{"id":56354,"date":"2026-07-15T18:41:00","date_gmt":"2026-07-15T16:41:00","guid":{"rendered":"https:\/\/marineforum.online\/?p=56354"},"modified":"2026-07-15T20:16:16","modified_gmt":"2026-07-15T18:16:16","slug":"luftverteidigung-warum-fregatten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/marineforum.online\/en\/luftverteidigung-warum-fregatten\/","title":{"rendered":"Luftverteidigung: Warum Fregatten F 127?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Uns f\u00e4llt auf, dass bei der Berichterstattung \u00fcber zuk\u00fcnftige Fregatten hin und wieder einiges durcheinander ger\u00e4t: Es ist also mal wieder Zeit f\u00fcr ein Erkl\u00e4rst\u00fcck.<\/strong><\/p>\n<p>Vor einigen Wochen hat der Verteidigungsminister das Projekt Fregatte F126 \u2013 die mit 10.000ts bislang gr\u00f6\u00dfte Fregatte der Welt \u2013 f\u00fcr beendet erkl\u00e4rt. Die Deutsche Marine bekommt statt dessen erst einmal die Fregatte F128, eine knapp 4.000ts kleine MEKO A200. Gr\u00fcnde f\u00fcr seine Entscheidung waren die Kostenexplosion, die Verz\u00f6gerungen im Projekt sowie das hohe Entwicklungsrisiko der F126. Trotzdem ist das Projekt noch in den Zeilen: Die versunkenen angeblichen 2 Milliarden an bisherigen Kosten werden zu rechtfertigen sein, DAMEN scheint offenbar eine Klage einzureichen! Und was wird nun eigentlich mit dem bereits angefangenen Schiff?<\/p>\n<p><strong>In all dieser Aufregung um das Projekt F126 bleibt es um ein anderes geplantes Vorhaben relativ ruhig.<\/strong> F\u00fcr die aktuellen Luftverteidigungsfregatten der Sachsen-Klasse (F124) ist die Fregatte F127 als Ersatz vorgesehen. Auch hier: Kosten, Zeitverzug und Risiko. Tats\u00e4chlich wird hier mit zuletzt berichteten 12.500ts das gr\u00f6\u00dfte, komplexeste und teuerste Luftverteidigungsschiff innerhalb des NATO-B\u00fcndnisses konzipiert. Schaut man auf die umfangreich geforderten F\u00e4higkeiten, die das Schiff alleine im Bereich der Luftverteidigung abbilden soll, dann werden die Gr\u00fcnde daf\u00fcr einleuchtend. Man findet diese geforderten F\u00e4higkeiten hinter zahlreichen Abk\u00fcrzungen zu unterschiedlichen Bereichen der Flugabwehr bzw. Luftverteidigung: IAMD, TBMD, AAW, ASMD, etc.? Was steckt dahinter und warum braucht man das so n\u00f6tig?<\/p>\n<p><strong>Zuallererst einmal: Es hei\u00dft FLUGabwehr, nicht LUFTabwehr<\/strong>. Die sollte man nicht abwehren, die braucht man zum Leben. Aber es hei\u00dft LUFTverteidigung (engl. Air Defence) \u2013 die Verteidigung gegen Bedrohungen aus der Luft. Unter Luftverteidigung versteht man innerhalb der Bundeswehr alle Ma\u00dfnahmen quer durch die Dimensionen Land, Luft, See, Cyber und Weltraum, um Angriffen aus der Luft vorzubeugen, sie zu erkennen, ihre Abwehr zu koordinieren und sie schlie\u00dflich zu eliminieren. In der Luftverteidigung sind Flug- und Raketenabwehr zusammengefasst. Das Ganze funktioniert nur in der quer \u00fcber alle Teilstreitkr\u00e4fte und Dimensionen vernetzten und integrierten Operationsf\u00fchrung \u2013 man spricht hier von <strong>Multi-Domain-Operations<\/strong>.\u00a0In der Dimension See \u2013 quasi der Marine \u2013 bezeichnet man die Teilmengen der Luftverteidigung als <strong>Air defence<\/strong> bzw. englisch Anti-Air-Warfare und <strong>Raketenabwehr<\/strong>, englisch Missile Defence. Die Marine spricht englisch, weil ihre Schiffe in der Regel in multinationale Verb\u00e4nde eingebunden operieren.<\/p>\n<p><strong>Wie funktioniert Flugabwehr in der Marine?<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_56356\" aria-describedby=\"caption-attachment-56356\" style=\"width: 425px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/F127-TKMS-Design.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-56356\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/F127-TKMS-Design-300x171.jpg\" alt=\"Entwurf der Fregatte F 127 der Deutschen Marine Grafik: TKMS\" width=\"425\" height=\"242\" srcset=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/F127-TKMS-Design-300x171.jpg 300w, \/wp-content\/uploads\/2026\/07\/F127-TKMS-Design-18x10.jpg 18w, \/wp-content\/uploads\/2026\/07\/F127-TKMS-Design.jpg 638w\" sizes=\"(max-width: 425px) 100vw, 425px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-56356\" class=\"wp-caption-text\"><em>Entwurf der Fregatte F 127 der Deutschen Marine. Grafik: TKMS<\/em><\/figcaption><\/figure>\n<p>The <strong>Anti-Air-Warfare (AAW)<\/strong> geh\u00f6rt zur Above Water Warfare (AWW) \u2013 im Gegensatz zur Under Water Warfare (UWW). In der Anti-Air-Warfare unterscheidet man zwischen Selbstverteidigung, Verbandsschutz und Gebietsschutz.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich sind fast alle Einheiten der Marine zur <strong>Self-defence<\/strong> gegen Luftbedrohungen ausger\u00fcstet, allerdings in unterschiedlicher Auspr\u00e4gung. Typische Effektoren zur Selbstverteidigung w\u00e4ren Rohrwaffen mit Kalibern zwischen 20mm und 127mm zur Abwehr von Flugzeugen einschlie\u00dflich Drohnen, oder auch der Rolling-Airframe-Missile (RAM) f\u00fcr die N\u00e4chstbereichs-Flugabwehr. Neben der Waffe bestimmen auch die Art der Sensoren und die verf\u00fcgbaren Feuerleit- sowie F\u00fchrungs-Einsatzsysteme den Grad des Erfolges.<\/p>\n<p>For the <strong>Unit air defence<\/strong> braucht es in der Regel daf\u00fcr speziell ausger\u00fcstete Fregatten und Zerst\u00f6rer mit ihren Weitbereichssensoren und ihren \u201eVerbandswaffen\u201c, den Mittel- bzw. Weitbereichsflugk\u00f6rpern vom Typ Evolved Sea Sparrow Missile (ESSM) bzw. Standard Missile-2 (SM-2). Der im Verband fahrende Anti-Air-Warfare-Commander (AAWC, das ist in der Regel der Kommandant des bestgeeigneten Schiffes) ist f\u00fcr die Korrelation des Luftlagebildes und die Koordination der Bek\u00e4mpfung innerhalb des Verbandes verantwortlich. Er sorgt daf\u00fcr, dass bei einem Angriff alle Ziele bek\u00e4mpft werden, und m\u00f6glichst so koordiniert, dass es keine \u201eLeaker\u201c (unbek\u00e4mpfte Ziele) und keine unn\u00f6tigen Mehrfachbek\u00e4mpfungen gibt. Typvertreter hier sind die Fregatten der Sachsen-Klasse (F124).<\/p>\n<figure id=\"attachment_56357\" aria-describedby=\"caption-attachment-56357\" style=\"width: 488px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/F127-AMDC-Design.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-56357\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/F127-AMDC-Design-300x169.jpg\" alt=\"Entwurf der Fregatte F 127 der Deutschen Marine Design AMDC\" width=\"488\" height=\"275\" srcset=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/F127-AMDC-Design-300x169.jpg 300w, \/wp-content\/uploads\/2026\/07\/F127-AMDC-Design-1024x576.jpg 1024w, \/wp-content\/uploads\/2026\/07\/F127-AMDC-Design-768x432.jpg 768w, \/wp-content\/uploads\/2026\/07\/F127-AMDC-Design-1536x864.jpg 1536w, \/wp-content\/uploads\/2026\/07\/F127-AMDC-Design-18x10.jpg 18w, \/wp-content\/uploads\/2026\/07\/F127-AMDC-Design.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 488px) 100vw, 488px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-56357\" class=\"wp-caption-text\">E<em>ntwurf der Fregatte F 127 der Deutschen Marine. Design AMDC<\/em><\/figcaption><\/figure>\n<p>Solche Flugabwehrschiffe tragen auch zum <strong>Gebietsschutz<\/strong> (Area-Air-Defence) bei. Hier kommt dann die Einbindung in die nationale Luftverteidigungsorganisation bzw. die des NATO-B\u00fcndnisses zum Tragen. Dabei werden das Lagebild und die Reaktionen auf Bedrohungen durch einen landgest\u00fctzten Befehlsstand (Control &amp; Reporting-Center CRC) koordiniert. Da der Einsatz von dort gef\u00fchrt wird, fungiert die Fregatte jetzt als schwimmende Flugabwehrbatterie, tr\u00e4gt mit ihren Sensoren zum Lagebild bei, oder \u00fcbernimmt \u2013 bei Ausfall des CRC \u2013 vor\u00fcbergehend dessen Aufgaben.<\/p>\n<p>Unterst\u00fctzung k\u00f6nnte in allen F\u00e4llen von Jagdflugzeugen (F-16, F18, Eurofighter, F35, etc.) kommen. Diese Unterst\u00fctzung der <strong>Airborne Air Defence<\/strong> (AAD) ist am effektivsten, wenn daf\u00fcr speziell ausgebildete J\u00e4gerleitoffiziere an Bord zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<p><strong>Abwehr von Anti-Schiff-Flugk\u00f6rpern ist eine eigene Sparte der Flugabwehr <\/strong><\/p>\n<p>In allen drei vorgenannten Bereichen, von der Selbstverteidigung \u00fcber die Verbandsflugabwehr bis zum Gebietsschutz, gibt es auch die <strong>Anti-Ship-Missile Defence<\/strong> (ASMD). Hier geht es um die Abwehr von Anti-Schiffs-Flugk\u00f6rpern mit Rohrwaffen, N\u00e4chstbereichssystemen wie den RAM, oder den vorgenannten Abwehrflugk\u00f6rpern des Mittel- und Weitbereichs.\u00a0 ASMD ist eine Teilmenge der \u201eluftatmenden\u201c Flugabwehr, nicht der Raketenabwehr!<\/p>\n<p><strong>Vier Unterscheidungen in der Raketenabwehr<\/strong><\/p>\n<p>Unter die <strong>Raketenabwehr<\/strong> fallen alle Abwehrma\u00dfnahmen gegen anfliegende ballistische und hyperschallschnelle Flugk\u00f6rper. Sie ist in der Regel nur in der Integration m\u00f6glich, die im nachfolgenden Kapitel beleuchtet wird.\u00a0 Auch hierf\u00fcr sind spezifische F\u00e4higkeiten erforderlich, die sich auf die Sensoren, Effektoren und die F\u00fchrungssysteme beziehen. Die deutsche Marine hat aktuell keine F\u00e4higkeit zur Raketenabwehr. Raketenabwehr ist aufgeteilt in zwei Bereiche und zwei Zwecke. Zun\u00e4chst unterscheidet man zwischen der endo-atmosph\u00e4rischen (in der Atmosph\u00e4re) und der exo-atmosph\u00e4rischen (au\u00dferhalb der Atmosph\u00e4re, also vereinfacht im Weltraum) Raketenabwehr. Sodann unterscheidet man die Theatre Ballistic Missile Defence <strong>TBMD<\/strong> f\u00fcr den Schutz von Truppen im Einsatz und die Ballistic Missile Defence <strong>BMD<\/strong> zum Schutz von Territorium und Bev\u00f6lkerung. F\u00fcr die Raketenabwehr innerhalb der Atmosph\u00e4re braucht man auf dem Schiff beispielsweise einen SM-6, f\u00fcr die im Weltraum einen SM-3-Abwehrflugk\u00f6rper.<\/p>\n<p>Einen maritimen Sonderfall der TBMD stellt die <strong>Abwehr von ballistischen Anti-Schiff-Raketen<\/strong> <strong>(ASBM)<\/strong> dar. Die Fregatte \"Hessen\" (Sachsen-Klasse, F124) hatte 2024 eine solche ballistische Anti-Schiff-Rakete der Huthi-Milizen im Rahmen der Operation ASPIDES im Roten Meer erfolgreich bek\u00e4mpft und damit einem Handelsschiff <strong>Mutual Support<\/strong> geleistet.<\/p>\n<p><strong>Integrierte Luftverteidigung quer durch die Dimensionen<\/strong><\/p>\n<p>Marineeinheiten k\u00f6nnen auch in die <strong>nationale Luftverteidigungsorganisation<\/strong> oder die der NATO integriert werden. Man spricht dann von Integrierter Luftverteidigung bzw. vom <strong>NATO Integrated Air and Missile Defence System (NATINAMDS)<\/strong>. Dabei kann dann das Unterstellungsverh\u00e4ltnis des Schiffes beispielsweise zum Kommandeur eines CRC der Luftwaffe wechseln.<\/p>\n<p><strong>Eine Einheit: HARDKILL und SOFTKILL<\/strong><\/p>\n<p>In diesem Versuch eines Erkl\u00e4rst\u00fcckes wurde bislang lediglich \u00fcber Lagebildbeitrag, F\u00fchrungsunterst\u00fctzung und Hardkill geschrieben. Es gilt jedoch das Prinzip <strong>\u201eHardkill und Softkill bilden eine Einheit\u201c<\/strong>. Unter Softkill versteht man in diesem Zusammenhang alle Ma\u00dfnahmen des elektronischen Kampfes zur Unterst\u00fctzung der Luftverteidigung. Ohne elektronische Unterst\u00fctzungs- und Gegenma\u00dfnahmen geht es nicht!<\/p>\n<p><strong>Deutsche Marine mit gro\u00dfer Expertise, aber begrenzten F\u00e4higkeiten<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_27060\" aria-describedby=\"caption-attachment-27060\" style=\"width: 573px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/MFO-Header-Beitrag-840x428-px-\u2013-29.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-27060\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/MFO-Header-Beitrag-840x428-px-\u2013-29-300x153.jpg\" alt=\"With its SM-2 missiles, a Class 124 frigate covers approximately four times the airspace of the Patriot system, photo: Marcel Kr\u00f6ncke\" width=\"573\" height=\"292\" srcset=\"\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/MFO-Header-Beitrag-840x428-px-\u2013-29-300x153.jpg 300w, \/wp-content\/uploads\/2023\/02\/MFO-Header-Beitrag-840x428-px-\u2013-29-768x391.jpg 768w, \/wp-content\/uploads\/2023\/02\/MFO-Header-Beitrag-840x428-px-\u2013-29-750x382.jpg 750w, \/wp-content\/uploads\/2023\/02\/MFO-Header-Beitrag-840x428-px-\u2013-29.jpg 840w\" sizes=\"(max-width: 573px) 100vw, 573px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-27060\" class=\"wp-caption-text\"><em>Mit ihren Flugk\u00f6rpern SM-2 deckt eine Fregatte<\/em> <em>der Klasse 124 etwa den vierfachen Luftraum<\/em> <em>des Patriot-Systems ab. Bild: Marcel Kr\u00f6ncke<\/em><\/figcaption><\/figure>\n<p>Bereits zu Beginn des Jahrtausends hat die Deutsche Marine den Quantensprung vom Verbandsflugabwehrzerst\u00f6rer der L\u00fctjens-Klasse (Z103B) zum Luftverteidigungsschiff der Sachsen-Klasse (F124) erkannt. In den folgenden zwei Dekaden wurde \u2013 <strong>zusammen mit der Luftwaffe<\/strong> \u2013 umfangreiche Expertise durch gemeinsame Lehrg\u00e4nge und \u00dcbungsteilnahmen, Konzeptentwicklung, Experimente, Symposien und Studien aufgebaut. Die Deutsche Marine war f\u00fchrend in der Konzeptentwicklung zusammen mit den multinationalen Partnern und \u00fcbernahm sogar die F\u00fchrung in einem NATO-Gremium, das sich mit der seegest\u00fctzten Abwehr von ballistischen Raketen im Weltall auseinander setzt.<\/p>\n<p>Auch rein national hat sich die Deutsche Marine im Bereich Flugabwehr \u2013 hier insbesondere im Anteil Anti-Ship-Missile-Defence ASMD \u2013 zu einer der f\u00fchrenden NATO-Marinen entwickelt. Die j\u00e4hrlichen Flugk\u00f6rperschie\u00dfabschnitte geh\u00f6ren zu den komplexesten im B\u00fcndnis. Noch im April haben deutsche Marineeinheiten neue Standards im Bereich \u201eBlack Firings\u201c gesetzt. Dabei operieren die Einheiten in See, ohne den Zeitpunkt oder die Art und das Mittel des \u00dcberraschungsangriffes in einem \u00dcbungsszenario zu kennen. Dies stellt eine klare Abkehr von den fr\u00fcheren Drehbuch-Schie\u00dfszenaren dar und gleichzeitig einen deutlichen Schritt in Richtung Kriegstauglichkeit.<\/p>\n<figure id=\"attachment_46815\" aria-describedby=\"caption-attachment-46815\" style=\"width: 465px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/MFO_Header-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-46815\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/MFO_Header-2-300x153.jpg\" alt=\"Zerst\u00f6rer Z 103 M\u00d6LDERS im Marinemuseum Wilhelmshaven. Foto: P\u00f6n-Ex-Crew\" width=\"465\" height=\"237\" srcset=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/MFO_Header-2-300x153.jpg 300w, \/wp-content\/uploads\/2025\/06\/MFO_Header-2-768x391.jpg 768w, \/wp-content\/uploads\/2025\/06\/MFO_Header-2.jpg 840w\" sizes=\"(max-width: 465px) 100vw, 465px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-46815\" class=\"wp-caption-text\">Zerst\u00f6rer Z103 M\u00d6LDERS im Marinemuseum Wilhelmshaven. Foto: P\u00f6n-Ex-Crew<\/figcaption><\/figure>\n<p>Auch wenn F124 als Luftverteidigungsschiff nicht mehr auf der H\u00f6he der Gezeiten segelt, so werden dennoch die Selbstverteidigungsf\u00e4higkeiten der anderen Flotteneinheiten konsequent weiterentwickelt. F\u00fcr F123B, F126, F128 ist die Ausr\u00fcstung mit der zwischenzeitlich verbesserten Variante des Mittelbereichs-Abwehrflugk\u00f6rpers ESSM geplant, f\u00fcr F125 die Nachr\u00fcstung mit IRIS-T. Das stellt einen signifikanten F\u00e4higkeitszuwachs hin zu einer echten gestaffelten Flugabwehr (Eloka, ESSM, RAM und Rohrwaffen) f\u00fcr diese Einheiten dar. Inwieweit sich hier eine Entlastung der Verbandsflugabwehr ergibt, muss untersucht werden.<\/p>\n<p><strong>F127 soll alle geschilderten F\u00e4higkeiten abbilden<\/strong><\/p>\n<p>Auf F127 sollen erstmals in der Deutschen Marine alle vorab beschriebenen F\u00e4higkeiten abgebildet werden. Und obwohl die aktive Raketenabwehr von ballistischen Flugk\u00f6rpern im Weltraum durch das Verteidigungsministerium nur als \u201efitted for but not with\u201c-Option gefordert ist, ist dies der haupts\u00e4chliche Kosten-, Gr\u00f6\u00dfen- und Risikotreiber. Sie erfordert \u2013 aktuell noch alternativlos \u2013 das Aegis-Gefechtsf\u00fchrungssystem und den SM-3-Abwehrflugk\u00f6rper.<\/p>\n<p>N\u00e4hme man diese Forderung heraus und w\u00fcrde man sich zum Thema BMD in der Marine auf einen Sensorbeitrag im Weltraum zur Fr\u00fchwarnung und Zielvoreinweisung beschr\u00e4nken, er\u00f6ffneten sich zahlreiche \u2013 nationale wie europ\u00e4ische \u2013 Alternativen in Bezug auf Plattform, Sensoren und Effektoren.<\/p>\n<p><strong>Conclusion:<\/strong> ein Ersatz f\u00fcr die Sachsen-Klasse ist unverzichtbar. Auch und gerade wegen der schnell voranschreitenden Drohnentechnologie braucht man Plattformen, die nicht den Status Quo abbilden, sondern die technologischen Spr\u00fcnge allumfassend mitgehen k\u00f6nnen. Als f\u00fchrende Nation k\u00f6nnen wir uns hier keine L\u00fccken leisten, weder in der NATO noch im europ\u00e4ischen Kontext. Deutschland hat zwar in Bezug auf die Anzahl eine kleine Marine, aber die Bedeutung ihrer F\u00e4higkeiten im B\u00fcndnis ist gro\u00df. Man wird das den Parlamentariern sicher gut erkl\u00e4ren. Nach der Sommerpause wird die Debatte losgehen.<\/p>\n<p><strong>Tipp zum Schlu\u00df:<\/strong> sollte jemand bei welchem Sender auch immer weiterhin stur von \"Luftabwehr\" sprechen, umschalten!....<\/p>\n<p>Text: hsc, au, ajs<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In all der Aufregung um das Projekt F126 bleibt es um ein anderes geplantes Vorhaben relativ ruhig. F\u00fcr die aktuellen Luftverteidigungsfregatten der Sachsen-Klasse (F124) ist Fregatte F127 als Ersatz vorgesehen. Auch hier: Kostenexplosion, Zeitverzug und hohes Risiko. Tats\u00e4chlich wird hier mit zuletzt berichteten 12.500ts das gr\u00f6\u00dfte, komplexeste und teuerste Luftverteidigungsschiff innerhalb des NATO-B\u00fcndnisses konzipiert. <\/p>","protected":false},"author":10,"featured_media":56355,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_oasis_is_in_workflow":0,"_oasis_original":0,"_oasis_task_priority":"2normal","footnotes":""},"categories":[486,42,49,51,52],"tags":[13255,2549,13256,1002,182,1071,4825,4593,338,1792,417,3881,13439,342,11843,2520,13257,2599,13440,13254],"class_list":["post-56354","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-headlines","category-news","category-schiffsbau-news","category-streitkraefte-news","category-technologie-news","tag-aaw","tag-aegis","tag-asmd","tag-bmd","tag-deutsche-marine","tag-f-126","tag-f127","tag-flugabwehr","tag-fregatte","tag-fregatte-hessen","tag-fregatte-hamburg","tag-fregatte-sachsen","tag-hardkill","tag-luftverteidigung","tag-meko-a-200","tag-multi-domain-operations","tag-natinamds","tag-raketenabwehr","tag-softkill","tag-tbmd"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/marineforum.online\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/56354","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/marineforum.online\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/marineforum.online\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/marineforum.online\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/10"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/marineforum.online\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=56354"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/marineforum.online\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/56354\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":56369,"href":"https:\/\/marineforum.online\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/56354\/revisions\/56369"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/marineforum.online\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/56355"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/marineforum.online\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=56354"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/marineforum.online\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=56354"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/marineforum.online\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=56354"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}