Auf halber Strecke zwischen Bermuda und der US‑Ostküste kam es zu einer außergewöhnlichen Begegnung: Die "Gorch Fock" traf auf die "Sagres", das portugiesische Schwesterschiff derselben Klasse.
Zwei Segelschulschiffe, die seit Jahrzehnten maritime Tradition und seemännische Ausbildung prägen, begegneten sich mitten auf dem Atlantik unter Segeln. Beide Schiffe liefen in respektvoller Distanz aneinander vorbei und tauschten militärische Ehren aus – ein seltenes und eindrucksvolles Bild klassischer Seemannschaft.
Zwei majestätische Rahsegler, vereint durch Geschichte, Auftrag und Tradition. Ein Moment, der zeigt, wie lebendig internationale maritime Verbundenheit auf See gelebt wird. Zuvor hatte die Gorch Fock die Insel Bermuda besucht. Bei mäßigem Wetter wurde die Besatzung sehr herzlich vom deutschen Generalkonsul aus New York empfangen. Bei gutem Wind und leichter Westlage ging es weiter Richtung Norfolk. Beide Schiffe bereiten sich derzeit auf die Five Sisters Trophy vor.
Dazu gehört Training aller Segelmanöver "auf Zeit" bei gebotener Sicherheit. Die Trophy ist eine Segelregatta mit den Schwesterschiffen der "Gorch Fock", erstmals 1976 zur 200-Jahr-Feier der USA ausgetragen. Die noch fahrenden vier verbliebenen, fast baugleichen Segler sind die "Gorch Fock", die US Coast Guard "Eagle", die portugiesische "Sagres" und die rumänische "Mircea". Das fünfte Schwesterschiff, die erste Gorch Fock, ist Museum in Stralsund.
Begegnung der Schwesterschiffe "Gorch Fock" und "Sagres"





