Windkraftflügel in der Nordsee gesichert. BPol Inspektion Cuxhaven

Windkraftflügel in der Nordsee gesichert. BPol Inspektion Cuxhaven

Rotorblatt – Bundespolizei See birgt Gefahr für die Schifffahrt

Ein abgebrochenes Rotorblatt in der Nordsee hat Ende Juli den Schiffsverkehr zwischen den Windparks „EnBW Hohe See“ und „EnBW He Dreiht“ gefährdet.

Der rund 20 Meter lange Windkraftflügel der größten Offshore Windkraftanlage Deutschlands trieb nordwestlich von Borkum knapp unter der Wasseroberfläche und war deshalb nur schwer zu erkennen. Auch auf dem Radar der Schiffe erschien das Objekt nicht.

Ein erster Bergungsversuch mit Arbeitsschiffen des Windparkbetreibers war erfolglos geblieben. Daraufhin wurde die Bundespolizei über das treibende Rotorblatt informiert und das Einsatzschiff „Bad Düben“ (BP83) verlegte nach Rücksprache mit der zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung zu der bekannten Position. Ziel war es, das Rotorblatt zu sichern und den Schiffsverkehr im Gefahrenbereich umzuleiten.

Bei dem „Fundstück“ handelte es sich um einen etwa 20 Meter langen und zwei Meter breiten Flügel aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK). Aufgrund seiner Größe und seiner geringen Sichtbarkeit stellte er ein erhebliches Risiko für die Seeschifffahrt dar. Ein Kontrollboot der Bundespolizei schleppte das Rotorblatt zunächst zur „Bad Düben“. Anschließend wurde es über die Heckwanne auf das Hauptdeck gezogen. Damit der Flügel in seiner gesamten Länge an Bord gebracht werden konnte, musste er während der Bergung mehrfach in Teilstücke zersägt werden.

Anschließend wurden die Einzelteile in Cuxhaven mit einem Kran an Land gebracht. Warum das Rotorblatt abbrach, ist bislang unklar. Auch zur Höhe des entstandenen Schadens liegen keine Informationen vor. Dieser Vorfall zeigt, dass größere, knapp unter der Wasseroberfläche treibende Teile von Windenergieanlagen, auch wenn sie „nur“ aus GFK sind, eine erhebliche Gefahr für die Seeschifffahrt darstellen können.

kdk, NDR, Bundespolizei

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