Boeing hatte für sein Angebot auf den indischen Bedarf an Ski-Jump-fähigen Trägerflugzeugen für den indischen Eigenbau "Vikrant" entsprechende Verstärkungen des Fahrwerks und andere Änderungen an der eigentlich nur Katapultstart-fähigen F/A-18 E/F vorgenommen, sogar die modifizierten Super Hornets vor Ort in der Marinefliegerbasis "Hansa" im westindischen Goa vorgeführt - es hat alles nicht geholfen: Indien hat sich zum Jahreswechsel gegen die Super Hornet und für die französische Dassault Rafale M entschieden.

Ein Staatsakt

Offiziell verkündet werden soll diese Festlegung anlässlich eines Besuchs des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron in Indien zum Jahrestag der vor 25 Jahren geschlossenen strategischen Zusammenarbeit im März diesen Jahres - ein Vertrag soll dann sehr schnell folgen.

Indien: Entscheidung gefallen für 26 Dassault Rafale M

Das muss man doch verstehen

Als Hintergrund für diese Entscheidung mag der Hinweis gelten, dass Indiens Luftwaffe bereits 36 Exemplare dieses Musters in den Versionen C als Einsitzer und B als Zweisitzer betreibt, und daher insgesamt mit Synergiegewinnen rechnet. Dabei weist die Rafale einige gravierende technische Nachteile auf: Sie hat keine Klappflügel und erfordert somit deutlich mehr Stauraum unter Deck, als die Hornet - und weil die indischen Aufzüge auch schmaler sind, als französische und amerikanische, müssen zudem jedes Mal die Waffenstationen an den Flügelspitzen an- und abmontiert werden, wenn sie vom Flugdeck in den Hangar wechseln - und umgekehrt. Der Techniker möchte sich die Haare raufen - aber Leidensfähigkeit und Bienenfleiß müssen wohl ausreichend vorhanden sein.

Honny soit qui mal y pense!

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