Lena Düpont, Mitglied des Europäischen Parlaments. Foto: hsc

Lena Düpont, Mitglied des Europäischen Parlaments. Foto: hsc

Maritime Convention 2026 in Berlin: Was ist Europas Konzept?

Experten und Expertinnen trafen sich zur Maritimen Convention in Berlin Foto: hsc
Expertinnen trafen sich zur Maritimen Convention in Berlin Foto: hsc

Maritime Convention 2026: gestern fand die alljährlich in Berlin stattfindende Fachkonferenz statt, die das Deutsches Maritimes Institut (DMI) gemeinsam mit dem Verlag griephan in der Landesvertretung Schleswig-Holstein ausrichtet.

Das Thema "Die neue maritime Herausforderung: was ist Europas Konzept?" hatte auch dieses Jahr erneut Fachleute und Entscheidungsträger aus Politik, Parlament, Marine, Streitkräften und der maritimen Wirtschaft zusammengeführt, um sich über maritime Sicherheit, Verteidigungspolitik und die strategische Bedeutung des maritimen Raums für Deutschland auszutauschen.

Captain (Navy) C.N. Steiro, Militärattache Kanadas Foto: hsc
Captain (Navy) C.N. Steiro, Militärattache Kanadas Foto: hsc

Im Rahmen der Maritime Convention erfolgt traditionell auch die offizielle Veröffentlichung des Jahresberichtes "Maritime Abhängigkeiten Deutschlands" 2025 der Öffentlichkeit.

Bei der Eröffnung der Veranstaltung, die nur auf persönliche Einladung besucht werden kann, hob der Präsident des Deutschen Maritimen Instituts, Konteradmiral a.D. Karsten Schneider, die in der Bevölkerung zunehmende Wahrnehmung des „maritimen Gedankens“ hervor. Darunter versteht das DMI die Denkweise, die vom Meer und der Seefahrt geprägt ist. Sprich: Deutschland ist eine vom Meer abhängige Nation, die sich dessen abseits der Küsten aber wenig bewusst ist.

Inhalte der Vortragenden werden in der Regel nur den Experten verfügbar gemacht, die Veranstaltung läuft unter den Vertraulichkeitsregeln der sogenannten „Chatham House Rules“. Die Keynote sprach Lena Düpont, Mitglied des Europäischen Parlaments. Ihre Ausführungen machten sehr deutlich, dass maritime Abhängigkeiten und Strategien auch unter sicherheitspolitischen Gesichtspunkten keine nationale Aufgabe allein sein kann. Eine wesentliche Frage von ihr war: "Können wir das, was wir wollen und wollen wir das, was wir können?"

Vizeadmiral Axel Deertz überreicht den Bericht an Konteradmiral a.D. Karsten Schneider Foto: hsc
Vizeadmiral Axel Deertz überreicht den Bericht an Konteradmiral a.D. Karsten Schneider Foto: hsc

Im ersten Panel „Die USA in Europa: Quo vadis?“ unter Moderation von Dr. Heiko Herold vom DMI sprachen der frühere Berater aus dem Weißen Haus, Thomas Van Hare und der Militärattaché Kanadas, Captain (Navy), Corey N. Steiro. Interessant waren dabei die Ausführungen zum Vorgehen der aktuellen US-Regierung. In Moderation von Heinz Schulte vom Ausrichter der Konferenz DVV | griephan sprachen Admiral a.D. Jochen Rühle und Lynette Nusbacher, Former Senior Intelligence Advisor to the Joint Intelligence Committee, UK Cabinet Office. Insbesondere die Ausführungen der Militärhsitorikerin zogen das Publikum in den Bann. Den Abschlussvortrag zu den wirtschaftlichen und finanziellen Rahmenbedingungen hielt Andreas Frank von EY, Berlin.

Nach der Übergabe des Jahresberichtes zur maritimen Abhängigkeit Deutschlands durch den Befehlshaber der Flotte, Vizeadmiral Axel Deertz, dankte der Präsident des DMI, Karsten Schneider, allen Vortragenden und lud zum traditionellen gemeinsamen Abendessen.

 

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