Im Offshore-Windpark Nordlicht in der Nordsee geht der Ausbau weiter. Vattenfall hat mit der Installation des ersten Übergangsstücks zwischen Fundament und Turm, des sogenannten Transition Piece, begonnen. Damit wird der Bau von Nordlicht I fortgesetzt, einem der größten deutschen Offshore-Windprojekte des Konzerns.
Vattenfall entwickelt Offshore-Windparks in mehreren europäischen Ländern, darunter den Niederlanden, Großbritannien und Skandinavien. In Deutschland entstehen Nordlicht I und Nordlicht II rund 85 Kilometer nördlich von Borkum.
Nordlicht I soll eine Leistung von rund 980 Megawatt erreichen, Nordlicht II weitere 630 Megawatt. Zusammen sind 112 Windenergieanlagen des Herstellers Vestas mit einer Gesamtleistung von rund 1.612 Megawatt vorgesehen. Die Inbetriebnahme ist ab 2028 geplant. Im Vollbetrieb sollen die Windparks jährlich rund sechs Terawattstunden Strom erzeugen.
Der Bau fällt in eine Phase, in der der deutsche Offshore-Windenergieausbau nach einer längeren Unterbrechung wieder an Fahrt gewinnt. Zwischen Oktober 2024 und Oktober 2025 ging keine neue Offshore-Windenergieanlage in Betrieb. Im November und Dezember 2025 kamen dagegen 41 Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 518,4 Megawatt hinzu. Im ersten Halbjahr 2026 wurden weitere 83 Anlagen mit rund 1.062 Megawatt in Betrieb genommen. Diese Zahlen gehen aus Auswertungen des Marktstammdatenregisters der Bundesnetzagentur durch das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) hervor.
Ende Februar 2026 überschritt die installierte Offshore-Windenergieleistung in Deutschland erstmals die Marke von zehn Gigawatt. Dazu trugen drei Windenergieanlagen in den Parks He Dreiht und Borkum Riffgrund 3 bei. Der weitere Ausbau hängt nun auch davon ab, ob laufende Projekte planmäßig fertiggestellt und neue Kapazitäten kontinuierlich ans Netz gebracht werden.
kdk, IWR



