Mit der Indienststellung der „Tonnelero“ (S-42) Ende November und der anschließenden Taufe und dem Aufschwimmen der „Almirante Kaman“ (S-43), den Booten drei und vier der Riachuelo-Klasse, neigt sich das französisch-brasilianische Bauprogramm PROSUB in Itaguaí/Rio de Janeiro dem Abschluss entgegen.

Die „Almirante Kaman“ hat nun nach zehn Monaten Ausrüstung und Überprüfungen den ersten statischen Tauchvorgang absolviert. Frei von der Pier, aber ohne Antrieb, wurden die Tanks kontrolliert geflutet und in traditioneller Weise Gewichte im Rumpf entlang der Quer- und Längsachse verlagert – dabei wurden ständig die gemessenen Istwerte mit den Sollwerten abgeglichen. In den nächsten Monaten folgen Erprobungsfahrten und Funktionsnachweise, bis das Boot 2027 an die Marine übergeben werden kann. Die Riachuelo-Klasse ist eine Adaptation des Scorpène-Designs an brasilianische Anforderungen mit verbesserter Reichweite und größeren Abmessungen.
Die Neubauten lösen die vier Boote der Tupi- und Tikuna-Klassen ab (Typ 209/1400/mod), die in den Neunzigerjahren in Deutschland und Brasilien gebaut wurden. Weiterhin wird mit französischer Unterstützung am langgehegten Wunsch- und Prestigeobjekt Brasiliens geschraubt, der „Alvaro Alberto“. Es soll das erste auf dem südamerikanischen Kontinent entwickelte und gebaute Nuklear-U-Boot sein. Bis dahin fließt aber noch viel Wasser den Rio Guandu hinab.
Stapellauf „Almirante Kaman“ in Itaguaí. Foto: Marinha do Brasil
Almirante Kaman. Foto: Marinha do Brasil


