Photo: The LÜTT MATTEN was specially designed as an oil spill response and multi-purpose workboat, Havariekommando

Photo: The LÜTT MATTEN was specially designed as an oil spill response and multi-purpose workboat, Havariekommando

Europaweite Ausschreibung für ein Mehrzweckarbeitsschiff

Das Havariekommando in Cuxhaven sucht eine Bauwerft für ein neues Arbeitsschiff

Das Havariekommando hat gemeinsam mit dem Land Schleswig-Holstein, stellvertretend für die norddeutschen Küstenländer, die europaweite Ausschreibung für den Bau eines neuen Mehrzweckarbeitsschiffes gestartet. Gesucht wird eine leistungsfähige Schiffbauwerft, die den rund 20 bis 25 Meter langen Neubau realisiert. Interessierte Werften können sich bis zum 12. August 2026 im Rahmen eines Verhandlungsverfahrens mit Teilnahmewettbewerb über die Vergabeplattform des Landes Niedersachsen bewerben. Der Neubau tritt die Nachfolge der STINT an, die nach langjährigem Einsatz für die Schadstoffunfallbekämpfung und den Küstenschutz an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste außer Dienst gestellt wurde. Das ursprünglich als Landungsboot der Deutschen Marine gebaute Schiff war über viele Jahre ein bewährter Bestandteil der Ölunfallbekämpfung der Küstenländer.

Das neue Mehrzweckarbeitsschiff wird an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste stationiert und für ein breites Einsatzspektrum ausgelegt. Neben der küstennahen Schadstoffunfallbekämpfung wird es Reinigungsmaßnahmen an Ufern und Stränden unterstützen, Öl von der Wasseroberfläche aufnehmen sowie kleinere Schlepp-, Transport- und Logistikaufgaben übernehmen. Damit stärkt der Neubau die Einsatzfähigkeit der Küstenländer im maritimen Umweltschutz und in der Gefahrenabwehr. Das Projekt baut auf den Erfahrungen mit dem Mehrzweckarbeitsschiff "Lütt Matten" auf, das nach europaweiter Ausschreibung gebaut und im März 2026 in Dienst gestellt wurde. Das neue Schiff folgt einem vergleichbaren Konzept und wird die Einsatzmöglichkeiten an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste gezielt erweitern.

Die Ausschreibung führt das Havariekommando in Vertretung der Partner der Bund-/Ländervereinbarung zur Bekämpfung von Meeresverschmutzungen durch. Das Havariekommando mit Sitz in Cuxhaven ist die gemeinsame Einrichtung des Bundes und der Küstenländer für das maritime Unfallmanagement auf Nord- und Ostsee. Mit der Ausschreibung möchten das Havariekommando und die Küstenländer möglichst viele qualifizierte Schiffbauwerften aus Europa erreichen. Gesucht werden erfahrene Partner im Bau moderner Arbeits- und Spezialschiffe, die ihre Kompetenz in ein Projekt einbringen möchten, das einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Meeresumwelt und zur maritimen Sicherheit leistet.

Und was wird mit der "Stint"?

"Stint" wird versteigert Foto: VEBEG
"Stint" wird versteigert Foto: VEBEG

Die „Stint“ (IMO 8884696) wird über die VEBEG zur Auktion angeboten. Das ehemalige Landungsboot der Bundesmarine wurde zur Ölschadenbeseitigung für das Havariekommando eingesetzt. es lief 1966 vom Stapel und wurde auf der Rehinwerft in Walsum gebaut, 1994 in Stralsund umgebaut. ie hat ein Steuerhaus, zwei Kojen und eine kleine Kombüse plus WC.

Source:

[email protected]

www.havariekommando.de

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