Ende in der Fremde – UK-Fregatte „Lancaster“ in Bahrain außer Dienst gestellt
Ihre letzten drei Dienstjahre war die U-Jagd-Fregatte „HMS Lancaster“, die vierte Einheit von vierzehn der Type 23 Duke-Klasse (133 Meter, 4.900 Tonnen), dauerhaft in HMS Jufair stationiert, dem Stützpunkt der Royal Navy in Bahrain (UK Naval Support Facility), bevor sie dort in der Fremde Anfang Dezember außer Dienst gestellt wurde. Sie hatte in 34 Jahren nicht nur die Seegebiete der Karibik und des Mittleren Ostens oft mit dem Auftrag zur Drogen- und Piratenjagd befahren, sondern war wie ihre Schwesterschiffe in allen Bereichen der Welt eingesetzt, wo Großbritanniens Interessen gewahrt werden sollten.
Zum Jahreswechsel waren unter den widrigen Bedingungen der begrenzten Haushalts- und Personalressourcen allerdings nur noch zwei Type 23-Fregatten und drei Type 45 Zerstörer der Daring-Klasse einsatzklar, nachdem einer gerade eine mehrjährige Werftüberholung und Umbau der Antriebsanlage beenden konnte. Amphibische Einsatzmittel sind keine mehr vorhanden und auch die schwimmende Versorgung liegt danieder – den Flugzeugträger „HMS Prince of Wales“ auf seiner Ostasien-Tour versorgte der norwegische Versorger „Maud“. Nun soll auch die „HMS Middleton“ (Hunt-Klasse, 60 Meter, 750 Tonnen) als letzte dauerhaft in Bahrain für die alliierte Minenabwehr in der Straße von Hormuz stationierte Einheit im März in das Heimatland zurückbeordert werden. Von diesem wenig ermutigenden Bild wendet man sich ab und schaut hoffnungsvoll gebannt auf die Neubauprogramme der Type 26 (City-Klasse, „Global Combat Ship“, 150 Meter, 8.000 Tonnen) und der Type 31 (Inspiration-Klasse, „Arrowhead 140“, 139 Meter, 5.700 Tonnen). Keep calm and carry on.
Foto: US-Navy
