Der Zerstörer „Ted Stevens“, zweites Schiff des dritten Loses der amerikanischen Arleigh Burke-Klasse (Flight III, 155 Meter, 9900 Tonnen), hat vor der Küste Floridas seinen ersten Ansprengversuch erfolgreich überstanden.
Beim „Full Ship Shock Trial“ wird das ganze Schiff vor seiner eigentlichen Indienststellung dem Stresstest einer nahe gelegenen Unterwasserdetonation unterzogen. Die Schäden werden anschließend geprüft und ausgewertet, identifizierte Schwachstellen werden nachgebessert und repariert. Ein teures Verfahren, das bei den ersten Schiffen einer neuen Serie durchgeführt wird, um späteren Ausfällen im Kampfsituationen zuvorzukommen. Ein zweiter Versuch mit größerer Ladung oder in geringerer Entfernung zum Schiff steht noch aus. Diese Tests finden unter strengen Sicherheits- und Umweltauflagen statt. Die US-Erdbebenwarte registrierte für die 100 Seemeilen vor der Küste erfolgte Ansprengung einen Erschütterungswert entsprechend eines Seebebens der Stärke 3,9.
Die US-Navy bewertet das dritte Los der kampfbewährten Arleigh Burke-Zerstörer als völlig neues Waffensystem: Mit ihrem Luftraumüberwachungs- und Raketenabwehrradar AN/SPY-6 in Verbindung mit dem Kampfführungssystem Aegis Baseline 10 zählen die Zerstörer zu den modernsten und schlagkräftigsten Kampfschiffen. Nach der „Ted Stevens“ und dem Typschiff des Loses, der „Jack H. Lucas“, sind weitere 23 Einheiten geplant, bereits im Bau, oder schon im Zulauf und sichern die Zukunft der amerikanische Überwasserflotte. Zumindest ist das eine sichere Sache inmitten wiederholt gescheiterter Schiffsprojekte.


