{"id":8189,"date":"2017-12-01T16:27:31","date_gmt":"2017-12-01T15:27:31","guid":{"rendered":"https:\/\/marineforum.online\/?p=8189"},"modified":"2021-02-12T12:13:54","modified_gmt":"2021-02-12T11:13:54","slug":"buster-multirole-organic-boats-for-f125","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/marineforum.online\/en\/buster-mehrrollenfaehige-organische-boote-fuer-f125\/","title":{"rendered":"Buster - Multi-reel organic boats for F125"},"content":{"rendered":"<p><strong>Mit der Abnahme der ersten beiden Einsatzboote und den Funktionsnachweisfahrten der ersten beiden Fregatten \u201eBaden-W\u00fcrttemberg\u201c und \u201eRheinland-Pfalz\u201c der Klasse <a href=\"https:\/\/marineforum.online\/fregatte-klasse-125-nicht-nur-ein-ruestungsprojekt\/\">125<\/a> konnten hinreichende Erfahrungen mit dem neuen Bootstyp Buster gewonnen werden, um eine Einsch\u00e4tzung der Leistungsf\u00e4higkeit auf Basis von Praxiserfahrungen vorzunehmen \u2013 auch wenn eine abschlie\u00dfende Aussage hierzu erst aus richtigen Fahr- und Einsatzberichten der Buster getroffen werden kann.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\"><strong>Buster<\/strong> 19, das Ausbildungsboot des Seebataillons, wird seit Dezember 2015 genutzt, <strong>Buster<\/strong> 20 f\u00fcr die Marinetechnikschule (MTS), ist im April von der ARGE <a href=\"https:\/\/marineforum.online\/f125-der-weg-bis-zur-einsatzfaehigkeit\/\">F125<\/a> abgenommen worden. <strong>Buster<\/strong> 1 bis 8 haben mit den ersten beiden Schiffen mittlerweile eine Reihe von Seebetriebsstunden absolviert und wurden hier neben den eigentlichen Funktionsnachweisen als Verbringungsmittel f\u00fcr den Personaltransfer Schiff-Land oder als Ziel f\u00fcr Erprobungsma\u00dfnahmen der diversen Sensoren der Schiffe eingesetzt. Dabei wurden in Sachen Seegangsbelastung, Geschwindigkeit, Einsatzstunden und Ausfallverhalten f\u00fcr mehrere Boote Erkenntnisse gesammelt, die erste Aussagen \u00fcber Eignung und Robustheit der <strong>Buster<\/strong> zulassen. Damit ist auch ein Vergleich des erreichten Zustands zum geforderten Soll m\u00f6glich.<\/span><\/p>\n<h2><strong>Auslegung, Konzept Organische Boote F125<\/strong><\/h2>\n<figure id=\"attachment_8195\" aria-describedby=\"caption-attachment-8195\" style=\"width: 455px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-8195 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Buster_in_fahrt.jpg\" alt=\"Buster in Fahrt (Foto: Archiv)\" width=\"455\" height=\"370\" srcset=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Buster_in_fahrt.jpg 455w, \/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Buster_in_fahrt-300x244.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 455px) 100vw, 455px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-8195\" class=\"wp-caption-text\"><strong>Buster<\/strong> in Fahrt (Foto: Archiv)<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Als integraler Bestandteil des Waffensystems <a href=\"https:\/\/marineforum.online\/f125-der-weg-bis-zur-einsatzfaehigkeit\/\">F125<\/a> beruhen die <strong>Buster<\/strong> auf dem Konzept des zugeh\u00f6rigen Tr\u00e4ger-Schiffes mit den Forderungen an weltweiten Einsatz, Intensivnutzbarkeit und einem F\u00e4higkeitsspektrum, das in der fr\u00fchen Projektphase zwischen 2003 und 2007 mit dem Begriff \u201eStabilisierungseins\u00e4tze\u201c umrissen werden konnte. Dazu sollten organische Einsatzmittel des Schiffes \u2013 Bordhubschrauber und Boote \u2013 f\u00fcr Verbringungs-, \u00dcberwachungs-, Boarding- und Begleit-\/Escortaufgaben integriert werden. Aus dem vorgesehenen Einsatzprofil entstand so ein kalkulatorischer Bedarf an Einsatzzeit von Booten in verschiedenen Rollen. Zu den Gesamtf\u00e4higkeiten der <a href=\"https:\/\/marineforum.online\/fregatte-klasse-125-nicht-nur-ein-ruestungsprojekt\/\">F125<\/a> tragen die heute als Boote zur Unterst\u00fctzung von Spezialkr\u00e4ften, f\u00fcr Transportaufgaben, f\u00fcr Escort und f\u00fcr Rettungszwecke (<strong>Buster<\/strong>) bezeichneten Fahrzeuge erheblich bei, sodass es nahelag, f\u00fcr die in einigen Einsatzrollen zwei erforderlichen Boote pro Schiff. eine Gesamtanzahl zu integrieren, die Ausf\u00e4lle verkraftet.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die geforderten F\u00e4higkeiten der <strong>Buster<\/strong> f\u00fchrten schon nach ersten Absch\u00e4tzungen zu einem Wasserfahrzeug, das im Bereich von \u00fcber 10 Meter L\u00e4nge und etwa 8 Tonnen Gewicht anzusiedeln war. Bei einem relativ kleinen Schiff (auch wenn die <a href=\"https:\/\/marineforum.online\/fregatte-klasse-125-nicht-nur-ein-ruestungsprojekt\/\">F125<\/a> mit ihren knapp 150 Meter L\u00e4nge f\u00fcr eine Fregatte stattlich ausgefallen ist) stellen drei oder mehr gro\u00dfe Einsatzboote eine Herausforderung an die optimale Integration dar. Da in der internationalen Seefahrt Boote auch f\u00fcr Eigen- und Fremdrettungsaufgaben auf Schiffen mitzuf\u00fchren sind, ergab sich schnell die Frage, ob man nicht mit einem Bootstyp Einsatz- und SOLAS-Aufgaben (SOLAS: Safety of Life at Sea International Convention) abdecken k\u00f6nne, um den Platz f\u00fcr \u201erein zivile\u201c Rettungsmittel zugunsten der \u201eEinsatzmittel\u201c zu optimieren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Diese \u00dcberlegungen f\u00fchrten zum Ansatz, vier gleiche Boote mit verschiedenen Rollens\u00e4tzen im Schiff zu integrieren: Zwei davon grunds\u00e4tzlich in der Rolle von schnellen Bereitschaftsbooten, um die SOLAS\u2013Vorgaben zu erf\u00fcllen und zwei als Einsatzboote. Zur Anordnung an Bord der <a href=\"https:\/\/marineforum.online\/fregatte-klasse-125-nicht-nur-ein-ruestungsprojekt\/\">F125<\/a> wurden umfangreiche \u00dcberlegungen, u. a. auch eine asymmetrische Anordnung im Schiff oder im Heck, angestellt. Die diesbez\u00fcglichen Integrationsuntersuchungen zeigten schnell ein eigentlich triviales Ergebnis: Der beste Platz f\u00fcr eine Bootsaussetzvorrichtung bei einem Schiff in dem f\u00fcr <a href=\"https:\/\/marineforum.online\/fregatte-klasse-125-nicht-nur-ein-ruestungsprojekt\/\">F125<\/a> vorgesehenen Gr\u00f6\u00dfenspektrum ist in der Mitte und an der Seite. Dort sind die Bewegungen des Schiffes am ehesten zu beherrschen und das Schiff kann Lee machen, dem Boot also durch Kurswahl das Aussetzen und vor allem das Wiedereinholen erleichtern. Die Alternative eines Dockbereichs im Heck kam aufgrund der dann erforderlichen Decksh\u00f6he und Tonnage f\u00fcr <a href=\"https:\/\/marineforum.online\/f125-der-weg-bis-zur-einsatzfaehigkeit\/\">F125<\/a> nicht in Frage.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_8191\" aria-describedby=\"caption-attachment-8191\" style=\"width: 370px\" class=\"wp-caption alignright\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-8191 size-jeg-370x296\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/BUSTER-am-Davitkopf-370x296.jpg\" alt=\"Buster in der pendelarmen Lastaufh\u00e4ngung am Davitkopf\" width=\"370\" height=\"296\" srcset=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/BUSTER-am-Davitkopf-370x296.jpg 370w, \/wp-content\/uploads\/2021\/02\/BUSTER-am-Davitkopf-120x96.jpg 120w\" sizes=\"(max-width: 370px) 100vw, 370px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-8191\" class=\"wp-caption-text\"><strong>Buster<\/strong> in der pendelarmen Lastaufh\u00e4ngung am Davitkopf<\/figcaption><\/figure>\n<h3><span style=\"font-weight: 400;\">Zur Konzeption einer Aussetzvorrichtung geh\u00f6rt mehr als die Anordnung im Schiff. <\/span><\/h3>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die technischen M\u00f6glichkeiten wie Korbsysteme, Heckschleppen, Mehrpunktaufh\u00e4ngung etc. wurden analysiert und hinsichtlich Eignung und Realisierungsrisiko bewertet. Durchgesetzt hat sich das f\u00fcr schnelle Bereitschaftsboote g\u00e4ngige System aus einem Tragseil und einer am Bug des Bootes befestigten Schleppleine. Die Schleppleine hat vor allem gro\u00dfe Vorteile in Bezug auf das Aussetzen: Die L\u00e4ngslage des Bootes beim Hieven oder Fieren (freies H\u00e4ngen am Tragseil) ist kontrollierbar und beim Wasserkontakt mit dem Seegang abstimmbar. Beim Wiederaufnehmen kann das Boot zun\u00e4chst in eine ruhige Schleppsituation neben dem Schiff gebracht werden, bevor das Tragseil angeschlagen wird. Jede L\u00f6sung mit mehr als einem Tragseil h\u00e4tte Nachteile hinsichtlich der Zeitdauer des Anschlagens der Tragseile und den Personalaufwand daf\u00fcr gehabt. So fiel die Entscheidung f\u00fcr ein einziges Tragseil im Schwerpunkt des Bootes. F\u00fcr das Boot ist dies nachteilig in Bezug auf das Hei\u00dfgestell, das die volle Belastung an einer Stelle in die Bootsstruktur einleiten muss, und nat\u00fcrlich f\u00fcr den Trimm des Bootes, der nur sehr beschr\u00e4nkt nach vorn oder achtern wandern darf, um den \u00dcbergang von der Schwimmlage im Seegang zum H\u00e4ngen am Tragseil bzw. umgekehrt sicher \u2013 also vor allem ohne Umschlagen des Bootes \u2013 beherrschen zu k\u00f6nnen. Alle Rollen sind daher hinsichtlich Trimm und dessen \u00c4nderung kritisch. Pr\u00e4zise Stau- und Besetzungspl\u00e4ne sind notwendig.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Man kann jetzt nachvollziehen, dass die Auslegung des Bootes zun\u00e4chst von der Integrationsumgebung Schiff und der Schnittstelle zu diesem dominiert wurden, nicht von Forderungen an das Wasserfahrzeug Boot an sich. Weitere Randbedingungen ergeben sich aus den oben genannten Rollen, von denen zwei eine Bewaffnung mit bis zu vier schweren Maschinenwaffen (sMG 12,7 mm, siehe Bild, bzw. [Granat-Maschinen-Waffe] GraMaWa 20 mm) vorsehen.\u00a0<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_8192\" aria-describedby=\"caption-attachment-8192\" style=\"width: 458px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-8192 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Eingeruestetes-Maschinengewehr-im-Bug.jpg\" alt=\"Einger\u00fcstetes Maschinengewehr im Bug\" width=\"458\" height=\"337\" srcset=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Eingeruestetes-Maschinengewehr-im-Bug.jpg 458w, \/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Eingeruestetes-Maschinengewehr-im-Bug-300x221.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 458px) 100vw, 458px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-8192\" class=\"wp-caption-text\">Einger\u00fcstetes Maschinengewehr im Bug<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Neben den Wirkmitteln wird die Schnittstelle zwischen Mensch und Boot wesentlich von dem zur Durchf\u00fchrung der Rolle ben\u00f6tigtem Einsatzkontingent und der zum Fahren des Bootes ben\u00f6tigten Bootsbesatzung bestimmt. Als Besatzung ergibt sich schnell die klassische Cockpitcrew von drei Personen, weil das Boot gesteuert und gef\u00fchrt werden muss, ein Funker an Bord sein muss (auch die <strong>Buster<\/strong> k\u00f6nnen auf Hoher See operieren, bzw. sind als Seefunkstelle f\u00fcr den Fahrbereich A3 ausgestattet) und weil man vor allem beim Wiederaufnehmen des Bootes f\u00fcr das Anschlagen der Schlepp- bzw. der Hei\u00dfleine eine dritte Person braucht. Die Anzahl der Sitze f\u00fcr weitere Mitfahrer ergibt sich aus dem Spezialkr\u00e4ftekontingent, das mit 8 Personen je Boot veranschlagt werden muss. Damit kommen 11 Pl\u00e4tze zusammen, die so auszuf\u00fchren sind, dass das Boot mit erheblicher Geschwindigkeit auch bei Seegang fahren kann, ohne die Personen an Bord schon nach sehr kurzer Zeit zu \u00fcberfordern. Gelungen ist das vor allem in Hinblick auf die Verbringung von Spezialkr\u00e4ften mittels Auswahl von Jockeysitzen (sog. Ullmann-Sitze), eine L\u00f6sung, in der ein <strong>Buster<\/strong> die Soldaten inklusive Ausr\u00fcstung \u00fcber gro\u00dfe Entfernung mit hoher Geschwindigkeit verbringen kann. Hier stellt sich die Frage, warum die <strong>Buster<\/strong> keine geschlossene Kabine haben, sondern als offene Boote konzipiert sind, die der Besatzung keinen Schutz vor der Witterung bieten: Die geforderte Modularit\u00e4t der Einsatzrollen l\u00e4sst kaum eine Wahl. Die Einr\u00fcstung \u201emanngerichteter\u201c (manuell bedienter) Waffen hat bei einem nur 10 Meter langen Boot gegen\u00fcber fernbedienten Waffenstationen entscheidende Integrationsvorteile. Auch das Absetzen von Soldaten an einer K\u00fcste oder einem Ziel auf See kann von einem offenen Boot anders\/besser erfolgen als aus einer engen Luke heraus. Die Rolle des schnellen Bereitschaftsbootes, insbesondere der Fremdrettungsanteil, dient dazu, schnell Personen aus dem Wasser zu bergen und erfordert dadurch ebenfalls einen leichten Zugang auf das Boot. Alternativen wurden untersucht, z. B. eine Entwurfsvariante als Katamaran mit Kabine und fernbedienter Waffenstation. Durchgesetzt hat sich ein Monohull-Gleiter in Festrumpfbauweise mit umlaufendem Schlauchfender ohne Kabine.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Das Boot ist als Seefunkstelle f\u00fcr das Fahren auf Hoher See (Seefunkstelle Fahrtgebiet A3) ausgelegt, das Boot tr\u00e4gt damit deutlich mehr Kommunikationsausr\u00fcstung als den bei Booten dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung sonst \u00fcblichen mobilen UKW-Seefunkdienst. Die taktische Fernmeldeausr\u00fcstung besteht aus HF- und SatCom-Funklinien. Die einr\u00fcstbaren Endger\u00e4te erlauben gesicherte Kommunikation hoher Verschlussgrade zwischen Boot und Schiff bzw. Boot und F\u00fchrungsdienststellen an Land. Bei Bedarf kann der IBUK (Inhaber der Befehls- und Kommandogewalt, im Frieden der\/die BMVg) unmittelbar mit Soldaten im <strong>Buster<\/strong> kommunizieren. Die interne Kommunikationsanlage im Boot erm\u00f6glicht diverse Schaltungen, die f\u00fcr Besatzung, Einsatzf\u00fchrer und\/oder Waffenbediener verwendet werden k\u00f6nnen \u2013 nat\u00fcrlich in Verbindung mit der passenden pers\u00f6nlichen Ausr\u00fcstung (Sprechsatz). Das ist nicht trivial, denn wegen des unmittelbaren Einflusses der Witterung ist es im Boot in der Regel nass, kalt und vor allem laut. Dementsprechend muss Schutz- und Kommunikationsausstattung, insbesondere das Headset einerseits dem L\u00e4rmschutz, andererseits den Kommunikationsanforderungen unter f\u00fcr elektrische Ger\u00e4te denkbar ung\u00fcnstigen Bedingungen (Salzwasser) gen\u00fcgen und auch noch kompatibel zu den Helmen der Bootsbesatzung sein. Die marineweite Einf\u00fchrung eines leichten Standardhelms f\u00fcr Bootsbesatzungen (sog. Gecko-Helm) brachte damit durchaus einige Herausforderungen mit sich.\u00a0<\/span><\/p>\n<h3><span style=\"font-weight: 400;\">Im Bereich Seefunk f\u00fcr die weltweite Fahrt als Einzelfahrer ausgestattet<\/span><\/h3>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Navigatorisch sind <strong>Buster<\/strong> entsprechend der F\u00e4higkeiten im Bereich Seefunk f\u00fcr die weltweite Fahrt als Einzelfahrer ausgestattet. Angefangen mit zivilem (und milit\u00e4rischem) GPS, einem Navigationsradar (als Hilfsmittel), AIS (Automated Identification System) und einer offiziellen Seekarte wird ein <strong>Buster<\/strong> im Prinzip wie ein Schiff ab Bruttoraumzahl (BRZ) 500 behandelt, wobei in Bezug auf Kartentische und 19-Zoll-Displays nat\u00fcrlich Kompromisse eingegangen werden. Auslegungsbestimmend f\u00fcr die <strong>Buster<\/strong> ist in jedem Fall der Umfang der Ger\u00e4te f\u00fcr Kommunikation und Navigation, die gesch\u00fctzt unterzubringen sind und die etwa 1 m\u00b3 Rauminhalt entsprechen. Die Antennen bestimmen ebenfalls das Aussehen der <strong>Buster<\/strong>, vor allem der gro\u00dfe HF-Stab, der h\u00f6her als der Freiraum in der Bootsnische im Schiff ausf\u00e4llt und daher klappbar ist. Die andere hintere Ecke bleibt dann f\u00fcr die omnidirektionale SatKom-Antenne. Alle anderen Antennen (GPS, Seefunk, IFF), die Navigationsbeleuchtung und das -radar wanderten in den verbleibenden Integrationsraum \u00fcber dem Fahrstand.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Auch die Positionierung des Fahrtstands im Boot \u2013 vor oder hinter dem Hei\u00dfhaken \u2013 wurde intensiv analysiert. Im Heck kann der Bootsf\u00fchrer alles \u00fcberblicken und sehen, wie das Langauge mit der Hei\u00dfleine angenommen wird, um dann mit dem Hei\u00dfhaken im Boot verbunden zu werden. Mit dem Fahrstand im Heck wird das Boot aber schnell hecklastig, wenn sich der Beladezustand \u00e4ndert. Zudem ist das mit den Bootsrollen eingeschiffte Personal im Heck geringeren Beschleunigungen ausgesetzt. Letztlich wurde f\u00fcr die <strong>Buster<\/strong> auch dieser Aspekt einer n\u00fcchternen Optimierung zugef\u00fchrt, genauso wie die Frage der L\u00e4nge des Bootes. Diese L\u00e4nge ist mit \u00fcber 10 Meter au\u00dferhalb des Zulassungsspektrums f\u00fcr ein schnelles Bereitschaftsboot, f\u00fcr welches die Vorgaben der SOLAS die Obergrenze von 8,5 Meter anf\u00fchren. Eine beim Germanischen Lloyd (heute DNV-GL: Det Norske Veritas Germanischer Lloyd) beauftragte \u00c4quivalenzanalyse f\u00fchrte zur Erkenntnis, dass viele der von der Bootsl\u00e4nge beeinflussten Eigenschaften eines schnellen Bereitschaftsbootes g\u00fcnstiger bewertetet werden k\u00f6nnen, wenn die Bootsl\u00e4nge bei 10,10 Meter liegt. Nur wenige Eigenschaften sind dann nachteilig gegen\u00fcber einem maximal 8,5 Meter langen Boot und m\u00fcssen kompensiert werden. Beispielsweise macht der h\u00f6here Freibord eines gro\u00dfen Bootes es schwieriger, eine Person aus dem Wasser zu bergen. Die <strong>Buster<\/strong> m\u00fcssen daher ein Hilfsmittel mitf\u00fchren (sog. Jasons Cradle), das diesen Nachteil ausgleicht. In Summe hat die Analyse durch die Klassifikationsgesellschaft unter Einbindung eines Sachverst\u00e4ndigen die Zulassungsf\u00e4higkeit der <strong>Buster<\/strong> als schnelles Bereitschaftsboot (FRB, Fast Rescue Boat) nachgewiesen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Diese Eignung im Sinne der SOLAS ist relevant, da technische Randbedingungen zu erf\u00fcllen sind, manche davon marinespezifisch pr\u00e4zisiert. So muss in der Rolle FRB eine Lagerung liegend Verletzter auf dem in die Marine eingef\u00fchrten Tragemittel (Spineboard) m\u00f6glich sein. Der erforderliche Platz wird durch ausbaubare Sitze geschaffen. Die Motoren m\u00fcssen SOLAS-Eignung aufweisen, also z. B. wieder anspringen k\u00f6nnen, selbst wenn das Boot gekentert ist. Kieloben liegen bleiben darf ein <strong>Buster<\/strong> als FRB auch nicht, er ist deshalb mit einer abnehmbaren Wiederaufrichteinrichtung ausgestattet, die nach Ausl\u00f6sung am Heckspiegel das Boot nachweislich (auch dies wurde mit dem Prototyp erfolgreich getestet) in die richtige Schwimmlage zur\u00fcckdreht. Weitere Detailforderungen an die Ausl\u00f6semimik von Schlepp- und Hei\u00dfhaken ergeben sich, ebenso ein Sensor im Kiel f\u00fcr den Ausl\u00f6semechanismus (Wasserschloss). Hinsichtlich des Aussetzens wirken sich die SOLAS-Forderungen dennoch nicht negativ aus. Sie sind im Gegenteil einfach sinnvoll f\u00fcr eine sichere und robuste Schnittstelle Boot\/Schiff. Die SOLAS-Motoren-Frage schr\u00e4nkt die Auswahl geeigneter Triebwerke etwas ein, gew\u00e4hrleistet aber auch hier eine robuste Auslegung.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Der Propulsor f\u00fcr den Vortrieb muss erw\u00e4hnt werden, denn die Frage nach Z-Antrieb, Waterjet oder direkt treibendem Propeller bestimmt Bootsentwurf und Leistungsbedarf. Begr\u00fcndet durch die geringere Verletzungsgefahr f\u00fcr im Wasser Treibende bei der Fremdrettung und durch die geforderte Eignung f\u00fcr sehr flaches Wasser war schnell klar, dass der Waterjet in Verbindung mit innenbords angeordneten Motoren auszuw\u00e4hlen ist. Die Verwendung von Diesel als Brennstoff war wegen Lagerung an Bord des Schiffes und Nachversorgbarkeit vorgegebene Randbedingung. Die resultierende Kombination aus Waterjets in Verbindung mit drehmomentstarken Dieselmotoren gew\u00e4hrleistet eine hohe Agilit\u00e4t des Bootes inklusive extrem kurzer Stoppstrecke. Da das Boot in Einsatzrollen durchaus auch in engen, flachen Binnengew\u00e4ssern eingesetzt werden soll, ist der gew\u00e4hlte Antrieb letztlich ein guter und akzeptabler Kompromiss.<\/span><\/p>\n<h3><span style=\"font-weight: 400;\">Konzeptioneller Ansatz und komplette Neuentwicklung<\/span><\/h3>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die <strong>Buster<\/strong> machten aufgrund des konzeptionellen Ansatzes eine komplette Neuentwicklung erforderlich. Wegen der urspr\u00fcnglich knappen terminlichen Vorgaben aus dem Schiffsprojekt wurden die Komponenten auf Basis verf\u00fcgbarer Technik ausgew\u00e4hlt. Die insgesamt unerprobte Konfiguration der gew\u00e4hlten Teilkonzepte und die hohe Packungsdichte mit den Waffen und den Kommunikations- bzw. Navigationssystemen bargen aber durchaus Risiken. Diese wurden mittels diverser Zwischenschritte bei der Auswahl des Bootsherstellers (Ausschreibung) und eines Prototypings mit dem ersten Boot abgefedert. Auch bei der Aussetzvorrichtung wurde der Ansatz der Verwendung verf\u00fcgbarer Technik verfolgt, da letztlich alle Merkmale der Schnittstelle Schiff\/Boot aus dem Baukasten f\u00fcr FRB stammen \u2013 bis auf das Gewicht! Das gegen\u00fcber \u201enormalen\u201c FRB verdoppelte Bootsgewicht (FRB sind \u00fcblicherweise bis zu 4 t schwer) war nicht durch einfaches Hochskalieren zu beherrschen und machte die Aussetzvorrichtung aufwendiger als zun\u00e4chst kalkuliert.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Mit dem geschilderten ambitionierten Ansatz f\u00fcr ein mehrrollenf\u00e4higes organisches Kampfboot und der knappen Entwurfszeit konnte dennoch die Konzeption bis 2009 f\u00fcr 20 Boote (4 mal 4 f\u00fcr die Fregatten, zwei Schulboote und zwei als Kreislaufreserve) und 17 Aussetzvorrichtungen (4 mal 4 f\u00fcr die Fregatten, eine f\u00fcr die Marinetechnikschule) terminplangerecht abgeschlossen werden. Durchsetzen konnten sich letztlich der Bootshersteller Fassmer zusammen mit Rhode und Schwarz (f\u00fcr Kommunikation und Navigation) sowie Davit International (DI) f\u00fcr die Aussetzvorrichtung.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_8193\" aria-describedby=\"caption-attachment-8193\" style=\"width: 218px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-8193\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Buster-im-Schlepp-an-der-Fangleine-mit.jpg\" alt=\"Buster im Schlepp an der Fangleine mit\" width=\"218\" height=\"454\" srcset=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Buster-im-Schlepp-an-der-Fangleine-mit.jpg 218w, \/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Buster-im-Schlepp-an-der-Fangleine-mit-144x300.jpg 144w\" sizes=\"(max-width: 218px) 100vw, 218px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-8193\" class=\"wp-caption-text\"><strong>Buster<\/strong> im Schlepp an der Fangleine mit<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Wie eingangs vermerkt, liegen seit dem Prototyping 2012\/13 mit dem jetzt als <strong>Buster<\/strong> 20 verwendeten Schulboot, mit <strong>Buster<\/strong> 19 beim Seebataillon und den seit April 2016 mit der \u201eBaden-W\u00fcrttemberg\u201c zur See fahrenden <strong>BusterN<\/strong> 1 bis 4 sowie <strong>Buster<\/strong> 5 bis 8 der \u201eNordrhein-Westfalen\u201c (erste Seefahrt Januar 2017) umfangreiche Erfahrungen vor. Nach allen vorliegenden Erkenntnissen l\u00e4sst sich heute sagen, dass die realisierte Technik den Forderungen aus der Projektierungsphase von 2003 bis 2007 gerecht wird.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Auch die Aussetzvorrichtung hat sich bislang bew\u00e4hrt, vor allem beim Einnehmen: Sobald das Boot in der Schleppleine h\u00e4ngt, wird das Fahrverhalten deutlich ruhiger. Wird es dann aus der See gehoben, stellt sich angenehme Ruhe ein, sp\u00e4testens dann, wenn der <strong>Buster<\/strong> die pendelarme Lastaufh\u00e4ngung am Davitkopf erreicht und mit der Schiffsbewegung synchronisiert ist. Das f\u00fchlt sich nach dem Ritt auf den Wellen wie ein nach Hause kommen an, obwohl das Boot immer noch au\u00dfen, neben dem Schiff in der Luft ist.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Nat\u00fcrlich f\u00fchlt sich das alles nur so gut an, weil die Besatzung des Bootes und die Kranf\u00fchrer im Schiff ihren Job exzellent beherrschen. Das Fahren des sehr leistungsstarken Bootes und das richtige Bedienen der Aussetzvorrichtung sind weder einfach noch wirklich intuitiv. Der Aufwand in Ausbildung und Ausbildungsanlagen f\u00fcr die <strong>Buster<\/strong> und die Aussetzvorrichtung ist also gerechtfertigt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Anforderungen an Schiff und Boot werden insgesamt erf\u00fcllt, die realisierten Boots-Rollen werden den seit Projektbeginn unver\u00e4ndert bestehenden Forderungen gerecht. Auch die geforderte Boarding-Rolle entspricht dem Soll und gew\u00e4hrleistet den Transport von insgesamt 15 Personen (3 Px Besatzung und 12 Px Boardingteam) in einem kooperativen Szenario (friendly boarding).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Performance der technischen Komponenten zeigt sich dabei durchaus differenziert. Die Aussetzvorrichtung bew\u00e4hrt sich wie oben geschildert als Gesamtkonzept sehr gut. In Anbetracht der Systemkomplexit\u00e4t und des Innovationsgrades ist die Anzahl der bislang aufgetretenen St\u00f6rungen gering. So sind vereinzelt bei den Sensoren der Aussetzvorrichtung M\u00e4ngel beobachtet worden, auch Teilkomponenten der Boote sind noch zu ert\u00fcchtigen. Probleme grunds\u00e4tzlicher Art sind jedoch nicht bekannt. Die auftretenden Fehler werden genau erfasst und analysiert, um die Fehlerraten weiter herabsetzen zu k\u00f6nnen. Die <strong>Buster<\/strong> sind mit Technik vollgepackte, hochbelastete schnelle Wasserfahrzeuge.\u00a0<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_8194\" aria-describedby=\"caption-attachment-8194\" style=\"width: 360px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-8194 size-jeg-360x180\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Buster-in-Fahrt-360x180.jpg\" alt=\"Buster in Fahrt\" width=\"360\" height=\"180\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-8194\" class=\"wp-caption-text\"><strong>Buster<\/strong> in Fahrt<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die logistische Versorgbarkeit der <strong>Buster<\/strong> und der Aussetzvorrichtungen in den zuk\u00fcnftigen Einsatzgebieten kann noch nicht wirklich beurteilt werden, da hierzu erst w\u00e4hrend der ab Herbst 2017 geplanten Einsatzpr\u00fcfung der \u201eBaden-W\u00fcrttemberg\u201c Erfahrungen gesammelt werden k\u00f6nnen. Interessant w\u00e4re hier auch, den Tausch eines kompletten Bootes gegen eines der Boote aus der Kreislaufreserve zu erproben. Dabei wird die Erfahrung mit dem weltweiten Transport der grunds\u00e4tzlich lufttransportf\u00e4higen <strong>Buster<\/strong> zum Schiff im Einsatz bzw. von dort zur logistischen Basis zu sammeln sein.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Zusammenfassend kann zurzeit festgestellt werden, dass die Fregatten <a href=\"https:\/\/marineforum.online\/f125-der-weg-bis-zur-einsatzfaehigkeit\/\">F125<\/a> und ihre <strong>Buster<\/strong> einen guten Start hingelegt haben, auch wenn die Einsatzerprobung und tats\u00e4chliche Eins\u00e4tze noch ausstehen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die <strong>Buster<\/strong> erweitern das Einsatzspektrum der Deutschen Marine nicht unerheblich, insbesondere hinsichtlich des Einsatzes von Spezialkr\u00e4ften. Nat\u00fcrlich entwickelt sich die Forderungslage weiter, beispielsweise hinsichtlich eines nicht kooperativen Boardings. Dahingehend wird es spannend sein zu verfolgen, wie die Systeml\u00f6sung Boot mit Aussetzvorrichtung f\u00fcr MKS 180 letztlich aussehen wird.<\/span><\/p>\n<p><strong>TRDir Oliver Ren\u00e9 M\u00fcller, BAAINBw S3.2, ist seit 2010 Integrator querschnittliche Aufgaben im Projekt <a href=\"https:\/\/marineforum.online\/f125-der-weg-bis-zur-einsatzfaehigkeit\/\">F125<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit der Abnahme der ersten beiden Einsatzboote und den Funktionsnachweisfahrten der ersten beiden Fregatten \u201eBaden-W\u00fcrttemberg\u201c und \u201eRheinland-Pfalz\u201c der Klasse 125 konnten hinreichende Erfahrungen mit dem neuen Bootstyp Buster gewonnen werden, um eine Einsch\u00e4tzung der Leistungsf\u00e4higkeit auf Basis von Praxiserfahrungen vorzunehmen \u2013 auch wenn eine abschlie\u00dfende Aussage hierzu erst aus richtigen Fahr- und Einsatzberichten der Buster [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":10,"featured_media":8196,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_oasis_is_in_workflow":0,"_oasis_original":0,"_oasis_task_priority":"","footnotes":""},"categories":[23,32,20,21],"tags":[715,349,717,716],"class_list":["post-8189","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-marinen-aus-aller-welt","category-magazin","category-streitkraefte","category-technologie","tag-buster","tag-f125","tag-mehrrollenfaehig","tag-organische-boote"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/marineforum.online\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8189","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/marineforum.online\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/marineforum.online\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/marineforum.online\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/10"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/marineforum.online\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8189"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/marineforum.online\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8189\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/marineforum.online\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8196"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/marineforum.online\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8189"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/marineforum.online\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8189"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/marineforum.online\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8189"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}