Am Freitag, den 11. November 2022 um 11.30 Uhr, wird – stellvertretend für alle Marinesoldatinnen und Soldaten, die im Rahmen der Very High Readiness Joint Task Force der maritimen Kräfte (VJTF(M)) teilgenommen haben oder derzeit im Einsatz sind – die Besatzung des Minentauchereinsatzbootes "Bad Rappenau" aus dem 3. Minensuchgeschwader ausgezeichnet.

Die Ehrung wird gemeinsam durch die Präsidentin des Schleswig-Holsteinischen Landtages, Kristina Herbst, und den Kommandeur der Einsatzflottille 1, Flottillenadmiral Henning Faltin, durchgeführt. Dies spiegelt die Verbundenheit des Schleswig-Holsteinischen Landtages mit der Bundeswehr wider und bietet Politikerinnen und Politikern die Möglichkeit, an dieser besonderen Ehrung teilzunehmen. Neben Persönlichkeiten der Deutschen Marine und der Landespolitik sind auch Angehörige der auszuzeichnenden Soldatinnen und Soldaten anwesend.

Es war kein gewöhnlicher Einsatz, als die "Bad Rappenau" am 7. Februar dieses Jahres den Heimathafen Kiel verließ. Ziel war neben dem Mittelmeer auch ein Abstecher in das Schwarze Meer. Das Kieler Boot sollte für fünf Monate den deutschen Beitrag im Ständigen Minenabwehrverband 2 der NATO (SNMCMG 2 - Standing NATO Mine Countermeasures Group 2) stellen.

Verdiente Auszeichnung – Besatzung "Bad Rappenau" wird im Landtag geehrt

Geplant waren Besuche in neun Ländern, elf Häfen und die Teilnahme an fünf internationalen Manövern. Doch mit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine am 24. Februar 2022 änderte sich vieles für die Besatzung und deren Kommandanten, Korvettenkapitän Jan Brodersen (36). Fortan fuhr der Verband unter neuem NATO Befehl als Teil der Very High Readiness Joint Task Force Maritime. Der Kommandant formulierte es schon vor dem Auslaufen wie folgt: „In der aktuellen und volatilen sicherheitspolitischen Lage werden wir die NATO an vorderster Front repräsentieren, ein Umstand der allen Besatzungsmitgliedern bewusst ist und unser Handeln bestimmt“. Er sollte Recht behalten. Mit den Besuchen der Häfen von Haifa (Israel) und Algier (Algerien) wurden auch Länder besucht, die nichtalltägliche Anlaufstationen von Booten der Deutschen Marine sind.

Der Besatzung der "Bad Rappenau" wird als Anerkennung nunmehr als erste Einheit der Deutschen Marine die von der Bundesverteidigungsministerin gestiftete Einsatzmedaille "Very High Readiness Joint Task Force Maritime" verliehen.

Hintergrundinformation

Als Folge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine wurden die regionalen Verteidigungspläne der NATO aktiviert. Gleichzeitig wird durch die "Enhanced Vigilance Activities" einer gesteigerten Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeit Rechnung getragen. In diesem Zusammenhang hat der Alliierte Oberkommandierende in Europa die Standing NATO Maritime Groups (SNMG) und Standing NATO Mine Countermeasures Groups (SNMCMG) ausgesetzt und führt diese Einheiten nun als maritime Kräfte im Rahmen der Very High Readiness Joint Task Force (VJTF(M)).

Für die Beteiligung an Einsätzen und Missionen der NATO stiftet der/die Bundesminister/in der Verteidigung in der Regel Einsatzmedaillen. Diese werden als sichtbares Zeichen für die Teilnahme an Einsätzen, einsatzgleichen Verpflichtungen oder besonderen Verwendungen außerhalb des deutschen Hoheitsgebietes im Rahmen von humanitären, friedenserhaltenden oder friedensschaffenden Maßnahmen an Soldatinnen und Soldaten, sowie an Zivilpersonal der Bundeswehr verliehen. Stellvertretend für die Soldatinnen und Soldaten, die bis dato an der VJTF(M) teilnahmen, wird heute die Besatzung des Minentauchereinsatzbootes "Bad Rappenau" aus dem 3. Minensuchgeschwader ausgezeichnet.

Quelle: Pressemitteilung des Marinekommandos in Rostock

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