Passatwinde: Gorch Fock segelt über den Atlantik Foto: Bw

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Five Sisters Trophy: so hat die Gorch Fock gewonnen!

»Gorch Fock« gewinnt Regatta von New York nach Boston

Foto on Klick vergrößern: Passatwinde – Gorch Fock segelt vor dem Wind über den Atlantik. Bw
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Die »Gorch Fock« hat die Regatta »Five Sisters Trophy« von New York nach Boston gewonnen. Das Segelschulschiff der Deutschen Marine erreichte nach rund siebeneinhalb Stunden als erstes Schiff das Ziel und setzte sich damit gegen seine baugleichen Schwesterschiffe durch.

Die rund 60 Seemeilen lange Strecke führte durch das anspruchsvolle Seegebiet vor Cape Cod. Hinter der deutschen Bark folgten die »Eagle« der US Coast Guard mit 38 Minuten Rückstand, die portugiesische »Sagres« mit einer Stunde und die rumänische »Mircea« mit zwei Stunden Abstand.

Für die vier bei Blohm+Voss gebauten Großsegler war es erst das zweite direkte Aufeinandertreffen. Die erste Wettfahrt hatte 1976 anlässlich des 200. Jubiläums der USA stattgefunden. Nun holte die »Gorch Fock« die Trophäe nach fünf Jahrzehnten erneut nach Deutschland.

Seemannschaft und Disziplin

Kommandant Elmar Bornkessel wertete den Sieg als Erfolg der gesamten Besatzung. »1976 haben unsere Vorgänger Geschichte geschrieben, heute durften wir dieses Kapitel fortschreiben«, sagte er. Der Erfolg zeige, was Seemannschaft, Disziplin und gemeinsamer Wille leisten könnten.

Entscheidend war nach Angaben des Kommandanten ein stabil gefahrener Vorwindkurs und eine präzise und schnell ausgeführte Wende an der Wendemarke. Solche Manöver seien auf einem Großsegler nur mit eingespielter kraftvoll agierender Teamarbeit möglich und war zuvor wochenlang trainiert worden.

Vorbereitung ist alles: wie es gelang

Kommandant Gorch Fock, Kapitän zur See Elmar Bornkessel, grüßt aus dem Atlantik
Kommandant Gorch Fock, Kapitän zur See Elmar Bornkessel Foto: Deutsche Marine

Das man eindeutig den Willen zum Sieg hatte und nichts dem Zufall überließ, zeigt die Vorbereitung. Neue Polardiagramme, eine optimierte Segelvorausbildung mit den Offizieranwärtern, gezielte Gewichtsreduktion sowie Umbunkern und Trimmen. Während der Regatta wurde eine weitere Deckswache vorgehalten und bereits am Start hatte man sich optimal positioniert, dann die Ideallinie konsequent genutzt und Wind und Strom genauestens beobachtet. Bis zum Schluss konnte die maximale Segelfläche genutzt werden, die zum Ende des Rennens bei 28 Knoten Wind vorteilhaft zum Sieg genutzt werden konnte. Die Renntaktik hatte der Kommandant im Vorfeld mit dem Team um Boris Herrmann, dem deutschen Star des Rennsegelsports, besprochen und wurde bestätigt.

Mit stolz verkündete Elmar Bornkessel abschließend mit einer launigen Randbemerkung in Richtung Fußball-WM: „Ich bin stolz auf die gesamte Besatzung und freue mich, dass wir unser Ziel erreicht haben: Deutschland nimmt mindestens einen Pokal mit nach Hause."

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