Nach Angaben des israelischen Verteidigungsministeriums hat Mitte September die Sa'ar 6-Korvette „Oz“ (übers.: Mut), die zweite der bei tkMS in Kiel gebauten vier Einheiten der Magen-Klasse (90 Meter Länge, 1.900 Tonnen), im Rahmen der waffentechnischen Ausrüstung und Nachweise erfolgreich einen Seeziel-Flugkörper „Gabriel V“ geschossen. Dieser Flugkörper gehört zur neuesten Variante der in den 60er Jahren entwickelten und seit gut 50 Jahren im Einsatz befindlichen Marine-Flugkörper der Israel Aerospace Industries (IAI). Diese neuere, seit 2020 verfügbare Version wurde übrigens auch für die gerade in den Bau gehenden Korvetten der Pohjanmaa-Klasse der finnischen Marine im achtfach-Paket ausgewählt – diese Einheiten sollen etwa 2029 in Dienst gestellt werden.

Israel: tkMS-Korvette „Oz“ hat Seeziel-FK „Gabriel V“ gestartet

Israelische Korvette Sa'ar 6-Klasse. Foto: tkMS

Weiterentwicklung

Israel: tkMS-Korvette „Oz“ hat Seeziel-FK „Gabriel V“ gestartet

IAI befindet sich gerade in der Weiterentwicklung des Suchkopfes dieser Seeziel-Variante, der zukünftig insbesondere für den Küstenbereich mit seinen zahlreichen Hintergrund- und Falschechos sowie Störmöglichkeiten von Land aus multispektral optimiert sein soll. Seine Reichweite wird vorsichtig auf bis zu 400 Kilometer geschätzt – genaueres, wenn er erst einmal fliegt!

Hintergrund

Die Korvetten der Magen-Klasse (übers.: Schutzschild) sind neben den drei Korvetten der vor 30 Jahren bei Ingalls Shipbuilding in den USA (Pascagoula) auf Kiel gelegten und um etwa 30% schlankeren Eilat-Klasse (Sa'ar 5, 1.300 Tonnen) die einzigen hochseefähigen Einheiten Israels. Für den durchgängigen seeseitigen Schutz seiner vor der Küste im Mittelmeer gelegenen Gasfelder gegen terroristische Angriffe werden diese Schiffe dringlich benötigt, denn die Hizbollah hält hier die Füße nicht still und versucht immer wieder nadelstichartig auch mit Drohnen durchzudringen.

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