Foto: Australisches Collins-U-Boot „HMAS Sheean“. Australische Marine

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AUKUS-U-Boote – Australien soll drei Virginias in Zweitverwendung erhalten

Beim wichtigsten Rüstungsprojekt des Landes, der Beschaffung nuklear getriebener Angriffs-U-Boote im Rahmen des AUKUS-Sicherheitsabkommens mit Großbritannien und den USA als Kernstück der australischen Verteidigungsstrategie, hat sich eine grundlegende Wendung ergeben.
Bisher galt, dass zwei gebrauchte Virginia-Klasse U-Boote durch ein völlig neu gebautes Boot ergänzt werden – nun sollen es ausschließlich Boote in Zweitverwendung sein, die von der US Navy ab den frühen 30er Jahren nach Australien wechseln. Anfang Juni sollen sich die drei AUKUS-Partner während des sicherheitspolitischen Shangri-La-Dialogs in Singapur auf den geänderten Kurs verständigt haben. Verständlich – angesichts der schwierigen Lage der amerikanischen Werftindustrie, die Termine und Kostenrahmen nur selten einhalten kann – nicht nur im U-Boots-Bau. Die Zeitlinien werden zunehmend „skalierbar“ – es könnte also später werden mit den Virginias.
Da aber auch die sechs konventionellen Collins-U-Boote aus der Zeit der Jahrtausendwende technisch immer anfälliger, zunehmend geräuschvoller und auch im lebensverlängernden Modernisierungsprogramm um ein Vielfaches teurer werden, als berechnet und für Australien bezahlbar, schaut man nach Japan. Dort baut man erfolgreich und preiswert gute U-Boote. Wenn wieder mal das Modernisieren doppelt so teuer wird, wie ein Neubau, dann kommt man in Canberra schon ins Grübeln.

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