Kategorie: Technologie

Rückkehr eines Eisbrechers

Kommentar Ich möchte vorwegschicken: Dieser Kommentar ist keine Kritik an der Fahrt der Bayern. Ich habe hohen Respekt für die Besatzung, die während des siebenmonatigen Unternehmens über Weihnachtszeit und Jahreswechsel hinweg und trotz der pandemiebedingten Unsicherheiten, die die Hafenaufenthalte nicht zur Bildungsreise gestalten, ihre Frau und ihren Mann gestanden hat. Meine Überlegungen richten sich an das, was hinter der Reise der Bayern steht. Schon bei der Wortschöpfung „Ausbildungs- und Präsenzfahrt“ verkrampft sich etwas in mir. Von der damaligen Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer bei der Auslaufmusterung verwendet, unterstelle ich einen ministeriellen Ursprung – also keine Erfindung der Marine und werde bestärkt...

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Forschung für Future

Deutschland baut mit der METEOR IV endlich wieder neues Forschungsschiff. Der Auftrag geht an ein ungewöhnliches Werftenkonsortium. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat die Werften Fassmer und Meyer beauftragt, ein neues Forschungsschiff zu bauen. Aus einer Pressemitteilung des Ministeriums vom 21. Januar geht hervor, dass schon Mitte Dezember 2021 die Bietergemeinschaft Meyer-Fassmer-Spezialschiffbau im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung den Zuschlag für den Bau des Forschungsschiffes METEOR IV erhielt. Die Arbeitsgemeinschaft vereint das Know-how von zwei renommierten deutschen Spezialwerften. Zugang marineforum digital+ Sie sind bereits registrierter Nutzer? Jetzt hier einloggen - auch MOV Mitglieder: Benutzername Kennwort Eingeloggt bleibenKennwort vergessen? Sie...

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Die maritime Dimension der US-Politik im Pazifikraum

Bereits die Regierung von Präsident Barack Obama hatte sich dem indopazifischen Raum zugewandt. Der Pivot to Asia beeinflusst die amerikanische Politik bis heute. In einer Rede vor dem australischen Parlament im November 2011 kündigte der damalige US-Präsident Barack Obama die Schwerpunktverlagerung (engl. „Pivot“) der USA in Richtung Asien an: ein bewusst prägnanter Slogan, der beim Publikum in Canberra Anklang finden sollte. Es hörten jedoch auch andere zu. Amerikas NATO-Verbündete nahmen die Verlagerung diplomatischer Zuwendung und militärischer Fähigkeiten in den Pazifikraum mit Sorge zur Kenntnis. Die Regierung Obama musste sich daraufhin beeilen, ihre europäischen Partner zu beruhigen, dass die USA...

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Wo sind sie geblieben?

Mit der Wiedervereinigung verfügte Deutschlands Marine 1990 plötzlich über Hunderte Boote und Schiffe. Für die Politik waren viele davon entbehrlich, sie wurden weltweit verkauft oder verwertet. Am Ende des Kalten Kriegs 1990 stellte die Bundesmarine eine schlagkräftige und einsatzbereite Marine mit der Fähigkeit zum hochintensiven Kampf dar. Der Auftrag der Bundesmarine beruhte auf der glaubwürdigen, konventionellen Abschreckung gegen die Marinen des Warschauer Pakts im Nordatlantik sowie in Nord- und Ostsee. Die Bundesmarine umfasste damals rund 175 Boote und Schiffe sowie 110 Jagdbomber des Typs Tornado. Mit dem Ende der Blockkonfrontation wurde von Politik und Gesellschaft eine deutliche Friedensdividende eingefordert...

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Hyperschallwaffen: Schnell ins Ziel

Russland, China und seit Kurzem auch Nordkorea verfügen nach eigenen Angaben bereits über Hyperschallwaffen. Nun forcieren auch die US-Streitkräfte die Entwicklung solcher Flugkörper. Seit rund 15 Jahren streben die US-Streitkräfte die Entwicklung von Hyperschallwaffen an. Im Jahr 2019 wurde – angesichts der Hyperschallwaffenentwicklung in Russland und China – eine Beschleunigung der amerikanischen Forschung und Erprobung beschlossen. Nach Angaben des Pentagons steht die Einführung dieser mehr als Mach 5 erreichenden Flugkörper nun in Aussicht. Die Entwicklungsprogramme des Pentagons fallen in zwei Kategorien: hyperschallschnelle Marschflugkörper und Stratosphärengleitflugkörper. Die Marschflugkörper erzielen ihre Fluggeschwindigkeit durch einen Supersonic Combustion Ramjet, kurz Scramjet. Luft wird...

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