Foto: Unterzeichnung des MoU. Prof. Dr. Peter Martini (FKIE) und VAdm Jan Christian Kaack (InspM). Bundeswehr / Jane Schmidt

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Rostock Marinekommando: Forschung und Flotte rücken enger zusammen

Das Marinekommando und das Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie (FKIE) haben ihr im Mai 2023 geschlossenes Memorandum of Understanding auf unbestimmte Zeit verlängert. Damit bauen beide Partner ihre seit mehr als 25 Jahren bestehende Zusammenarbeit, insbesondere in den Zukunftsfeldern Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und unbemannte Systeme weiter aus.

Ein zentraler Vorteil der Partnerschaft liegt im engen Austausch zwischen ziviler Forschung und militärischer Praxis. Neue Technologien werden frühzeitig unter realistischen Einsatzbedingungen erprobt, etwa bei Übungen wie REPMUS oder Dynamic Mirage. REPMUS gilt als weltweit größtes maritimes Test- und Experimentierfeld für autonome Technologien und unbemannte Systeme. Dynamic Mirage ermöglicht die Erprobung von Führungs- und Einsatzverfahren in einer vernetzten, synthetischen Übungsumgebung.

So können Entwicklungen aus der wehrtechnischen Forschung gezielt weiterentwickelt und schneller für den Einsatz in der Deutschen Marine nutzbar gemacht werden. Die vertiefte Kooperation soll dazu beitragen, auf die wachsende Komplexität des maritimen Gefechtsfeldes zu reagieren, das durch moderne Sensorik zunehmend transparent wird. Dafür benötigt die Marine unter anderem KI-gestützte Lagebilder, den verstärkten Einsatz unbemannter Systeme in risikoreichen Szenarien sowie eine hohe Interoperabilität bei effizientem Ressourceneinsatz.

„Für die Deutsche Marine ergeben sich daraus neue technologische Perspektiven und Chancen im Bereich der Wehrforschung, die beispielsweise zur Minimierung von Bedrohungslagen unserer Einheiten genutzt werden können“, sagte Vizeadmiral Jan Christian Kaack, Inspekteur der Marine. Prof. Dr. Peter Martini, Leiter des Fraunhofer FKIE, betonte, dass der enge Austausch eine anwendungsnahe wehrtechnische Forschung ermögliche und die konzeptionelle wie technische Weiterentwicklung der Marine gezielt unterstütze.

Die Kooperation beschleunigt den Technologietransfer zwischen Forschung und Flotte, stärkt die Innovationsfähigkeit der Marine und unterstützt ihre Anpassung an künftige Herausforderungen im maritimen Operationsraum.

kdk

 

 

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