Entwurfsgrafik der schwedischen Neubaufregatte Luleå. Grafik: Swedish Defence Material Administration

Entwurfsgrafik der schwedischen Neubaufregatte Luleå. Grafik: Swedish Defence Material Administration

Luleå-Klasse – Schweden kauft französische Fregatten

Ende August unterzeichnete das schwedische Material- und Beschaffungsamt in Stockholm an Bord der eigens aus Frankreich angereisten FDI-Fregatte „Amiral Ronarc’h“ und im Beisein der Präsidenten Emmanuel Macron und Ulf Kristersson den Vertrag über Bau, Ausrüstung, Anfangsausbildung der ersten Besatzungen und Instandsetzungsleistungen für vier Fregatten der Luleå-Klasse.

Das Typschiff soll 2030 geliefert werden, „Norrköping“ 2032, „Trelleborg“ und „Halmstad“ jeweils ein Jahr später. Die schwedische Version der Frégate de Défense et d’Intervention soll sich mit 122 Metern  Länge und 4500 Tonnen Verdrängung allerdings in weiten Teilen vom französischen Ursprungsmodell unterscheiden. Als Luftverteidigungs- und U-Jagd-Fregatte soll sie neben schwedischen Waffen- und Sensoranlagen erhalten (RBS15-Seeziel-FK, Torpedo 47, Sea Giraffe Radar, u.a.). Hinzu kommen 24 Aster 30 aus Frankreich in achtzelligen Sylver-VLS und 24 CAMM-ER von MBDA in zusätzlichen Startanlagen. Für die U-Jagd werden ein Bugsonar Kingklip und ein Schleppsonar Captas-4 von Thales eingerüstet.

Den Zugewinn an nationaler Luftverteidigungsfähigkeit durch den Erwerb der vier Schiffe bewertet Stockholm sehr hoch. Insgesamt scheint sich über den Rüstungskonzern Saab eine komplementäre schwedisch-französische Partnerschaft auch im Bereich der Luft- und Landsysteme anzubahnen. Was Du nicht hast, kann ich Dir geben.

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