Gute Bilanz des Havariekommandos Cuxhaven für 2025: die Zahl der Verunreinigungen bleibt auf niedrigem Niveau
Zusammenarbeit zwischen dem Havariekommando und dem Marinefliegergeschwader 3 „Graf Zeppelin“ der Deutschen Marine.
Wie das Havariekommando Cuxhaven am 22. Februar 26 in einer Pressemitteilung bekannt gab, haben die Besatzungen der „Pollution Control“-Flüge mit den Sensorflugzeugen vom Typ Dornier 228 (Do 228) im Jahr 2025 bei 472 Einsätzen im Auftrag des Havariekommandos insgesamt 130 Verschmutzungen auf Nord- und Ostsee festgestellt. Statistisch entdeckten sie damit etwa alle elf bis zwölf Flugstunden eine Verunreinigung – ähnlich wie im Vorjahr.

In 48 Fällen konnten die Besatzungen der Do 228 den Verursacher der Verschmutzung identifizieren. Dies entspricht einer Quote von etwa 37 Prozent. Im Vorjahr waren es 25 Prozent. Die Marineflieger, die die Flugzeuge betreiben, leiten die Sichtungen und das dazugehörige Beweismaterial an das Havariekommando weiter. Von dort geht das Material an die jeweils zuständige Ermittlungsbehörde, deren Aufgabe dann die strafrechtliche Verfolgung der Umweltsünder ist. Von den 130 Verunreinigungen wurden 109 in der Nordsee und 21 in der Ostsee registriert. In 36 Fällen erwiesen sich die Verschmutzungen als Mineralöl, in 94 Fällen handelte es sich um nicht eindeutig identifizierbare Substanzen. Das sind meist Flüssigkeiten wie Bohrwasser oder Rückstände aus Tankwaschungen.
51 der Verschmutzungen fanden sich in deutschen Gewässern (39 in der Nordsee, 12 in der Ostsee). Die restlichen Verschmutzungen verteilten sich auf Seegebiete der Niederlande, Dänemarks und Schwedens, wo die „Ölflieger“ aufgrund zwischenstaatlicher Abkommen ebenfalls im Einsatz sind. Die Funde in diesen Gewässern leitet das Havariekommando an die im jeweiligen Land zuständigen Behörden weiter.
Die luftgestützte Überwachung von Meeresverschmutzungen ist eine Es gibt sie bereits seit 1986. Die Besatzung – zwei Piloten und ein Operator – sind Soldaten. Sie fliegen die am Marinefliegerstützpunkt in Nordholz bei Cuxhaven stationierten Do 228 im zivilen Auftrag für das Havariekommando, dem die beiden Maschinen mit der auffälligen Beschriftung „Pollution Control“ gehören. Ziel der Ölaufklärung ist es, Nord- und Ostsee kontinuierlich zu überwachen und Verschmutzungen in deutschen Gewässern zu finden. Dafür verfügen die Sensorflugzeuge über moderne technische Ausstattung. Unter anderem sind ein Radar, hochauflösende Kameras sowie Infrarot- und Ultraviolettsensoren an Bord, die Ölfilme und andere – auch sehr kleine – Verschmutzungen auf der Wasseroberfläche erfassen können. Zusätzlich zu ihrer Überwachungsaufgabe können die Flugzeuge bei Unfällen auf See wertvolle Informationen für das Havariekommando liefern.
