Minister Madsen weihte höchstpersönlich den neuen Standort ein

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) eröffnet seine neuen Flächen in Kiel. Dem DLR-Institut für Maritime Technologien und Antriebssysteme stehen dort auf dem ehemaligen Werksgelände des Unternehmens Maschinenbau Kiel (MaK) mehr als 4.200 Quadratmeter Gebäude- und Hallenfläche sowie rund 1.200 Quadratmeter Außenfläche zur Verfügung. Gemeinsam mit Claus Ruhe Madsen, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein, hat die DLR-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla die Räumlichkeiten am 14. September 2026 eingeweiht.
Moderne Schiffe verbinden Antrieb, Energieversorgung, Speicher und elektrische Netze zu komplexen Gesamtsystemen. Deshalb müssen einzelne Komponenten zunehmend gemeinsam betrachtet und getestet werden. Bereits heute geben zwei Versuchsaufbauten Einblick in die Arbeiten des DLR am Kieler Standort: MERE (Methanol Release) befasst sich mit Sicherheitsfragen beim Einsatz von Methanol als Schiffskraftstoff. NAUTILUS (Nautical Integrated Hybrid Energy System for Long-haul Cruise Ships) verbindet Hochtemperatur-Brennstoffzellen und Batterien zu einem hybriden System für die Strom- und Wärmeversorgung großer Schiffe. In den kommenden Jahren werden die Labor- und Versuchsflächen schrittweise erweitert. Geplant sind vier Testhallen für Energiewandler und Energiespeicher, ein Raum für die Batterieforschung sowie Labore für Materialuntersuchungen, Stromnetze, Elektrotechnik und maritime Messtechnik.
Traditionsstandort im Wandel
Direkt südlich der Forschungshalle liegt ein rund 200 Meter langer Kai an der Kieler Förde. Dort soll die seegängige DLR-Technologieplattform MODULARIS künftig anlegen. Am Kai kann sie ausgerüstet und für Forschungsfahrten vorbereitet werden. Damit lassen sich Technologien zunächst an Land erproben und anschließend unter realen Bedingungen auf See testen. Das traditionsreiche Industrieareal in Kiel-Friedrichsort blickt auf eine mehr als 100-jährige Geschichte zurück und wird zu einem Industrie- und Forschungscampus für Wasserstoff und nachhaltige Anwendungen weiterentwickelt. Das DLR nutzt bestehende Gebäude und Einrichtungen weiter und passt sie an die neuen Anforderungen an. Das trägt zu einem ressourcenschonenden Umgang mit vorhandenen Strukturen bei. Zugleich schafft die Ansiedlung auf dem Campus neue Möglichkeiten für den Austausch und die Zusammenarbeit mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen vor Ort.
Quelle: PM DLR

