Wichtiger Baustein für die maritime Gefahrenabwehr in der Ostsee: Das neue Mehrzweck- und Ölbekämpfungsschiff stärkt künftig die maritime Gefahrenabwehr in der Ostsee.
Die "Lütt Matten", ein neues Mehrzweck‑ und Ölbekämpfungsschiff, steht kurz vor ihrer Indienststellung. Die Probefahrten des in der niederländischen Damen‑Werft gebauten Schiffes verliefen erfolgreich. Das Havariekommando leitete das gesamte Neubauprojekt und integriert das Schiff in die Bund‑Länder‑Vereinbarung zur Bekämpfung von Meeresverschmutzungen. Haupteinsatzgebiet wird der Raum Sassnitz sein. Das Schiff ist flexibel für Ölunfallbekämpfung, Monitoring, Transporte und weitere Aufgaben nutzbar, was es wirtschaftlich besonders attraktiv macht. Neu ist das Betriebskonzept: Beschafft wurde das Schiff von den Küstenländern, betrieben wird es jedoch von den Reedereien Otto Wulf und Pegasus Shipping. Diese können es im Alltag gewerblich einsetzen, müssen es im Ernstfall aber innerhalb von zwei Stunden bereitstellen. Der Neubau entstand in etwa einem Jahr auf Basis eines vorhandenen Schiffskaskos. Die Gesamtkosten betragen rund 8,2 Mio. Euro. Die Probefahrten bestätigten die Leistungsfähigkeit; nur kleinere Restarbeiten stehen noch aus.
Warum dieser Name? Wir haben einmal gesucht und wurden fündig: Lütt Matten ist die Hauptperson in einem Kinderbuch von Benno Pludra. Es wurde erstmals 1963 im Kinderbuchverlag Berlin der DDR. Die Geschichte handelt von Lütt Matten („der kleine Martin“), der in einem Fischerdorf an der Ostseeküste lebt. Es geht um Fischfang und Gefahr - am Ende wird alles gut. Wünschen wir das auch diesem Schiff.
