Die Armada mit Werbung in eigener Sache
Die üblichen Probleme mit der Personalregeneration hat die Armada natürlich auch – aber in Spanien geht man das jetzt etwas langfristiger an: Mit einem (nicht nur) an die jüngste Generation gerichteten Zeichentrickfilm. Man versucht, über Vornamen (ein Spanier hat davon mindestens drei) die Verbindung zur Geschichte und den Nationalfarben Spaniens – und darüber hinaus den Stolz für die Flagge des Landes – wiederzubeleben. Bei einem Besuch des Marinemuseums in Madrid (übrigens äußerst sehenswert!) erklärt ein Großvater (er selbst war Marineoffizier) seinen Enkeln („… die Flagge ist doch nur ein langweiliges, altes Tuch …“) die Verbindung ihrer Vornamen „Isabel“ und „Juan“ zur Geschichte Spaniens – von der historischen Entdeckung Amerikas bis hin zur jüngsten Expedition der Spaniens in die Antarktis.
Und an allem war die Armada beteiligt, seit fast 250 Jahren. Gesegelt oder gefahren auf Schiffen, meist unter der „Rojigualda“, der weit sichtbaren Nationalflagge in rot-gelb-roten Signalfarben mit dem charakteristischen Wappen und dem Spruchband „plus ultra“ (weiter hinaus) der seefahrenden Entdecker Spaniens, gehalten von zwei Säulen als Sinnbild der Meerenge von Gibraltar. Das Ganze etwas klischeehaft, aber verständlich vor dem Hintergrund eines ungebrochenen, spanischen Nationalstolzes.
