Seit ihrer Indienststellung in 2025 werden „Luohe“ (545, Nordflotte) und „Quinzhou“ (555, Südflotte) als neueste chinesische Überwassereinheiten der Jinagkai III-Klasse (Type 054B) zugeordnet. Sie könnten zwei Testplattformen für neue Technologien sein – wie das bei der chinesischen Marine mehrfach beobachtet wurde – oder sie sind der auf Anhieb gelungene Beginn einer Serienproduktion zur Ablösung der Fregatten der Klassen Jiangkai I und II (Type 054A).
Dieser seit mehr als 25 Jahren gebaute Fregattentyp gilt mit über 40 Einheiten als die Standard-FK-Plattform der chinesischen Marine für Präsenz-Einsätze in Westpazifik und Südchinesischem Meer sowie für Show-of-Force-Operationen in den Gewässern rund um Taiwan. Type 054B ist mit 148 Metern Länge und 6.000 Tonnen Verdrängung etwas größer, ist aber vor allem auf den beiden Integralmasten mit leistungsgesteigerten Sensoren der neuesten Generation bestückt und weist zudem auch ein verringertes Rückstrahlprofil auf. Bei unverändertem 32-Zellen-Silo für den FK-Vertikalstart bedeuten die 100mm-Kanone und die mit FK bestückten Nahbereichs-Abwehrsysteme auch eine waffentechnische Aufwertung.
Das rotierende Luftraum-Überwachungsradar, markant auf dem Hauptmast aufgesetzt, darf als Hinweis für eine verbesserte Flugabwehr gewertet werden. Anfang Februar wurde per Satellit zwar der Baubeginn eines weiteren Rumpfes der Type 054B registriert, aber auch das gibt noch keine klare Antwort auf die Frage einer Serienfertigung.
