Taufe der ersten Fregatte auf der Werft in Gdynia © PGZ Stocznia Wojenna Comcam.pl

Taufe der ersten Fregatte auf der Werft in Gdynia © PGZ Stocznia Wojenna Comcam.pl

Polnische Marine tauft erste „Miecznik“-Fregatte

Die erste von drei Fregatten des Typs „Miecznik“ ist bei der polnischen Weft PGZ Stocznia Wojenna getauft worden.

Die Mehrzweckfregatte, die auf den Namen „Wicher“ getauft wurde, ist die erste von drei Marineschiffen, die im Rahmen des Programms „Miecznik“ gebaut werden.

Auch deutsche Firmen sind an dem Bau beteiligt, so zum Beispiel Schottel, der die Antriebe für die Fregatten liefert.

Größtes Projekt in der Geschichte der polnischen Marine

Das Programm „Miecznik“ ist das größte Schiffbauprogramm in der Geschichte der polnischen Marine. Es umfasst den Bau von drei Mehrzweckfregatten, die ältere Einheiten der polnischen Flotte ersetzen und die Fähigkeiten zum Schutz der maritimen Interessen Polens stärken sollen. Umgesetzt wird das Programm vom Konsortium PGZ-MIECZNIK, bestehend aus der Polska Grupa Zbrojeniowa S.A. und der PGZ Stocznia Wojenna. Der Auftragswert liegt bei mehr als 15 Mrd. Złoty (rund 3,5 Mrd. €). Die Fregatten basieren auf dem bewährten Arrowhead-140-Entwurf von Babcock International, der an die Anforderungen der polnischen Marine angepasst wurde.

Marcin Ryngwelski, Vorstandsvorsitzender der PGZ Stocznia Wojenna: „Der Stapellauf der ‚Wicher‘ ist das Ergebnis der Arbeit unserer gesamten Belegschaft und ein weiterer Beleg für den Wandel, den die Werft durchläuft. Wir zeigen, dass wir in Polen in der Lage sind, Schiffe dieser Klasse zu konstruieren, zu bauen und sicher zu Wasser zu lassen – zunächst aus der Halle und anschließend im Float-off-Verfahren, nach höchsten Sicherheitsstandards und gemäß dem festgelegten Zeitplan. Auf die erste Fregatte des ‚Miecznik‘-Programms folgen mit ‚Burza‘ und ‚Huragan‘ weitere Einheiten. Die dabei erworbenen Kompetenzen werden der Werft auf Jahre erhalten bleiben. Dies ist eine konkrete Stärkung der Fähigkeiten der polnischen Marine und der polnischen Schiffbauindustrie.“

Komplexer Stapellauf

Die Taufe bildet der Werft zufolge den ersten Schritt. Der eigentliche Stapellauf sei aufgrund des komplexen und mehrstufigen Ablaufs für den heutigen Tag in der Danziger Bucht vorgesehen. Das Schiff wird vom Ort der Zeremonie mithilfe eines Halbtaucherschiffs beziehungsweise einer Halbtaucherplattform geschleppt und kontrolliert zu Wasser gelassen. Es handelt sich um eine anspruchsvolle technische Operation, die in mehreren Etappen, unter streng festgelegten technischen Bedingungen und innerhalb eines geeigneten Wetterfensters von einem Team aus Werftspezialisten und erfahrenen Partnern unter Aufsicht der Klassifikationsgesellschaft durchgeführt wird, so die Werft. Die „Wicher“ ist rund 139 m lang und soll eine Verdrängung von etwa 7.000 t erreichen.

Nach dem Stapellauf geht die „Wicher“ in die Ausrüstungs- und Systemintegrationsphase am Kai über. Die Übergabe des Schiffes an die polnische Marine ist für 2029 vorgesehen. Parallel entstehen in der Werft zwei Schwesterschiffe, „Burza“ und „Huragan“. Der Abschluss des gesamten Programms ist bis Ende 2031 geplant.

Text: HANSA International Maritime Journal / Anna Wroblewski

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