Ein ZIM-Containerschiff. Bild: ZIM

Ein ZIM-Containerschiff. Bild: ZIM

Haifa Israel: Hapag-Lloyd übernimmt ZIM

Übernahme stärkt Position in der Containerschifffahrt

Mit der Zustimmung der Aktionäre ist die geplante Übernahme der israelischen Reederei ZIM Integrated Shipping Services durch Hapag-Lloyd in die entscheidende Phase eingetreten. Der Verwaltungsrat von ZIM bestätigte, dass das am 30. April gebilligte Fusionsabkommen für beide Seiten rechtsverbindlich ist. Nach Angaben des Unternehmens laufen die Abstimmungen mit den zuständigen Regulierungsbehörden und dem Staat Israel weiter, um die noch ausstehenden Vollzugsbedingungen zu erfüllen.

Aufgrund israelischer Sonderrechte wird ein Teil des Geschäfts auf die neu gegründete Gesellschaft „New ZIM“ übertragen. Die Transaktion mit einem Volumen von rund 3,62 Milliarden Euro bedarf daher noch der abschließenden staatlichen Zustimmung. Mit dem Zusammenschluss festigt Hapag-Lloyd seine Position als fünftgrößte Containerreederei der Welt. Die gemeinsame Flotte wird mehr als 400 Schiffe mit einer Gesamtkapazität von über drei Millionen TEU umfassen.

Der Name ZIM verweist auf das hebräische Wort für große Schiffe und stand bereits bei der Unternehmensgründung für den Aufbau einer leistungsfähigen nationalen Handelsflotte. Die neue Gesellschaft übernimmt jene Verpflichtungen, die bislang an die staatliche Sonderaktie gebunden waren. Damit behält Israel Einfluss auf strategisch wichtige Transportkapazitäten und Verbindungen. Diese sogenannten Golden-Share-Regelungen sichern dem Staat Eingriffsrechte bei Entscheidungen von nationaler Bedeutung.

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