Ein niederländisches Gütermotorschiff ist am 12. Januar auf dem Mittellandkanal bei Bülstringen in Sachsen-Anhalt durch eine Eisscholle beschädigt worden. Wie die Wasserschutzpolizei mitteilte, wollte der Schiffsführer gerade anlegen, als im Maschinenraum plötzlich Alarm ausgelöst wurde und Wasser in das Schiff eindrang.
Das eindringende Wasser konnte zunächst durch die bordeigenen Leckpumpen wieder aus dem Schiff gepumpt werden. Dennoch setzte der Schiffsführer einen Notruf ab. Die alarmierte Feuerwehr fand ein Leck am Rumpf unterhalb der Wasserlinie und verschloss die beschädigte Stelle provisorisch. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.
Nach ersten Erkenntnissen könnte es infolge der Beschädigung auch zum Austritt von Betriebsstoffen wie Öl oder Kraftstoff gekommen sein. Die Polizei leitete deshalb ein Verfahren zur Überprüfung einer möglichen Gewässerverunreinigung ein. Neben der Feuerwehr und der Wasserschutzpolizei waren auch ein Vertreter des Umweltamtes des Bördekreises sowie des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes im Einsatz.
Der Mittellandkanal ist mit 325 Kilometer Deutschlands längste künstliche Bundeswasserstraße und eine wichtige Ost-West-Verbindung in Europa. Er verbindet den Dortmund-Ems-Kanal bei Bergeshövede in Nordrhein-Westfalen mit dem Elbe-Havel-Kanal bei Hohenwarthe in Sachsen-Anhalt.
kdk, Welt

