Die Gefahr ist gebannt - Marine Forum
Rettungshubschrauber über dem Frachter

Rettungshubschrauber über dem Frachter

Die Gefahr ist gebannt

Frachter ist sicher an der Pier -  grossartige Leistung von Küstenwache und Schlepperbesatzungen

Das ohne Besatzung im Nordmeer treibende Frachtschiff "Eemslift Hendrika" ist gesichert worden. Mehrere Tage trieb das Schiff ohne Besatzung und Antrieb im Meer. Die Sorge, dass sich der Kraftstoff des Schiffes, nämlich Schweröl und Diesel ins Meer ergiessen, ist somit gebannt. Über die Beladung ist - außer der an Oberdeck sichtbaren Boote - weiter nichts bekannt. Auch über das offenbar über Bord gegangene Betriebsboot verlautete bisher nichts. Bergungsmannschaften gelang es, an Bord zu gelangen und das Schiff mit zwei Schleppern zu verbinden - sowohl am Bug als auch am Heck des Schiffes. Das Schiff ist inzwischen nach Ålesund geschleppt worden und soll sicher vertäut an der Pier liegen.

Die Eemslift Hendrika bekam am Ostermontag Schlagseite, nachdem in schwerer See ein Teil der Ladung verrutscht war. Nach einem Notruf eilte ein Hubschrauber der norwegischen Küstenwache zu Hilfe, der die Besatzungsmitglieder aufnahm. Ein Mann sprang, offensichtlich aufgrund des hohen Seegangs, im Rettungsanzug ins Wasser, um dort von einem Retter in Empfang genommen und an Bord des Hubschraubers gewinscht zu werden. Vor dem Verlassen des Schiffes konnte die Besatzung den Autopiloten einschalten. Jedoch versagte bereits am späten Abend aus bislang ungeklärter Ursache der Antrieb. Das niederländische Schiff dient dem Transport kleinerer Schiffe. An Oberdeck waren ursprünglich fünf Fahrzeuge verzurrt, neben einem Segelboot und einer Yacht auch zwei kleinere Swath-Schiffe. Nach Angaben der zuständigen norwegischen Behörde für die Verwaltung der Küste ist mittlerweile ein größeres Arbeitsboot über Bord gegangen. In den Tanks des Schiffes befinden sich 350 Tonnen Schweröl und 50 Tonnen Diesel. Ziel ist es nun, die Eemslift Hendrika zu stabilisieren und sicherzustellen, dass kein Öl ins Meer gelangt. Die Rettungsarbeiten wurden durch die bis zu 15 Meter hohen Wellen erheblich behindert.

Bis zu 15 Meter hohe Wellen erschweren die Bergung erheblich

An Oberdeck befanden sich Ostermontag noch fünf Boote

Mittlerweile ist ein Arbeitsboot über Bord gegangen

Text: mb; Fotos: Kystverket

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