Weitere Entspannung der US-afrikanischen Beziehungen
Nach dem Einlaufen in Port Sudan

Nach dem Einlaufen in Port Sudan

Weitere Entspannung der US-afrikanischen Beziehungen

Erst Ende Februar lief das amerikanische Littoral Combat Ship USS Carson City in Port Sudan ein. Es war der erste Besuch eines US-Kriegsschiffes seit der Einrichtung des US Africa Command im Jahr 2007. In den vergangenen Jahren war die Beziehung zwischen dem afrikanischen Land und den Vereinigen Staaten angespannt, auf eine militärische Kooperation wurde verzichtet. Erst im vergangenen Dezember löschte die US-Regierung den Sudan von ihrer Liste der Terrorunterstützer. Durch die Unterstützung von Al-Quaida war das afrikanische Land dort knapp dreißig Jahre zu finden. Nun aber, nur wenige Tage nach der Carson City, stattete bereits das nächste US-Schiff dem Land am Roten Meer einen Hafenbesuch ab: Der Lenkwaffenzerstörer Winston S. Churchill machte am 1. März an der dortigen Pier fest. Mit diesem und einer Reihe weiterer diplomatischer Symbole soll die Zusammenarbeit mit der zivilen Übergangsregierung des Sudan gestärkt werden. So ergibt sich im Rahmen des Besuchs auch die Gelegenheit für sudanesische und amerikanische Militärvertreter zu ersten gemeinsamen Stabsgesprächen. Sudanesische Offiziere werden die Churchill besuchen und an einem Empfang auf dem Zerstörer teilnehmen.

Die USS Carson City besuchte Port Sudan im Februar

Die Winston S. Churchill verließ ihren Heimathafen Norfolk, VA, bereits am 10. August des vergangenen Jahres für eine lange geplante Reise. Im Mittelpunkt der Entsendung steht die Sicherung kritischer Wasserwege. Am 21. Februar hatte die Churchill dabei bereits 50 000 Seemeilen zurückgelegt. Zwei Wochen zuvor konnte die Besatzung bereits einen Erfolg verbuchen. Bei der Kontrolle zweier staatenloser Daus vor der somalischen Küste wurden illegale Waffen und Waffenteile gefunden und beschlagnahmt.
Bei der Winston S. Churchill handelt es sich um einen Zerstörer der Arleigh-Burke-Klasse, der 2001 in Dienst gestellt wurde. Sie verdrängt 9200 Tonnen und ist 156 Meter lang. An Bord befinden sich 32 Offizier und rund 350 Unteroffiziere und Mannschaften. Zur Bewaffnung der Flight-IIA-Schiffe gehört die Senkrechtstartanlage Mk 41 mit 96 Zellen. Zudem steht ein Hangar für zwei Helikopter zur Verfügung.

Beschlagnahmte Waffen

Text: mb; Fotos: US Navy

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