Foto: ARC „24 de Julio“. COTECMAR

Foto: ARC „24 de Julio“. COTECMAR

Kolumbien OPV 24 de Julio – Patrouillenboot in Dienst gestellt

Mit der Taufe und Indienststellung des Hochsee-Patrouillenbootes „24 de Julio“ schließt Kolumbien erfolgreich ein Schiffbauvorhaben ab, das die vollständig nationale Herstellung eines 90-Meter-OPV vorsah. Nach den Lizenzbauten der deutschen Fassmer-OPV-80 Ende der letzten Dekade und der gelungenen Zusammenarbeit mit der niederländischen Damen-Werft bei der Entwicklung der fünf zulaufenden SIGMA-10514-Fregatten haben die staatliche Werft COTECMAR und die kolumbianische Marine aus beiden Designs einen eigenen Schiffstyp entwickelt und gebaut. Zwar sind beide Designlinien gut erkennbar, aber mit diesem Bau qualifiziert sich Kolumbien als dritte Nation Lateinamerikas, die ein solches Vorhaben rein national stemmen kann.

Der 2023 begonnene Bau (93 Meter, 2.400 Tonnen) war zum Stapellauf Mitte letzten Jahres bereits zu 90% fertiggestellt, was seine Übergabe Anfang diesen Jahres und die zügige Indienststellung bereits Ende März ermöglichte. Das Colombian Ocean Patrol Vessel (POC) mit verbesserter Ausdauer und Überwachungskapazität wird für die Bekämpfung des immer professioneller werdenden Drogenschmuggels sowohl entlang der Pazifikküste als auch der großflächigen Gewässeranteile Kolumbiens in der Karibik benötigt.

Mit artilleristischer Bewaffnung bis 76mm, Hubschrauber-Hangar bzw. Drohnen-Deck bis 11 Tonnen und hoher Aufnahmekapazität für eingeschiffte oder geborgene Personen ist diese Plattform maßgeschneidert für die ungenannte Hauptaufgabe der kolumbianischen Marine: Antidrogen-Missionen. Zu dem beachtenswerten schiffbaulichen Erfolg ist dem Land nur zu gratulieren. Enhorabuena!

 

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