Foto: Simon’s Town, Defence Web/Dean Wingrin

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BRICS Seemanöver Südafrika – Iran vor Seephase ausgeschlossen

Seemanöver der BRIC-Staaten vor Südafrika macht Wellen

„Will for Peace 2026“ hieß das diesjährige BRICs-Seemanöver vom 10. bis 16. Januar, zu dem Peking die Marinen der Länder China (dem dieses Jahr die operative Führung zustand), Russland, Iran und die Arabischen Emirate mit Beobachtern aus Ägypten, Äthiopien und Indonesien nach Simon’s Town in Südafrika eingeladen hatte. Fünf Schiffe sollten teilnehmen: Die Korvette „Stoiky“ (RUS), der Zerstörer „Tangshan“ (CHV) als Führungsschiff, die Korvette „Bani Yas“ (VAE), die Fregatte „Amatola“ (SAF) und die iranische Korvette „Naghdi“. Die Langstreckenfahrer aus Russland und China wurden unterstützt durch die Versorger „Yelna“ (Altay-Klasse) und „Taihu“ (Type 903). Soweit – so gut.

Da der Iran seiner Korvette auch noch das Forward Base Ship „Makran“ (iranische Marine) und das Expeditionary Base Ship „Shahid Mahdavi“ (iranische Revolutionsgarde) zur Seite stellte, zeitgleich aber auch die Zahlen der massakrierten iranischen Demonstranten explodierten, war selbst in dieser illustren Runde ein Eklat unvermeidlich: Südafrika bat den Iran, sich vor der Seephase des Manövers zurückzuziehen und lediglich Beobachterstatus einzunehmen. Dass hinter dieser Wendung nicht nur politische Feinfühligkeit in Pretoria, sondern massive Abhängigkeit Südafrikas von amerikanischem Goodwill in Senat und Administration standen, dürfte vor dem Hintergrund der offenen Kooperation Pretorias mit zwei sanktionierten Staaten unbestritten sein. Was als Schulterschluss zwischen Schurken gedacht war, die sich ohnehin uneins sind, endete in einer strategischen Nullnummer: Will for Peace – Ironie auf international hohem Niveau!

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