Diehl Defence aus Überlingen am Bodensee und das Rostocker Technologieunternehmen FLANQ wollen ihre Kompetenzen für eine autonome maritime Verteidigung bündeln. Dazu haben beide Unternehmen im September in einer Pressemitteilung bekanntgegeben, ein Memorandum of Understanding (MoU) über eine strategische Zusammenarbeit unterzeichnet zu haben. Ziel ist es, die Verteidigungsfähigkeit im maritimen Umfeld durch bewaffnete unbemannte Plattformen zu erweitern.

Die Kooperation erschließt für beide Unternehmen das Technologiefeld autonomer Über- und Unterwasserplattformen als Träger für Sensoren und Effektoren. Bestehende Systeme sollen weiterentwickelt und für neue maritime Einsatzszenarien nutzbar gemacht werden. Zugleich wollen sich Diehl Defence und FLANQ frühzeitig als Partner der Deutschen Marine und ihrer internationalen Partner positionieren. Im Mittelpunkt steht dabei der gemeinsame Beitrag zur Stärkung der Resilienz Deutschlands.
FLANQ bringt seine Kompetenzen in den Bereichen Autonomie, Missionssoftware, Sensorfusion sowie Entwicklung und Integration modularer unbemannter Seeplattformen, wie die Q-RECON-Serie ein. Ziel von FLANQ ist es, neue maritime Fähigkeiten schnell verfügbar zu machen, bestehende Systeme flexibel zu erweitern und damit einen Beitrag zur Schließung kritischer Fähigkeitslücken zu leisten.

Diehl Defence - das Systemhaus für Luftverteidigungssysteme - ergänzt diese Fähigkeiten mit seinem Portfolio an Effektoren und seiner langjährigen Erfahrung bei der Entwicklung und Industrialisierung komplexer Verteidigungssysteme.
Für beide Unternehmen ist die Kooperation ein Schritt zum Ausbau ihres maritimen Produktportfolios. Noch im laufenden Jahr soll ein erster Demonstrator - wohl unter dem Namen Q-STRIKE - entstehen. Damit wollen die Partner die Grundlage für weitere Entwicklungs- und Beschaffungsvorhaben schaffen.
kdk


