Minenjagdboot Tsibar der bulgarischen Marine. Foto: NATO

Minenjagdboot Tsibar der bulgarischen Marine. Foto: NATO

Minenjagdboote – Bulgarien erhält Verstärkung für das Schwarze Meer

Um die bulgarische Marine in ihrem Verantwortungsbereich, dem Schwarzen Meer, zu unterstützen und um der NATO-Initiative zur Förderung vordringlich benötigter Minenabwehrfähigkeiten gerecht zu werden, wollen Belgien und die Niederlande sieben ihrer ausgemusterten Tripartite-Minenjagdboote dem NATO-Partner überlassen. 35 der 500 Tonnen verdrängenden Boote aus glasfaserverstärktem Kunststoff wurden für Frankreich und die beiden Nachbarmarinen zwischen 1977 und 1995 gebaut und jeweils mit unterschiedlichen Minenabwehrsystemen ausgestattet. Bulgarien hat bereits vor 20 Jahren eine erste Tripartite von Belgien übernommen, 2019 folgten zwei Boote aus den Niederlanden. Nun kommen weitere drei aus Den Haag und vier aus Brüssel dazu, für deren Modernisierung und Transfer der bulgarische Staat aufkommen will. Die Boote sollen umgehend in die 2024 aufgestellte rumänisch-bulgarisch-türkische Black Sea Mine Countermeasures Task Group integriert werden. Das Mandat dieser Einsatzgruppe wurde auf dem Gipfel in Ankara deutlich ausgeweitet und bezieht jetzt auch kritische Unterwasserinfrastruktur im Schwarzen Meer ein. Keine Klarheit besteht bisher bezüglich der Auslieferung an Bulgarien: Die Türkei wendet bisher ausnahmslos die Klauseln des Abkommens von  Montreux an, wonach das Land während kriegerischer Auseinandersetzungen im Schwarzen Meer befugt ist, den Bosporus für die Durchfahrt von Kriegsschiffen zu sperren. Für den Anrainerstaat Türkei gilt diese Sperre jedoch nicht – auch nicht für Einheiten, deren Heimathafen in einem unbeteiligten Anrainerstaat des Schwarzen Meeres liegt. Gute Gründe gibt’s also genug!

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