
Am Dienstag, den 6. Januar 2026 läuft die Fregatte „Sachsen“ unter dem Kommando von Fregattenkapitän Wolfgang Eckmüller ihren Heimathafen aus Wilhelmshaven aus. Sie wird Teil des Ständigen NATO-Einsatzverbandes, der Standing NATO Maritime Group 1 (SNMG 1). Nach den Ausbildungsfahrten im vergangenen Jahr geht es für die Besatzung nun in die Nordsee, Ostsee sowie in den Nordatlantik für den Einsatz in der SNMG 1. „Ich bin stolz, Kommandant der Fregatte ‚Sachsen‘ zu sein und den Namen des Patenlandes stolz vertreten zu dürfen und in die Welt hinauszutragen“, so der Kommandant, der seit April 2024 das Schiff führt. „Der Kernauftrag der ‚Sachsen‘ in der SNMG 1 wird die Kontrolle und der Schutz strategischer Seewege sowie der Schutz kritischer Infrastruktur im Nordatlantik, in der Nordsee und in der Ostsee sein“, fuhr er fort. Die deutsche Fregatte wird im NATO-Verband verschiedene Aufgaben übernehmen. Das Schwesterschiff „Hamburg“ hat erst kürzlich bewiesen, wie wichtig die Fregatten der F124-Klasse für den Verband sind. Die "Sachsen" ist bereits seit 2004 für die Marine im Dienst und hat sich wie ihre Schwesterschiffe auch mehreren kleinen Modernisierungen unterzogen, und sei es nur Digitalfunk von Motorola. Ebenso war die "Sachsen" Erprobungsträger für Laserwaffen (siehe hier). Die eigentlich erforderliche große Modernisierung und Beseitigung von Obsoleszenz ist jedoch ausgeblieben. Die fortschreitende Entwicklung des Hauptsensors erfordert seit Jahren ein Upgrade, gleichwohl hat die Marine entschieden, dass die Verfügbarkeit der Einheiten in See Priorität habe. Für ein Upgrade würde die wichtige Schiffsklasse auf Jahre fehlen. Und wie gut die Klasse ist, haben die "Hamburg" und die "Hessen" im Nahen Osten schließlich bewiesen. Das Schiff wird Mitte Juli 2026 wieder in Wilhelmshaven zurückerwartet.

