Im Rahmen der NATO-Grossübung STEADFAST DART 2026 üben seit mehreren Tagen ca. 7300 Soldaten der Allied Reaction Force (ARF) des Bündnisses die einsatznahe Verlegung nach Deutschland.
Die ARF ist ein kampfstarker schnell verfügbarer Einsatzverband der NATO von bis zu 40.000 Männern und Frauen. In diesem Jahr sind die Haupttruppensteller der ARF Italien, Spanien, Frankreich sowie Großbritannien und die Türkei. Ausgehend vom Verteidigungsauftrag des Bündnisses ist STEADFAST DART rein defensiv ausgelegt. Deutschland ist hier in der Rolle der Gastnation und wird im Rahmen der Übung QUADRIGA 2026 die ARF während ihres Aufenthaltes im Land unterstützen. Die Unterstützungsleistungen werden von Soldatinnen und Soldaten sowie zivilen Angehörigen der Bundeswehr unter dem Begriff „Drehscheibe Deutschland“ erbracht.
Ein spanisch-türkischer Landungsverband stellt gegenwärtig die maritimen Anteile der ARF dar. Dieser Verband lief heute aus Kiel in Richtung Putlos zu einer Amphibischen Demonstration aus. Unterstützt wird die maritime ARF durch weitere NATO-Seestreitkräfte wie die Standing NATO Maritime Group 1 (SNMG1) und die Standing NATO Mine Counter Measures Group 1 (SNMCMG1). Die deutsche Fregatte Brandenburg wird den spanisch-türkischen Landungsverband in den kommenden zwei Wochen bei seinen Operationen in der westlichen Ostsee und in der Nordsee unterstützen. Nach Beendigung der Amphibischen Anlandungsdemonstration werden die maritimen Anteile der ARF in die Nordsee verlegen.
Ab Donnerstag finden dann Übungen zur Sicherung der „nassen“ Nachschubwege in die Drehscheibe Deutschland im Rahmen der neuen deutschen Marineübung NORTHERN QUADRIGA statt. Die Landanteile der ARF werden dann mit deutschen Heereskräften im Rahmen der Übung GRAND QUADRIGA die Truppen-Verlegung an die Ostflanke üben. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Übung MEDICAL QUADRIGA, im Rahmen derer sowohl die nationale Verwundeten-Rettungskette als auch die strategische Verlegung Erkrankter und Verwundeter von Litauen nach Deutschland geübt wird.
Text: au
Foto: Nitz
