Robert Habeck zu Besuch bei Siemtje Möller in Wilhelmshaven, Foto: gruene-bundestag.de, Stefan Kaminski, Holger Schlüter

Robert Habeck in Wilhelmshaven, Siemtje Möller Foto: gruene-bundestag.de, Stefan Kaminski, Holger Schlüter

Baubeginn LNG Terminal Wilhelmshaven

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) kommt heute ebenso wie die Landesminister Olaf Lies (SPD) und Bernd Althusmann (CDU).

In 2021 wurden Pläne für ein Flüssiggas-Terminal in Wilhelmshaven verworfen. Plötzlich geht es schnell. Die Abhängigkeit von russischem Erdgas soll kleiner werden. Ende des Jahres werden schon die ersten Tankschiffe mit LNG-Gas erwartet. Schon im Winter 22 / 23 sollen LNG-Tanker anlegen können, um Flüssiggas (LNG) zu liefern. Wegen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine machen die Bundes- und Landesregierung Druck, um die Abhängigkeit von russischem Erdgas zu reduzieren. Am Donnerstag ist Baubeginn: Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und die Landesminister Olaf Lies (SPD) und Bernd Althusmann (CDU) unterzeichnen einen Vertrag: Wilhelmshaven soll die deutsche Drehscheibe für Flüssigerdgas werden. Und dann werden auch gleich die ersten Pfähle gerammt.

Statement von Siemtje Möller, Mitglied des Deutschen Bundestages für den Wahlkreis Friesland - Wilhelmshaven - Wittmund zum Baubeginn:

"Die aktuelle weltpolitische Lage und allem voran der russische Angriffskrieg haben uns gezeigt, wie wichtig es ist, eine von russischem Gas unabhängige Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Eine nationale Versorgungsstrategie kann nur mit Wilhelmshaven funktionieren - hier finden die großen Tanker Platz, hier gibt es die Speichermöglichkeiten und die notwendige Infrastruktur. Wenn uns die schnelle Energiewende gelingen soll, wäre es fahrlässig, das nicht zu nutzen. Gleichzeitig bietet der Umbau Wilhelmshavens zur Drehscheibe für erneuerbare Energien, sowohl im Bereich LNG, aber eben auch mit Blick auf das Thema Wasserstoff, Chancen und Möglichkeiten für den Wirtschaftsstandort Wilhelmshaven. Wir setzen uns gemeinsam mit Politik und Wirtschaft dafür ein, dass die gesamte Region von der Energiewende profitieren kann. Ich bin überzeugt: Wilhelmshaven wird als Drehscheibe für erneuerbare Energien einen entscheidenden Beitrag für die Energiewende, aber eben auch für die nötige Versorgungssicherheit leisten."

Kritik der DUH

Es gibt starke Kritik von der Deutschen Umwelthilfe. Die Umweltschützer fürchten um Schweinswale, die unter der Lautstärke der Arbeiten leiden. Außerdem würde ein Unterwasserbiotop unwiederbringlich zerstört. Naturschutzverbände seien bisher nicht eingebunden worden, damit sei das Rechtsstaatlichkeitsprinzip verletzt. Das Schreiben der Deutschen Umwelthilfe richtet sich an den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz.

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