Arsenalen, viele andere L\u00e4nder entwickeln diese Technologie. In Russland wurde im M\u00e4rz 2018 der HGV Avangard vom russischen Staatspr\u00e4sidenten Wladimir Putin zusammen mit f\u00fcnf weiteren \u201eWunderwaffen\u201c pr\u00e4sentiert, die er als \u201etechnische Durchbr\u00fcche und als Garanten der Sicherheit Russlands auf mehrere Jahrzehnte hinaus\u201c bezeichnete. Sie sollen aus russischer Sicht die Zweitschlagf\u00e4higkeit des Landes sichern und das nukleare Gleichgewicht aufrechterhalten, welches Russland seit dem Austritt der USA aus dem Anti-Ballistic-Missile-Vertrag und durch den globalen Ausbau der US-Raketenabwehrsysteme als bedroht sieht. Diese US-Raketenabwehrsysteme sollen durch die neue Technologie im wahrsten Sinne des Wortes ausman\u00f6veriert werden. Anfang 2024 waren Berichten zufolge bereits 10 Avangard-Gleiter einsatzf\u00e4hig.<\/p>\n<p><strong>Aktuell keine Abwehrm\u00f6glichkeiten<\/strong><\/p>\n<p>Geschwindigkeit und Man\u00f6vrierf\u00e4higkeit von Hyperschallflugk\u00f6rpern stellen in sich bereits eine erhebliche Bedrohung dar. Extrem kurze Vorwarnzeit und die F\u00e4higkeit der Waffen, komplexe Flugbahnen zu fliegen, machen sie im Vergleich zu anderen Flugk\u00f6rpern zus\u00e4tzlich gef\u00e4hrlich. Die aktuell verf\u00fcgbaren klassischen Flugabwehrsysteme, die auf der Detektion und Abwehr von Unterschall- und \u00dcberschallbedrohungen basieren, sind kaum in der Lage, echte Hyperschallflugk\u00f6rper zu erkennen und zu bek\u00e4mpfen. Allerdings erzeugt der Flug im Hyperschallbereich extreme Reibungshitze, die durch w\u00e4rmeempfindliche Sensoren schon fr\u00fchzeitig erfasst werden kann. Sie k\u00f6nnten also tats\u00e4chlich aufgefasst werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\" wp-image-48548 alignright\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Defence-Industry-Europe-HYDEF-Kopie-300x197.jpg\" alt=\"\" width=\"276\" height=\"181\" srcset=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Defence-Industry-Europe-HYDEF-Kopie-300x197.jpg 300w, \/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Defence-Industry-Europe-HYDEF-Kopie-768x505.jpg 768w, \/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Defence-Industry-Europe-HYDEF-Kopie.jpg 899w\" sizes=\"(max-width: 276px) 100vw, 276px\" \/>Die bereits mehrfach im Ukrainekrieg eingesetzten Kinschal-Marschflugk\u00f6rper sollen nach russischen Angaben Mach 10 schnell sein. Ukrainische Beobachtungen und die Tatsache, dass ein solcher Marschflugk\u00f6rper durch ein Patriot-Flugabwehrsystem abgeschossen werden konnte, lassen datauf schlie\u00dfen, dass aufgrund der geringen H\u00f6he und des damit verbundenen hohen Luftwiderstandes nur noch eine Geschwindigkeit von Mach 3,5 vorherrschte.<\/p>\n<p>Ein sicheres Abfangen bleibt trotzdem aktuell unwahrscheinlich. Die weit \u00fcberwiegende Mehrzahl bestehender Flugabwehrsysteme wurde zu Zeiten entwickelt, als Hyperschall noch keine Rolle spielte. Die aktuell im Bestand der meisten NATO-Marinen verf\u00fcgbaren Abwehrflugk\u00f6rper sind nicht geeignet, Hyperschallflugk\u00f6rper abzufangen. Neue Technologien und Taktiken sind notwendig, um die Abwehrf\u00e4higkeit herzustellen.<\/p>\n<p><strong>Was tun ?<\/strong><\/p>\n<p>Angesichts der wachsenden Bedrohung durch Hyperschallwaffen arbeiten Ingenieure und Milit\u00e4rs weltweit an der Entwicklung neuer Verteidigungssysteme und Strategien. Dazu geh\u00f6ren moderne Sensorsysteme, die in der Lage sind, Hyperschallflugk\u00f6rper fr\u00fchzeitig zu erkennen und ihre Flugbahnen pr\u00e4zise zu verfolgen. In solchen Systemen werden im Westen aktuell Phased Array Technologien mit k\u00fcnstlicher Intelligenz kombiniert. China setzt hier auf eine andere Technologie, das Mikrowellen-Photonik-Radar. Die Innovation beim diesem neuen Radarsystem liegt in der Kombination von Lasern mit drei verschiedenen Mikrowellenb\u00e4ndern. Durch die Nutzung von Mehrband-Mikrowellensignalen und einem eigens entwickelten Algorithmus soll die Genauigkeit und die Geschwindigkeit des Systems bedrohungsgerecht erh\u00f6ht werden.<\/p>\n<p>Ein weiterer wichtiger Faktor sind neue Abfangflugk\u00f6rper, die schnell, agil und h\u00f6hentauglich genug f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung von Hyperschallflugk\u00f6rpern sein m\u00fcssen. Schneller und wahrscheinlich g\u00fcnstiger einzur\u00fcsten w\u00e4ren Laserwaffen, die hyperschallschnelle Ziele pr\u00e4zise und in der erforderlichen Schnelligkeit zerst\u00f6ren k\u00f6nnen. Die hohe strukturelle Belastung des Hyperschallfluges erleichtert hier die Zerst\u00f6rung. Laserwaffen k\u00f6nnen in jedem Fall eine effektive Erg\u00e4nzung zu bestehenden Abwehrsystemen darstellen. Und weil zu Hardkill immer auch Softkill geh\u00f6rt, k\u00f6nnen Systeme des Elektronischen Kampfes, die Kommunikations- und Steuerungssysteme von Flugk\u00f6rpern st\u00f6ren, die Abwehr optimieren helfen. Durch den Einsatz von St\u00f6rsendern und Cyber-Ma\u00dfnahmen k\u00f6nnte die Bedrohung erheblich reduziert werden.<\/p>\n<p>Zu guter Letzt m\u00fcssen die komplexen Prozesse \u201elinks vom Abfeuerknopf\u201c der Luftverteidigungssysteme deutlich beschleunigt werden. Gemeint sind hier Lagebildaufbau, -korrelation und -austausch, Prozesse, die weiter bedrohungsgerecht automatisiert werden m\u00fcssen. Vielfach sind heutige Abwehrsysteme schon bei hohem \u00dcberschall \u00fcberfordert.<\/p>\n<p><strong>Hyperschall-Technologien auch relevant f\u00fcr die Deutsche Marine<\/strong><\/p>\n<p>Die US-Navy geht von einer Bedrohung ihrer Flugzeugtr\u00e4ger und amphibischen Landungsschiffe durch HGV und HCM aus. Insofern haben die Aussagen in diesem Beitrag eine zunehmende Relevanz auch f\u00fcr Seestreitkr\u00e4fte. Anti-Ship Ballistic Missiles sind streng genommen keine Hyperschallflugk\u00f6rper im Sinne der obigen Definition, erreichen auf ihrer ballistischen Flugbahn aber trotzdem Hyperschallgeschwindigkeit. Daher gelten viele der hier getroffenen Aussagen auch f\u00fcr Anti-Ship Ballistic Missiles.<\/p>\n<figure id=\"attachment_48550\" aria-describedby=\"caption-attachment-48550\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-48550 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/IRIS-T-HYDEF-Diehl-Defence-Kopie.jpg\" alt=\"Aufbau des Iris-T Hydef von Diehl, Grafik: Diehl Defence\" width=\"1024\" height=\"315\" srcset=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/IRIS-T-HYDEF-Diehl-Defence-Kopie.jpg 1024w, \/wp-content\/uploads\/2025\/09\/IRIS-T-HYDEF-Diehl-Defence-Kopie-300x92.jpg 300w, \/wp-content\/uploads\/2025\/09\/IRIS-T-HYDEF-Diehl-Defence-Kopie-768x236.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-48550\" class=\"wp-caption-text\">Aufbau des Iris-T Hydef von Diehl, Grafik: Diehl Defence<\/figcaption><\/figure>\n<p>In der Deutschen Marine wurden Hyperschall-Technologien bzw. deren Bedrohung bereits in 2016 parallel mit den Entwicklungen in Russland diskutiert. Damals initiierte die Abteilung Planung des \u00a0Marinekommandos erste Studien zur Abwehr hyperschallschneller Flugk\u00f6rper. Die Studien triggerten die aktuellen Projekte zu Hyperschall-Technologien in der Bundeswehr. In diesem Zusammenhang entstand 2019 auch die Forderung an die k\u00fcnftigen Luftverteidigungsschiffe F127 zur Einr\u00fcstung eines entsprechenden Abfangflugk\u00f6rpers (hypersonic Interceptor).<\/p>\n<p><strong>EU Projekte HYDEF, HYDIS und TWISTER sollen F\u00e4higkeitsl\u00fccke schliessen<\/strong><\/p>\n<p>Mittlerweile sind die damaligen nationalen Anfangsuntersuchungen im multinationalen Programm Hypersonic Defence (HYDEF) unter F\u00fchrung der Europ\u00e4ischen R\u00fcstungsmanagement-Organisation OCCAR[i] aufgegangen. Das Ziel des Programms ist es, ein Gesamtsystem zur Abwehr hypersonischer Bedrohungen zu entwickeln. Dieses Gesamtsystem soll verschiedene, teilweise weltraumgest\u00fctzte Sensoren beinhalten wie auch einen selbst mit Hyperschall- Interceptor. F\u00fcr das<\/p>\n<p>Projektmanagement im Projekt HYDEF wurde das spanische Unternehmen SMS ausgew\u00e4hlt. Die deutsche Diehl Defence ist verantwortlich f\u00fcr die technische Umsetzung von der Entwicklung des Gesamtsystems bis hin zum Abfangflugk\u00f6rper, dem Interceptor, selbst. Dieser Interceptor k\u00f6nnte eine Weiterentwicklung des bekannten IRIS-T Flugk\u00f6rpers sein. HYDEF soll in Zukunft in der Lage sein, sowohl HCM als auch HGVs zu detektieren und abzufangen.<\/p>\n<p>Neben HYDEF f\u00f6rdert die Europ\u00e4ische Kommission auch die Studie HYDIS\u00b2 (HYpersonic Defence Interceptor Study) der Fa. MDDA einzuleiten. Bereits im Juli 2023 wurde HYDIS\u00b2 f\u00fcr eine Finanzierung ausgew\u00e4hlt. Deutschland, Frankreich, Italien und die Niederlande haben sich f\u00fcr eine Co-Finanzierung entschieden. HYDIS\u00b2 steht laut MBDA f\u00fcr die Konzeptarchitektur- und Technologiereife-Studie eines endo-atmosph\u00e4rischen Abfangsystems gegen neue High-end-Bedrohungen. Die Studie wurde vom HYDIS\u00b2 Konsortium unter der Leitung von MBDA vorgeschlagen, um ein neues Abfangsystem gegen hypersonische und ballistische Bedrohungen f\u00fcr die Bed\u00fcrfnisse der europ\u00e4ischen Nationen zu entwickeln. - In 2028 will die EU dann die beiden Systeme vergleichen und sich f\u00fcr eines davon zur Realisierung entscheiden.<\/p>\n<p>Als F\u00fchrungssystem blickt man auf die vorhandenen BMD[ii]-F\u00fchrungssysteme der NATO. HYDEF steht dabei in enger Verbindung zum ebenfalls durch die EU im Rahmen von PESCO[iii] gesteuerten Projekt \u201eTimely Warning and Interception with Space-based Theatre Surveillance\u201c (TWISTER). Mit beiden Projekten sollen die diesbez\u00fcglichen F\u00e4higkeitsl\u00fccken der europ\u00e4ischen NATO-Staaten gegen hyperschallschnelle Flugk\u00f6rper vor allem im Bereich der bodengebundenen Luftverteidigung beseitigt werden. Parallel zu den internationalen Forschungen auf dem Gebiet \u201eHyperschall\u201c werden auch die nationalen Forschungen durch das \u201eWehrtechnische Kompetenzzentrum Hyperschall der Bundeswehr\u201c, welches an der WTD 91 verortet ist, vorangetrieben. Selbstverst\u00e4ndlich kann auch die seegest\u00fctze Flugabwehr an dieser Entwicklung teil haben.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Hyperschallflugk\u00f6rper stellen hohe Anforderungen an die Luftverteidigung. Ihre hohe Geschwindigkeit und gro\u00dfe Man\u00f6vrierf\u00e4higkeit machen sie schwer zu erkennen und abzufangen. Deutschland arbeitet zusammen mit den europ\u00e4ischen Partnern an L\u00f6sungen f\u00fcr Waffen, Sensoren und F\u00fchrungssysteme. Tats\u00e4chlich kamen die europ\u00e4ischen Wissenschaftler und Ingenieure im Technologiefeld Hyperschall in nur wenigen Jahren von einer Studie zu ersten erfolgreich fliegenden Demonstratoren.<\/p>\n<p>Seestreitkr\u00e4fte k\u00f6nnen von der Entwicklung der o.a. Hyperschallsysteme profitieren, da solche Systeme auch die Abwehr von Anti-Ship Ballistic Missiles erm\u00f6glichen. F\u00fcr die Deutsche Marine scheinen HYDEF\/HYDIS und der Zulauf der sich noch in der Konzeptionsphase befindlichen Luftverteidigungsschiffe eine gewisse zeitliche Parallelit\u00e4t zu bieten mit der Chance, hier eine F\u00e4higkeitsl\u00fccke zu schliessen. Sollte sich die Lage vorher virulent erweisen, b\u00f6te ein Laser an Bord einer Fregatte 124 - eingebunden in ein entsprechendes Sensornetzwerk - eine Option.<\/p>\n<p>Andreas Uhl<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Andere Nationen verfu\u0308gen bereits u\u0308ber Hyperschallflugk\u00f6rper. Nun stehen sie auch im Lastenheft der ku\u0308nftigen deutschen Luftverteidigungseinheiten. Hyperschallflugk\u00f6rper sind sp\u00e4testens seit dem Einsatz des Marschflugk\u00f6rpers \u201eKinschal\u201c durch Russland im Ukrainekrieg in das Bewusstsein der Luftverteidiger ger\u00fcckt. Sie geh\u00f6ren zu den fortschrittlichsten und bedrohlichsten milit\u00e4rischen Technologien. Hyperschallflugk\u00f6rper fordern alle bestehenden Raketenabwehrschirme mit neuen Flugprofilen und Angriffsmustern heraus. 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