Vilnius – Nach einem Kabelschaden in der Ostsee Anfang Januar haben Ermittlungsbehörden ein Schiff im Zusammenhang mit dem Vorfall durchsucht, so die lettische Grenzschutzpolizei.
Das betroffene Telekommunikationskabel verbindet nach Angaben des litauischen Nationalen Krisenmanagementzentrums den Kurort Sventoji in Litauen mit der lettischen Hafenstadt Liepaja - zwei Küstenorte oberhalb von Klaipeda - die etwa 65 Kilometer auseinanderliegen. Die genaue Ursache der Beschädigung ist bislang ungeklärt. Beeinträchtigungen für zivile Kommunikationsnutzer in Lettland habe es nicht gegeben.

Die lettische Polizei betonte, dass weder das überprüfte Schiff noch dessen Besatzung derzeit festgehalten würden. Beide kooperierten mit den Behörden, während die Ermittlungen zum Hergang und zu möglichen Ursachen des Vorfalls fortgesetzt würden. Angaben zu Schiffstyp, Flaggenstaat oder Ladung machten die zuständigen Behörden bislang nicht.
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält der aktuelle Fall durch die Beschlagnahmung des Frachters "Fitburg" in finnischen Gewässern wenige Tage zuvor am 31.12.2025. marineforum.online berichtete am 08.01.2026. To the article
Offen bleibt, in welchem Seegebiet der jüngste Schaden festgestellt wurde - ob innerhalb nationaler Hoheitsgewässer, in der ausschließlichen Wirtschaftszone oder in internationalen Gewässern. Ebenso fehlen bislang belastbare Angaben zu schiffsbezogenen Details sowie zu möglichen operativen Zusammenhängen wie Ankerbetrieb, Kursmanöver oder den Wetterbedingungen zum Zeitpunkt des Vorfalls.
Die Häufung vergleichbarer Ereignisse lenkt damit erneut den Blick auf die Verwundbarkeit unterseeischer kritischer Infrastruktur in stark befahrenen Seegebieten und auf die wachsenden Anforderungen an maritimer Überwachung und Sicherheitsvorsorge in der Ostseeregion.
kdk, gCaptain

