Alte Schnellbootfahrer werde sich noch gut an sie erinnern – die „Flyvefisken“, die Fliegenden Fische der Königlich Dänischen Marine. Sie wurden gegen Ende des Kalten Krieges speziell für Seepatrouillen, Überwachung von Hoheitsgewässern, Such- und Rettungsdienst sowie Aufgaben der maritimen Sicherheit entwickelt und ab 1989 von der Danyard A/S in Aalborg als Standard Flex 300-Klasse (14 Boote, 54 Meter, 480 Tonnen) gebaut. In 2010 wurden die Boote ausgemustert – vier von ihnen gingen sukzessive an Litauen. Sechs Jahre später wurden vier weitere Boote unter portugiesischer Flagge und als Patrouillenboote etwas leichter bewaffnet wieder in Dienst gestellt und fuhren bis heute als Tejo-Klasse. Nun sollen sie an die Dominikanische Republik für etwa 50 Millionen Euro inklusive Modernisierung, Ausbildung, Ersatzteile und logistische Betreuung weiter gegeben werden. Ab 2027 sollen sie im 10-Monats-Takt dem Karibikstaat zulaufen und dort den Bestand der Marina de Guerra substanziell aufrüsten.

