KRI Sriwijaya. Foto: Indonesische Streitkräfte

KRI Sriwijaya. Foto: Indonesische Streitkräfte

Indonesiens erster Flugzeugträger: KRI Sriwijaya in Dienst gestellt

Der Ankauf des in Italien ausgemusterten Flugzeugträgers „Giuseppe Garibaldi“ (180 m, 14 000 t) für eine halbe Milliarde Dollar ist in Indonesien wegen seines strategischen Zwecks nicht ganz unumstritten, auch weil weitere Betriebskosten des alternden Kriegsschiffes noch einmal diesen Betrag kosten könnten.

Der Träger ist zwar 40 Jahre alt, aber sein Erwerb steht für den bemerkenswerten Eintritt Indonesiens in ein neues Zeitalter maritimer Präsenz in Ostasien. Immerhin ist die „Sriwijaya“ nach der thailändischen „Chakri Naruebet“ (Indienststellung 1997, Nachbau spanische Principe de Asturias, 183 m, 11 500 t) der zweite Träger in der Region, auch wenn er weniger als reichweitenstarke Angriffsplattform, sondern mit 14 Hubschraubern und Drohnen eher als schwimmende Kommandozentrale für Überwachungs- und Katastrophenhilfe-Operationen (Military Operations other than War - MOOTW) eingesetzt werden soll. Für zukünftige Deckslandungen wurden übrigens Hubschrauberpiloten aller in Indonesien geflogener Muster streitkräftegemeinsam an einem auf einem Flugplatz aufgezeichneten Trägerdeck ausgebildet.

Das Schiff hatte Ende August mit italienischem Kommandanten und gemischter Besatzung von Taranto aus Italien verlassen und in Begleitung italienischer Kriegsschiffe seinen Weg durch das Rote Meer genommen. Zwischenstopps erfolgten in Safaga/Ägypten und Colombo/Sri Lanka. Der Träger lief Mitte September über die Straße von Malakka den Hafen von Jakarta an und wurde von den indonesischen Fregatten „Brawijaya“ (320) und „Prabu Siliwangi“ (321) in Empfang genommen. Diese beiden Einheiten der Thaon di Revel-Klasse entstammen ebenfalls italienischen Marinebeständen und sind erst kürzlich in den Dienst der indonesischen Marine gestellt worden. Die Partnerschaft scheint zu funktionieren.

KRI Sriwijaya. Foto: Indonesische Streitkräfte

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