{"id":55874,"date":"2026-07-03T11:59:26","date_gmt":"2026-07-03T09:59:26","guid":{"rendered":"https:\/\/marineforum.online\/?p=55874"},"modified":"2026-07-03T13:36:27","modified_gmt":"2026-07-03T11:36:27","slug":"meko-a200-deu-f128-f126-deutsche-marine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/marineforum.online\/en\/meko-a200-deu-f128-f126-deutsche-marine\/","title":{"rendered":"MEKO Gefechtskehrtwende: Von der gr\u00f6\u00dften zu einer der kleinsten Fregatten der Welt"},"content":{"rendered":"<p><strong>In K\u00fcrze: Das bei Damen Naval aus dem Zeitplan gelaufene Projekt Fregatte F126 wechselte zu NVL, der Finanzbedarf h\u00e4tte bis zu 15,2 Milliarden Euro betragen. Bereits vor dem Aus waren rund 2 Milliarden Euro in das Projekt geflossen. Der Haushaltsausschuss hatte bereits bis zu 7,8 Milliarden Euro f\u00fcr eine Alternativplattform zur F126 bereitgestellt und Vorvertr\u00e4ge abgesichert. Statt der sechs F126 sollen nun acht Einheiten der MEKO A-200 von TKMS beschafft werden, da diese schneller verf\u00fcgbar und bislang kosteng\u00fcnstiger sind. Das hat Konsequenzen f\u00fcr die maritime R\u00fcstungsindustrie, nicht nur in Deutschland.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Der Verteidigungsausschuss tagt n\u00e4chste Woche\u00a0<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_55877\" aria-describedby=\"caption-attachment-55877\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/20260626-Silhouette-F128-RGB-mit-Unterwasserschiff.png\"><img decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-55877\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/20260626-Silhouette-F128-RGB-mit-Unterwasserschiff-300x96.png\" alt=\"Die Silhouette der F128 Grafik: Mohr\" width=\"300\" height=\"96\" srcset=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/20260626-Silhouette-F128-RGB-mit-Unterwasserschiff-300x96.png 300w, \/wp-content\/uploads\/2026\/07\/20260626-Silhouette-F128-RGB-mit-Unterwasserschiff-1024x326.png 1024w, \/wp-content\/uploads\/2026\/07\/20260626-Silhouette-F128-RGB-mit-Unterwasserschiff-768x245.png 768w, \/wp-content\/uploads\/2026\/07\/20260626-Silhouette-F128-RGB-mit-Unterwasserschiff-1536x490.png 1536w, \/wp-content\/uploads\/2026\/07\/20260626-Silhouette-F128-RGB-mit-Unterwasserschiff-18x6.png 18w, \/wp-content\/uploads\/2026\/07\/20260626-Silhouette-F128-RGB-mit-Unterwasserschiff.png 1920w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-55877\" class=\"wp-caption-text\">Die Silhouette der F128<br \/>Grafik: Mohr<\/figcaption><\/figure>\n<p>Durch das von Verteidigungsminister Boris Pistorius verk\u00fcndete Ende des Projektes Fregatte F126 wurde Ende Juni 2026 aus der urspr\u00fcnglichen Br\u00fcckenl\u00f6sung MEKO A-200 DEU nun die Ersatzl\u00f6sung Fregatte F128. Die Kosten f\u00fcr die ersten vier Schiffe liegen bei 6,3 Milliarden Euro. Mit der Option auf vier weitere Schiffe zum Preis von 5,3 Milliarden Euro wird das gesamte Projekt nahezu 12 Milliarden Euro ben\u00f6tigen. Bis 2032 wohlgemerkt. Politik und Marine streben nun den Kauf dieser insgesamt acht MEKO A-200-Fregatten an. Der Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestags wird sich am kommenden Mittwoch, 08. Juli, mit dem Bauvertrag \u00fcber die Konstruktion, den Bau und die Lieferung von Fregatten der Klasse MEKO <span aria-hidden=\"true\">A-200 DEU befassen. In der gleichen Sitzung werden dann laut Tagesordnung auch weitere Marine-Entscheidungen gef\u00e4llt: unter anderem Kampfboote und m\u00f6gliche Laserwaffen.<\/span><\/p>\n<p><strong>Wer ist beteiligt und wer geht wom\u00f6glich leer aus?<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_55878\" aria-describedby=\"caption-attachment-55878\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/GNYK.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-55878 size-medium\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/GNYK-300x200.jpg\" alt=\"GNYK Kiel hatte bereits viel investiert\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/GNYK-300x200.jpg 300w, \/wp-content\/uploads\/2026\/07\/GNYK-768x512.jpg 768w, \/wp-content\/uploads\/2026\/07\/GNYK-18x12.jpg 18w, \/wp-content\/uploads\/2026\/07\/GNYK.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-55878\" class=\"wp-caption-text\">GNYK Kiel hatte bereits viel investiert<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die maritime R\u00fcstungsindustrie schaut mit Spannung auf die Entwicklungen, denn die Ausr\u00fcstung der Schiffe soll sich eng an der Nachr\u00fcstung der F123 SdEV (\"Sicherstellung der Einsatzverf\u00fcgbarkeit\") orientieren, womit sie f\u00fcr die Uboot-Jagd optimiert w\u00e4ren. Damit k\u00f6nnte man ableiten, wer neben TKMS als Auftragnehmer zudem auf der Liste der Vertragspartner unter anderem stehen k\u00f6nnte: Neben SAAB Deutschland, ATLAS Elektronik, Elbit Systems, Kongsberg, Leonardo und Rolls Royce ist dies auch die Stahlbau Nord GmbH der Heinrich R\u00f6nner Gruppe mit Sitz in Bremerhaven. Die USA sind mit Northrop Grumman und Lockheed Martin dabei. Wer somit leer ausgeht? Hensoldt und Thales, die f\u00fcr Radare und Combat Management Systeme (CMS) des Projektes F 126 auserkoren waren. Auch die Beteiligung von Rheinmetall Division Naval Systems (vordem Naval Vessels L\u00fcrssen - NVL) mit ihren beteiligten Werften ist nunmehr offen. In Wolgast auf der Peene Werft stehen bereits fertige Gewerke und bestellte Anlagen, die Milliarden sind also nicht wirklich \u201eweg\u201c. Fest in das Programm eingebunden war zudem German Naval Yards (GNYK), die als letzter deutscher Bieter im damaligen Vergabeverfahren den Zuschlag bekamen. In einer \u00f6ffentlichen Stellungnahme weist das Unternehmen darauf hin, dass bereits in Personal und Infrastruktur investiert worden ist. Das sind F\u00e4higkeiten, die im Vertrauen auf das Programm F126 weiterhin zur Verf\u00fcgung stehen. Es ist also nicht allein der Verlust von Steuergeld , sondern auch Verlust von Investitionen zu bef\u00fcrchten. Das ist vor dem Hintergrund der sicherheitspolitischen Lage nicht als unternehmerisches Risiko abzutun, denn Deutschland braucht alle F\u00e4higkeiten des Marineschiffbaus \u2013 von Emden \u00fcber Kiel bis Wolgast.<\/p>\n<p><strong>Zur\u00fcck zu beherrschbarer Gr\u00f6\u00dfe<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_52987\" aria-describedby=\"caption-attachment-52987\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/MFO_Header-33.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-52987\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/MFO_Header-33-300x153.jpg\" alt=\"Peene-Werft \u2013 Fertigung der F 126 Foto: NVL\" width=\"300\" height=\"153\" srcset=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/MFO_Header-33-300x153.jpg 300w, \/wp-content\/uploads\/2026\/01\/MFO_Header-33-768x391.jpg 768w, \/wp-content\/uploads\/2026\/01\/MFO_Header-33-18x9.jpg 18w, \/wp-content\/uploads\/2026\/01\/MFO_Header-33.jpg 840w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-52987\" class=\"wp-caption-text\">Peene-Werft \u2013 Fertigung der F 126 Foto: NVL<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die F128 f\u00fcgt sich mit ihren knapp 4 000 Tonnen Verdr\u00e4ngung am unteren Rand der aktuell laufenden westlichen und fern\u00f6stlichen U-Jagd-Fregattenprojekte ein. Sie ist damit in der aktuellen St\u00fctzpunktstruktur der Marine auch problemloser betreibbar als es die 10 000 Tonnen F126 gewesen w\u00e4re. Der deutsche Entwurf liegt zwischen der im Dienst befindlichen A-200 (fast 3 600 Tonnen) und der gr\u00f6\u00dferen A-210, die TKMS mit etwa 4 700 Tonnen vermarkten will. Die A-200 wird bereits von Algerien, \u00c4gypten und S\u00fcdafrika betrieben. Zweifellos aber bietet F128 deutlich weniger Aufwuchspotential als F126 dies getan h\u00e4tte. In den erforderlichen F\u00e4higkeiten aber soll das kleinere Schiff im Vergleich keine signifikanten Defizite aufweisen. Von ihren Leistungsdaten her segelt sie aber ganz oben am Wind mit!<\/p>\n<p>Die seegest\u00fctzte Uboot-Jagd ist innerhalb der NATO von h\u00f6chster Relevanz. Die zeitgerechte und robuste Erf\u00fcllung der diesbez\u00fcglichen Verpflichtungen gegen\u00fcber der NATO ist durch die Beschaffung der Ersatzl\u00f6sung F128 nun mutma\u00dflich sichergestellt. Der Bundestag hat bereits direkt nach der Entscheidung des Ministers gr\u00fcnes Licht f\u00fcr den Baustart der 121 Meter langen und 16,3 Meter breiten Schiffe gegeben. Eile ist geboten, das erste Schiff wurde der Marine f\u00fcr \u201eEnde 2029\u201c versprochen.<\/p>\n<p>Text: hsc<\/p>\n<p>Quellen: u.a. VA, DIE Europe<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>MEKO: Nach dem Ende der F126 r\u00fcckt die MEKO A-200 DEU als F128 in den Fokus. Acht Fregatten sollen schneller verf\u00fcgbar und kosteng\u00fcnstiger sein.<\/p>","protected":false},"author":16,"featured_media":55885,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_oasis_is_in_workflow":0,"_oasis_original":0,"_oasis_task_priority":"4urgent","footnotes":""},"categories":[49,486,391,42,50,51],"tags":[5386,193,3388,182,13325,2098,13223,1809,11187,753,1841,13323,11843,11883,340,3138,2101,1022,231,879,13324,7537],"class_list":["post-55874","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-schiffsbau-news","category-headlines","category-headlines-slider","category-news","category-sicherheitspolitik-news","category-streitkraefte-news","tag-boris-pistorius","tag-bundeswehr","tag-damen-naval","tag-deutsche-marine","tag-f123-sdev","tag-f126","tag-f128","tag-german-naval-yards","tag-haushaltsausschuss","tag-hensoldt","tag-marineschiffbau","tag-maritime-ruestungsindustrie","tag-meko-a-200","tag-meko-a-200-deu","tag-nato","tag-nvl","tag-peene-werft","tag-thales","tag-tkms","tag-u-boot-jagd","tag-uboot-jagd","tag-verteidigungsausschuss"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/marineforum.online\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/55874","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/marineforum.online\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/marineforum.online\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/marineforum.online\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/16"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/marineforum.online\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=55874"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/marineforum.online\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/55874\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":55896,"href":"https:\/\/marineforum.online\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/55874\/revisions\/55896"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/marineforum.online\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/55885"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/marineforum.online\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=55874"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/marineforum.online\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=55874"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/marineforum.online\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=55874"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}