Ende März ließ Flottenadmiral Alexander Moisejew verlauten, dass bis 2035 die Neubauten der kürzlich auf vierzehn Einheiten erweiterten Jasen-Klasse (Projekt 885/885M, 135 Meter, 12.000 Tonnen) alle etwa zwanzig noch aus der Sowjet-Planung und dem Bau der 90er-Jahren stammenden atomar getriebenen Angriffs-U-Boote der dritten Generation ersetzen sollen.

Nach NATO-Nomenklatur handelt es sich dabei um die Akula I/II-, Sierra II- und Oscar II-Klassen, also entsprechend russischer Nomenklatur Projekt 971U/M („Shuka-B“, 110 Meter, 9.000 Tonnen), Projekt 945 („Antey“, 111 Meter, 8.500 Tonnen), und Projekt 949 („Kondor“, 154 Meter, 18.000 Tonnen). Die Boote der vierten technologischen Generation, die Jasen- und Jasen M-Boote, sind deutlich abstrahlungsärmer, fortschrittlicher in Sensorik und Datenverarbeitung, aber auch effektiver bewaffnet mit Kalibr-, Onix- und Zirkon-Flugkörpern. Das klingt nach einer klaren, finanziell, logistisch und operativ getriebenen Typenbereinigung. Wäre da nicht das jahrzehntelange Herumliegen in den Buchten der Weißen See als Reserve bis zum kostenintensiven Rückbau der Atomreaktoren.

Eine Antwort
Moin,
die Aussage von Flottenadmiral Moisejew wurde in einem Interview mit der russischen Armeezeitung „Krasnaya Zvezda“ (auf deutsch: „Roter Stern“; die Internetseite dieser Publikation ist inzwischen in der Europäischen Union im Rahmen der Sanktionen gegen die Russische Föderation im Rahmen des Ukrainekriegs gesperrt worden; es gibt allerdings im Internet Mittel und Wege, diese Sperrung zu umgehen und Zugang zu dieser Zeitung zu bekommen) am 19.März 2026 gemacht. Am 19.März wird jährlich in Russland der „Tag des U-Bootfahrers“ begangen.
Bei den oben veröffentlichen Angaben wurden die Projekte 945 und 949 vertauscht; richtig muss es heissen:
Projekt 945 („Kondor“, 111 Meter, 8.500 Tonnen), und Projekt 949 („Antey“, 154 Meter, 18.000 Tonnen).
In der NATO werden U-Boote des Projekts 971 als „Akula“-Klasse, des Projekts 945 als „Sierra“-Klasse und des Projekts 949 als „Oscar“-Klasse bezeichnet.