Besatzung der ARA Piedrabuena ist angetreten zur Indienststellung

Besatzung der ARA Piedrabuena ist angetreten zur Indienststellung

Zweites OPV für Argentinien

Die argentinische Marine hat das zweite von Naval Group gebaute Offshore Patrol Vessel in Empfang genommen. Gleichzeitig übergab der Repräsentant der argentinischen Marine, Captain Victor Ortiz, das Kommando über die ARA Piedrabuena an Commander Gaston Vega.
Im Jahr 2018 unterzeichneten die beiden Partner den Vertrag über die Lieferung von insgesamt vier der Multi-Missions-Fahrzeuge. Schon im Dezember 2019 konnte die erste Einheit, ARA Bouchard, den Argentiniern übergeben werden. Dabei handelte es sich jedoch um die ehemals von der Marine Nationale betriebene L’Adroit. Sie wurde 2012 in Dienst gestellt, war aber von Frankreich über sechs Jahre lediglich geleast worden. Das Design ist Teil der als Gowind bezeichneten Gruppe kleiner Fregatten, Korvetten, und Offshore Patrol Vessels, die von DCNS, der heutigen Naval Group, selbst entwickelt wurde. Zu den Besonderheiten der nun übergebenen Klasse OPV 87 gehört die große, 360 Grad überblickende Brücke und die Möglichkeit, Speedboote für Einsatzkräfte am Heck des Schiffes über eine spezielle Rampe zu Wasser zu lassen. Die Piedrabuena ist ausgestattet mit dem Polaris Combat Management System und dem taktischen Datenlink NiDL.
Bei einer Länge von 87 Metern verdrängt das Schiff 1650 Tonnen. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 21 Knoten, der Einsatzradius bei 7500 Meilen. An Bord kann ein Hubschrauber der Zehn-Tonnen-Klasse untergebracht werden. Für den Betrieb ist eine 39 Personen starke Crew erforderlich, weiterhin bestehen Einschiffungsmöglichkeiten für 20 Personen.
Die Die Piedrabuena ist das erste von drei neu für die argentinische Marine gebauten Schiffen der Klasse und besitzt einige Modifikationen. Hierzu gehören eine bessere Bewaffnung und Motorisierung, ein aktives Stabilisationssystem und ein Bugstrahlruder für bessere Manövrierfähigkeit im Hafen. Um auch in den kalten Gewässern der Antarktis eingesetzt werden zu können, hat Naval den Rumpf verstärkt.
Nach Angaben von Naval verläuft das Bauprogramm derzeit nach Plan. Demnach sollen die beiden nächsten Schiffe im Abstand von je sechs Monaten an Argentinien übergeben werden.

Text: mb; Foto: Naval Group

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