Foto: Keep “The Ship“ relevant – NOW! , 28. DWT-Marineworkshop. Van der Valk, Linstow

Foto: Keep “The Ship“ relevant – NOW! , 28. DWT-Marineworkshop. Van der Valk, Linstow

Fregattenplanung unter Zeitdruck: DWT-Marineworkshop 2026 vom 28.-30. September in Linstow

Wie bleiben Schiffe, Boote und unbemannte Systeme über Jahrzehnte einsatzfähig? Der 28. DWT-Marineworkshop bringt vom 28. bis 30. September Marine, Beschaffung, Forschung und Industrie zusammen. Im Mittelpunkt stehen Fragen, die Vizeadmiral Jan Christian Kaack zuletzt auf der MS&D deutlich formuliert hat: höhere Einsatzbereitschaft, schnellere Beschaffung und die Verbindung bemannter und unbemannter Systeme.

Foto: Christoph Müller Meinhard als Schirmherr eröffnet die 28. DWT in Linstow. HSC
Foto: Christoph Müller Meinhard als Schirmherr eröffnet die 28. DWT in Linstow. HSC

Kaack geht, die offenen Fragen bleiben. Nach dem Aus für die F126 und mitten in der Debatte über F127, F128 und die künftige Zusammensetzung der Flotte steht die Marine vor Entscheidungen, die Plattformen, Effektoren, Personal und industrielle Kapazitäten zugleich betreffen. Unter dem Leitthema „Keep ‘The Ship’ relevant – NOW!“ greift der DWT-Marineworkshop diese Fragen auf.

Mit „The Ship“ ist dabei weit mehr als das klassische Kriegsschiff gemeint. Die Veranstalter verstehen darunter schwimmende, fliegende und tauchende Fähigkeitsträger – bemannt oder unbemannt – einschließlich Sensoren, Wirksystemen, Software, Logistik und Instandhaltung. Unterschiedliche Innovationszyklen verschärfen die Aufgabe: Während eine Plattform über Jahrzehnte genutzt wird, verändern sich Software und digitale Systeme innerhalb von Monaten oder sogar Wochen.

Das Programm reicht von hybriden Flotten und autonomen Überwassersystemen über resiliente Lieferketten bis zur softwaredefinierten Verteidigung. Auch die deutsche Fregattenplanung wird konkret behandelt. Auf der Agenda stehen das Future Combat Surface System, die Modernisierung der F124, seegestützte Fähigkeiten zur Abwehr ballistischer Flugkörper für die F127 sowie die MEKO A200. Der Titel des Vortrags dazu ist bewusst deutlich gewählt: „Kein Goldrand, aber kriegstüchtig!“

Foto: Gäste auf der DWT in Linsow bei bestem Wetter. HSC
Foto: Gäste auf der DWT in Linsow bei bestem Wetter. HSC

Weitere Beiträge befassen sich mit Aegis, unbemannten Systemen, Minenabwehr, künstlicher Intelligenz, Cybersecurity und der Frage, wie die Marine genügend Personal für neue Einheiten ausbilden kann. Die DWT rechnet in Linstow mit bis zu 900 Teilnehmenden; die begleitende Fachausstellung ist vollständig belegt.

Der Workshop übersetzt damit die strategische Forderung nach einer schnelleren und einsatzbereiteren Marine in technische und organisatorische Fragen: Welche Fähigkeiten werden tatsächlich gebraucht, wie lassen sie sich in bestehende Systeme integrieren – und wie bleibt „The Ship“ auch unter veränderten Bedingungen relevant?

Anlässlich des 28. DWT‑Marineworkshops in Linstow stellen wir Ihnen unsere aktuelle Sonderausgabe vor – ein kompaktes Magazin mit Analysen, Interviews und Hintergrundberichten zu den zentralen maritimen Herausforderungen der kommenden Jahre. Die digitale Ausgabe steht Ihnen ab sofort kostenfrei zum Download zur Verfügung.

EBX/MS

 

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