In diesem Sommer blicken Deutschland und die Vereinigten Staaten auf 50 Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit beim Rolling Airframe Missile (RAM) zurück. RAM ist ein Flugabwehrsystem für den Nächstbereich und quasi eine Lebensversicherung für die damit ausgerüsteten Schiffe und Boote der Deutschen Marine. RAM kann auch gegen Überwasserziele eingesetzt werden.
Es ist gleichzeitig das wohl beste Beispiel für eine erfolgreiche deutsch-amerikanische Rüstungskooperation. Mit einer Jubiläumsveranstaltung im Deutschen Marinemuseum in Wilhelmshaven würdigten deutsche und amerikanische Vertreter in der vergangenen Woche ein halbes Jahrhundert gemeinsamer Entwicklung, Produktion und Nutzung.

Am 22. Juli 1976 legten beide Staaten mit einem Memorandum of Understanding den Grundstein für die gemeinsame Entwicklung. Was als binationales Vorhaben zum Schutz von Kriegsschiffen gegen Flugkörperbedrohungen begann, hat sich zu einer beständigen transatlantischen Rüstungskooperation entwickelt. RAM wird bis heute von Deutschland und den USA „auf Augenhöhe“ gemeinsam weiterentwickelt, produziert und unterstützt. Neben den beiden Jubilanten nutzen bereits neun weitere Nationen das System.

The RAM-Programm zeigt, was Deutschland und die Vereinigten Staaten erreichen können, wenn sie Fähigkeiten, Erfahrung und Verantwortung miteinander verbinden. Mit dem 50-jährigen Bestehen ist diese erfolgreiche Partnerschaft keineswegs am Ende angekommen. Die kontinuierliche Modernisierung des Systems trägt dazu bei, RAM gegenüber sich verändernden Bedrohungen leistungsfähig zu halten. RAM ist – neben weiteren Flugabwehrsystemen - auch für die aktuell im Bau befindlichen Fregatten F128 sowie die geplanten Luftverteidigungsschiffe F127 geplant. Es stellt – zusammen mit den Rohrwaffen - jeweils den innersten Teil der gestaffelten Flugabwehr dar.
Bereits im vergangenen Jahr feierte die Firma RAMSYS als Generalunternehmer für die Produktion des deutschen Anteils RAM ihr 40-jähriges Bestehen. Das Jubiläum und die weiteren Entwicklungen des Flugköpersystems waren auch Thema eines Seminars des Deutschen Maritimen Instituts (DMI) zur Zukunft der maritimen Luftverteidigung.
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