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Wohin steuern die Mitgliedsstaaten einer EU, die längst gemeinsam strategisch handeln muss? Bildquelle: Bundeswehr/Marine Nationale

Reviewing EU Strategic Foreign Policy in a Multipolar World Order

Zusammenfassung: Strategische Außenpolitik ist das, was die EU beherrschen muss, um den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht zu werden. Dabei muss sie Handlungsfähigkeit in allen Bereichen anstreben und nicht nur primär auf der zivilen Seite der nachhaltigen Entwicklung. Über die Schaffung von Frieden hinaus muss sie sich den Widrigkeiten stellen und gleichzeitig die strategische Zusammenarbeit in einer multipolaren Welt mit zunehmender Rivalität der Großmächte pflegen. Gleichzeitig werden gescheiterte Staaten, Hungersnöte und der Klimawandel weiterhin Druck auf die Außenpolitiker ausüben, während technologische Revolutionen und die Globalisierung potenziell Gesellschaften umwälzen, Geschäftsmodelle, ganze Volkswirtschaften und Handelsmuster umstrukturieren. Auch die so genannten "Commons" - der Ozean, "Big Data", der Cyber- und Weltraum - bieten nicht nur Chancen, sondern sind Schlüsselbereiche des Wettbewerbs. All dies erfordert ein strategisches Vorgehen der EU: und nach der Konkurrenz zu urteilen, ist sie spät dran, sich dem bereits weit fortgeschrittenen Rennen anzuschließen. Letztlich geht es vom Schutz der Menschenrechte über den gerechten Zugang zu Ressourcen und Chancen bis hin zur Lebensfähigkeit des Ökosystems unseres Planeten: Die Europäer müssen gemeinsam und strategisch handeln, um nicht nur Zuschauer von Ereignissen zu sein, die sich keineswegs garantiert zu ihren Gunsten - oder gar der der gesamten Menschheit - entwickeln werden.

Die dafür notwendige strategische Denkweise wird entlang einer Rezension des kürzlich erschienenen Buches von Hans-Dieter Heumann, "Strategische Diplomatie - Europas Chance in der multipolaren Welt" (Ferdinand Schöningh, Paderborn, 2020), entwickelt. Die Anregungen und Analysen des erfahrenen Diplomaten werden ergänzt durch einen kurzen Überblick über Schlüsselbereiche des Großmächtewettbewerbs, mit denen sich die EU in der multipolaren Welt des 21. Jahrhunderts auseinandersetzen oder zumindest arrangieren muss.

Der Artikel selbst ist in Englischer Sprache verfasst und unter diesem Link im europäischen Journal „The Defence Horizon“ einzusehen:

Reviewing EU Strategic Foreign Policy in a Multipolar World Order (thedefencehorizon.org)

https://www.thedefencehorizon.org/post/reviewing-eu-strategic-foreign-policy-in-a-multipolar-world-order

Foto: Marine Nationale (Titel), Deutsche Marine (Autor)

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